Die Bitkom AIDAQ-Konferenz 2025 (AI, Data & Quantum Summit) offenbarte Europas Dilemma: Während Fujitsu mit 256 Qubits technologisch voranprescht und IBM seine Marktposition festigt, ringt Europa um Wettbewerbsfähigkeit in den Schlüsseltechnologien Quantum Computing und KI.
Welches Qubit darf es sein? Photonen? Ionen? Rubidium? Cäsium? Ytterbium- oder Calcium-Ionen? .... Auf dem Bild ist einmal zu sehen, wie Qubits im dreidimensionelen Raum miteinander interagieren könnten. Der Anschauungswürfel stammt von Fujitsu.
(Bild: uo/Vogel IT-Medien GmbH)
Die zweite Ausgabe der Bitkom AIDAQ-Konferenz verdeutlichte eindrucksvoll, dass Europa am Scheideweg steht: Entweder gelingt es, bei den Zukunftstechnologien KI und Quantum Computing die Führung zu übernehmen, oder die digitale Abhängigkeit von anderen Regionen wird weiter zunehmen. Die etwa 1.800 Teilnehmer zeigten großes Interesse an dem Zukunftsthema.
Ja, ich war auch da. Ein Kommentar.
Eines ist mir persönlich klar geworden: Die europäische/deutsche Industrie hat keine Zeit mehr. Das gilt sowohl für die Entwicklung von Anwendungen für ein künftiges Quantencomputing als auch für die Einführung einer Sicherung der Daten und Datentransportwege vor Quantencomputern , die die jetzt eingesetzten Verfahren knacken können.
Ja, es dauert noch bis solche kommerziell verfügbar sind und ja: Es dauert auch noch, bis diese tatsächliche Anwendungen rechnen können. Und nein! Darauf können die Unternehmen und schon gar keine Organisationen der Kritischen Infrastruktur warten.
Zum einen, weil es reicht, wenn eine Nation an diese Fähigkeit gelangt. Diese wird nicht mit der Neuigkeit an die Öffentlichkeit gehen: „Huhu! Wir können nun den BND schachmatt setzen, Bitcoin und Kernanwendungen der Banken hacken.“ Man stelle sich vor, die Menschen könnten nicht mehr ins Internet, an Wasser, Elektrizität oder die Bankautomaten streikten, Bahn, Verkehrssystem und Satelliten fielen aus oder würden fremdgesteuert: Mord und Totschlag!
Zum anderen: Wie würden wir merken, ob der ‚Q-Day‘ da ist, der Tag an dem ein Quantencomputer die Fähigkeit hat, die gängigen Verschlüsselungen zu knacken? Zunächst einmal gar nicht, sind sich die Experten weitgehend einig; denn die Erkenntnis geschähe im Nachhinein, etwa wenn der Bitcoin-Zugangspfad aufgesperrt und Konten geräumt würden, ohne auch nur eine Fehlermeldung initiiert zu haben. Mist auch.
Einmal mehr: Andere legen vor
Ja, etwa 40 Prozent der Verschlüsselung weltweit ist bereits auf Post Quantum Cryptography umgestellt; aber nicht hierzulande. Süd-Korea soll weit vorne liegen und auch die Hyperscaler haben bereits vorgelegt.
Okay, Verschlüsselung ist ja noch einzusehen, oder? Da gibt es doch auch bestimmt schon etwas zu kaufen … Na ja; die meisten Unternehmen hierzulande haben nicht einmal eine Bestandsaufnahme gemacht….
Aber warum muss sich ein Anwenderunternehmen um Anwendungen für Quantencomputer kümmern? Es ist nicht egal, wo in der Welt neues korrosionsfreies Material entdeckt wird, oder Material, das vielleicht einmal seltene Erden ersetzen kann, wo der Börsenhandel über die Schnelligkeit der Quantenrechner kontrolliert wird, neuer Treibstoff für Maschinen und Luft- und Raumfahrt entwickelt wird….; denn wer sagt denn, dass die Unternehmen, die Zugang haben wollen und müssen, diesen dann auch gewährt bekommen?
Erst die Technik, dann handeln - ist keine Option
Quantencomputer sind hyperkompliziert und es wird vielleicht noch fünf Jahre dauern, - „es sind im Quantencomputing immer fünf Jahre“, wie Dr. Nokolaj Moll von Boehringer-Ingelheim die von Jahr zu Jahr immer wieder verschobenen Meilensteine in der Entwicklung von Quantencomputern scherzhaft kommentiert – bis Quantenrechner tatsächlich solch wertvolle Anwendungen rechnen können. Allerdings geht etwa die Unternehmensberatung MacKinsey in seinem „Quantum Technology Monitor 2025“davon aus, dass der Markt für Quantentechnologien alleine, also Quantum Computing, Kommunikation, Sensorik zusammen, bis 2035 bis zu 97 Milliarden Dollar erreichen könnte und bis 2040 vielleicht über 198 Milliarden Dollar.
Im Februar dieses Jahres hatte das Unternehmen den ‚nützlichen‘ Quantencomputern für die Industrie noch in einem Zeithorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren zugestanden. Aktuell erwarten die Analysten, dass praktisch nutzbare Quantencomputer für Spezialprobleme wie Optimierung, Chemie und Materialforschung schon bis Anfang der 2030er Jahre realistisch sein können.
Und dann fangen Sie an, sich darum zu kümmern?
Ulrike Ostler, Chefredakteurin DataCenter-Insider
Fujitsu: Japanische Ambitionen im globalen Wettbewerb
Fujitsu präsentierte eine ambitionierte Roadmap bis 2030, die auf drei Säulen basiert: klassisches High-Performance Computing, KI und Quantum Computing. Mit der „Kozuchi“-Plattform und dem kommenden Quantum-System 6.0 positioniert sich das Unternehmen als ernsthafter Konkurrent zu AMD und Intel. Besonders bemerkenswert ist der geplante „Monaka“-Prozessor auf ARM-Basis, der 2027 in 2nm-Technologie und 2029 sogar in 1,4nm (nm = Nanometer) gefertigt werden soll.
Fujitsu iliegt mit 256 Qbits gegenüber dem Wettbewerb gut im Rennen.
(Bild: Fujitsu)
Der japanische Konzern setzt dabei bewusst auf Souveränität: Die Foundry befindet sich in Taiwan, aber alle anderen Komponenten werden in Japan produziert. Die Zielkunden kommen aus Defense, Public Sector und Gesundheitswesen; bewusst werden chinesische und US-amerikanische Partner ausgeschlossen.
Im Quantum-Bereich verfolgt Fujitsu eine Doppelstrategie: Supraleitende Systeme und die innovative Diamond-Spin-Technologie. Während bereits 256 Qubits verfügbar sind, plant das Unternehmen bis 2026 bereits 1024 Qubits. Vor wenigen Tagen hat das japanische Unternehmen ein Gebäude eröffnet, in dem der Quantencomputer gebaut wird, extra dafür und 1000 Quadratmeter groß.
Fujitsu hat auf dem Ausstellungsstand unter anderem die Vorteile der Spin-Technologie gezeigt: Die Qubits beruhen hier auf synthetischen Diamanten, das heißt unter anderem, dass ein damit ausgerüsteter Quantencomputer bei Raumtemperatur laufen kann. Dank der vilfältigen Verbindungsmöglichkeiten der Qubits, ist ein solches System zudem leichter zu skalieren und eine akzeptable Fehlertoleranz einfacher und schneller zu erreichen. Fujitsu arbeitet ibei dieser Technologie mit der Universät Delft zusammen.
(Bild: uo/Vogel IT-Medien GmbH)
Fujitsu und das japanische Forschungsinstitut Riken entwickeln hingegen Hardware- und Softwaretechnologien sowie Technologien zur präziseren Durchführung von Quantengatteroperationen, um einen Quantencomputer mit bis zu 1.000 physikalischen Qubits zu realisieren. Die Partner haben bereits erfolgreich einen 64-Qubit-Supraleiter-Quantencomputer im Riken RQC-Fujitsu Collaboration Center entwickelt. Im März 2025 stellte Fujitsu einen supraleitenden Quantencomputer mit 256 Qubits vor.
Fujitsu arbeitet außerdem mit der TU Delft in den Niederlanden an einer neuen Quantenarchitektur mit „Diamant-Spin“. Die Architektur ermöglicht Gate-Operationen zwischen weit entfernten Qubits mittels Licht und verspricht durch die Integration mehrerer Quantenmodule eine höhere Skalierbarkeit. Es arbeitet auch bei relativ höheren Temperaturen (1-10 Kelvin), um Probleme mit der Kühlung zu beheben.
Laut John Walsh, CTO Europe bei Fujitsu, hat ein Kunde bereits kürzlich einen 256-Qubit-Computer gekauft. Bis er aufgebaut und einsatzfähig ist, werden aber noch einige Monate vergehen.
IBM fokussiert Ehningen
IBM, mit bereits 75 Quantum-Systemen weltweit und einem in Ehningen, präsentierte beeindruckende Zahlen: Intern konnten durch KI-Agenten 3,5 Milliarden Dollar Produktivitätsgewinn erzielt werden. Ein HR-Agent bearbeitet bereits 94 Prozent aller Anfragen automatisch. Bis 2029 sollen fehlertolerante kommerzielle Angebote verfügbar sein.
IBM Quantum Advantage hat die Fähigkeit, eine Aufgabe auf einem Quantencomputer so auszuführen, dass zwei wesentliche Kriterien erfüllt sind. Erstens kann die Richtigkeit der Ausgabe des Quantencomputers streng validiert werden. Zweitens wird sie mit einer Quantentrennung durchgeführt, die eine überlegene Effizienz, Kosteneffizienz oder Genauigkeit gegenüber dem aufweist, was mit klassischer Berechnung allein erreichbar ist..
Es ist nicht zu erwarten, dass Quantenvorteile durch allein agierende Quantencomputer erzielt werden. Stattdessen werden sie sich aus Anwendungsfällen ergeben, in denen wir Quantencomputer nutzen, um einen klassischen Arbeitsablauf zu ergänzen. IBM Quantum Advantage bedeutet also in Wirklichkeit, dass „Quanten plus Klassik“ klassische Methoden allein übertreffen können.
Mit „Nighthawk“ setzt IBM auf ein völlig neues Konzept.
(Bild: IBM)
Aktuell ist der „IBM Heron“ Quantencomputer mit 133 Qbits verfügbar. In den nächsten Wochen soll „Nighthawk“ mit 120 Qubits erscheinen, also zumindest auf dem Papier etwas schwächer als das Konkurrenzangebot von Fujitsu. Auf der Software Seite kommen noch dieses Jahr die „Advantage Candidates“ und bei der Hardware „Loon“.
Stand: 08.12.2025
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IBM Quantum Nighthawk ist die IBM Plattform zur Erforschung und Skalierung des Quantenvorteils im Vorfeld des groß angelegten fehlertoleranten Quantencomputing. Bisher verwendeten die IBM Quantenprozessoren ein „Heavy-Hex”-Gitter, bei dem jedes Qubit mit bis zu drei Nachbarn verbunden war. Nighthawk führt zu einem quadratischen Gitter, das jedes Qubit mit bis zu vier Nachbarn verbindet.
Dieses quadratische Gitter unterstützt effizientere Schaltungen, da weniger Gates für die Informationsweiterleitung erforderlich sind. Dadurch können Benutzer komplexere Algorithmen bei gleicher Gate Größe ausführen.
Deutsche Forschung: Zwischen Potenzial und Praxistauglichkeit
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) unter Antonio Krüger zeigte auf, wie Quantum Computing und KI synergetisch wirken können. Besonders bei der robotischen Navigation versprechen Quantum-Deep-Reinforcement-Learning-Ansätze durchbrechende Verbesserungen. Die Methode „Nav-Q“ aus Saarbrücken kombiniert tiefe neuronale Netzwerke mit Quantum-Algorithmen und erreicht bessere Konvergenz und Stabilität.
Die Keynotes der Bitkom-Konferenz „AIDAQ 2025“ sind auf großes Interesse gestoßen.
(Bild: Bitkom e. V.)
Muhammad Saeed von der Universität Stuttgart betonte, dass der Quantum-Vorteil nicht schwer mit KI zu verknüpfen sei; es brauche lediglich zusätzliche Quantum-Layer für Machine Learning. Quantum Generative Adversarial Networks (QGANs) und Variational Quantum Classifiers zeigen bereits heute vielversprechende Ansätze, auch wenn noch nicht alle Datensätze für Quantum Computing geeignet sind.
Industrielle Anwendungen: Von der Theorie zur Praxis
Die Bundesdruckerei arbeitet gemeinsam mit verschiedenen Partnern an Quantum-inspirierten KI-Lösungen. Besonders interessant ist der Einsatz von Tensor Networks für Matrix Product States, kombiniert mit Differential Privacy für besseren Datenschutz. Diese Ansätze sollen synthetische Datengeneration ermöglichen und damit Datenschutzprobleme ausräumen.
Europa im globalen Wettbewerb
Roberto Viola von der EU-Kommission (Directorate-General for Communications Networks, Content and Technology) unterstrich Europas Ambitionen: 17 Interessenten haben mehr als eine Milliarde Euro Investitionen für KI-Gigafactories angekündigt. Der Jülich-Supercomputer Jupiter soll als mächtiges Werkzeug für die Startup-Community dienen. Bei Quantum Computing verfüge Europa über eine sehr starke wissenschaftliche Basis, aber: private Investitionen sind jedoch dringend nötig.
Die Zahlen sind beeindruckend, aber auch ernüchternd: Deutschland liegt bei Quantum-Investitionen knapp vor den USA auf Platz 3, aber China, das in der Studie fehlt, investiert vermutlich doppelt so viel wie Spitzenreiter Japan.
Cloud-Souveränität als Schlüsselfaktor
Benjamin Revcolevschi, CEO OVHCloud, Europas größten Cloud-Anbieter, warnte vor der harten Realität: Europa hält nur 30 Prozent Marktanteil im Cloud-Bereich und ist stark von den USA abhängig. OVHcloud selbst hat bereits 5.000 Startups gefördert, darunter 20 Quantum-Startups, und, Stand September 2025, und Quandela-Quantum-Computer gekauft.
Die praktischen Anwendungen sind bereits sichtbar: SSL-Zertifikate, die der Quandela-Rechner generiert, werden kostenlos an Kunden ausgegeben. Das beduetet unter anderem eine höhere Sicherheit, da die Zufälligkeit steigt. Ein Quantum Random Number Generator erhöht die Entropie von 70 auf 85 Prozent. In zwei Monaten plant OVHcloud den Kauf eines Pasqal-Quantum-Computers.
Netapp setzt auf einen transparenten Ansatz mit standardisierten, NIST-zertifizierten Post-Quantum-Algorithmen (siehe: . Als einziger NSA-zertifizierter Storage-Anbieter positioniert sich das Unternehmen eindeutig als Sicherheitsführer im Markt. Dieser Status unterstreicht das Engagement für höchste Sicherheitsstandards und schafft Vertrauen bei sicherheitskritischen Anwendungen.
Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Awareness-Schaffung für Ransomware-Bedrohungen. Mit der automatischen Ransomware Protection (ARP) bietet Netapp eine eingebaute Schutzlösung, die sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen integriert. Besonders bemerkenswert: ARP arbeitet mit minimalem Overhead bei hoher Geschwindigkeit und entwickelt sich zum schnellst wachsenden Feature im Portfolio.
Herausforderungen und Realitätscheck
Trotz aller Euphorie blieben kritische Stimmen nicht aus. Teilnehmer betonten, dass erst fehlertolerante Maschinen Quantum Computing wirklich sinnvoll machen werden. Die Software ist noch experimentell und sehr komplex, die Benutzung muss einfacher werden.
Rund 1.800 Teilnehmer hat der Bitkom für die Veranstaltung am Alexanderplatz in Berlin zählen können.
(Bild: Bitkom e.V.)
Das gilt auch für die im Vergleich zu Quantecomputing derzeit die Diskussion beherrschenden Technologien für Künstliche Intelligenz: So äußert sich Christoph Peylo, Chief Cyber Security Officer bei Bosch, äußerte: „Wir sind pessimistisch, was die Gigafactory angeht und werden nicht darin investieren.“
BMW arbeitet laut Marvin Erdmann, Quantum Solution Engineer @ BMW Group, an Open-Source-Benchmarking-Tools, um die Lücke zwischen Versprechen und Wirklichkeit zu schließen. Verlässliche Roadmaps seien nötig, und der Quantum-Stack müsse transparent werden. Er fordert: Nicht jeder Hersteller sollte sein eigenes Süppchen kochen.
Ehrgeiz und Realismus gehören vereint
Die Bitkom AIDAQ-Konferenz hat gezeigt: Europa hat alle Voraussetzungen, um bei KI und Quantumcomputing führend zu werden: talentierte Forscher, starke Universitäten, innovative Unternehmen und zunehmend auch das nötige Kapital. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, den europäischen Ehrgeiz mit der nötigen unternehmerischen Risikobereitschaft zu verbinden.
Thomas Jarzombekist, seit dem 6. Mai 2025 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, hat Deutschland Hoffnung gemacht.
(Bild: Bitkom e. V.)
Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen Ehrgeiz" – und den Mut, aus der Forschung binnen 24 Stunden Unternehmen hervorzubringen. Die Karten werden neu gemischt, und Europa hat durchaus Chancen auf ein gutes Blatt.