Enterprise-Virtualisierungslösung erhält Update Proxmox Virtual Environment 8.3 bringt zahlreiche Verbesserungen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Wiener Softwarehersteller Proxmox hat Version 8.3 seines Virtual Environment veröffentlicht. Die quelloffene Enterprise-Virtualisierungslösung erhält in diesem Zuge einige Verbesserungen, darunter etwa eine engere Abstimmung des SDN-Stacks mit der Firewall.

Proxmox hat ein Update auf Version 8.3 für das Virtual Environment veröffentlicht.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Proxmox hat ein Update auf Version 8.3 für das Virtual Environment veröffentlicht.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Proxmox Virtual Environment stellt Unternehmen eine Reihe von Management-Tools und eine benutzerfreundliche Oberfläche bereit, um Open-Source-Lösungen in geclusterten, hochverfügbaren Setups einzusetzen. Nutzer können umfangreiche Infrastrukturen über große geografische Distanzen hinweg einrichten und Anwendungen nahtlos integrieren.

In der jetzt vorgestellten Version 8.3 dient Debian 12.8 („Bookworm“) als Grundlage. Proxmox setzt aber auf den neueren Linux-Kernel 6.8.12-4 und erlaubt den Einsatz von Kernel 6.11 als Opt-in. Alle integrierten Open-Source-Technologien für virtuelle Umgebungen wurden aktualisiert: Enthalten sind nun QEMU 9.0.2, LXC 6.0.0 und ZFS 2.2.6.

Neuerungen im Überblick

Eine der wichtigsten Neuerungen in Version 8.3 ist die Abstimmung des Software-Defined-Networking-Stacks (SDN) mit der Firewall. Der Stack wurde enger in die Firewall integriert und kann nun IP-Sets für VNets und virtuelle Gäste automatisch generieren. Ein Verweis auf IP-Sets in den Firewall-Regeln vereinfacht deren Erstellung und Wartung. Zudem bietet die nftables-basierte Firewall nun die Möglichkeit, weitergeleiteten Netzwerkverkehr auf Host- und VNet-Ebene zu filtern. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel der SNAT-Traffic beschränken. Gleiches gilt für Datenverkehr, der von einer Simple Zone zu einer anderen fließt.

Weitere Neuheiten sind ein Webhook-Ziel für das Benachrichtigungssystem, ein neuer „Tag-View“ für den Ressourcenbaum sowie schnellere Container-Backups bei der Sicherung auf Promox Backup Server. Proxmox hat zudem die Migration von anderen Hypervisoren zu Proxmox Virtual Environment vereinfacht, indem sich OVF- und OVA-Dateien direkt aus dateibasiertem Speicher über die Web-Oberfläche importieren lassen. Als Technologievorschau ist Unterstützung für Ceph Squid 19.2.0 an Bord. Ceph Reef 18.2.4 und Ceph Quincy 17.2.7 werden ebenfalls unterstützt. Die bevorzugte Version lässt sich während des Installationsvorgangs festlegen.

Verfügbarkeit

Proxmox Virtual Environment 8.3 steht ab sofort zum Download bereit. Das ISO-Image enthält alle Funktionen und lässt sich auf Bare-Metal- oder bestehenden Debian-Servern installieren. Updates älterer Versionen sind mittels apt möglich. Für Unternehmensnutzer bietet Proxmox zusätzlich Enterprise-Support auf Abonnement-Basis an.

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