10 Jahre DE-CIX und Nokia Neue Standorte für den DE-CIX in Afrika, Mexiko und Finnland

Von Ulrike Ostler 9 min Lesedauer

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Seit Jahren eröffnet der Internet-Knoten-Betreiber DE-CIX eine lokale Präsenz nach der anderen – im Schnitt vier pro Jahr. Die Jüngsten Beispiele finden sich in Mexiko, in Kinshasa, Kongo, und in Helsinki. Die dortige Eröffnung haben Vertreter von DE-CIX vor Ort in Espoo, bei Helsinki, zusammen mit Nokia gefeiert. Denn mit Nokia verbindet der DE-CIX eine zehnjährige Partnerschaft, zum Beispiel liefert der Netzwerkausstatter mit dem Router „7750 SR-14s“ Modelle, die 800 Gigabit pro Sekunde ermöglichen.

Am Mittwoch dieser Woche haben Vertreter des DE-CIX und Nokia die jüngste Präsenz des Deutschen Internet-Austauschknotens und Multicloud-Hub in Helsinki in Betrieb genommen. (Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Am Mittwoch dieser Woche haben Vertreter des DE-CIX und Nokia die jüngste Präsenz des Deutschen Internet-Austauschknotens und Multicloud-Hub in Helsinki in Betrieb genommen.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Der DE-CIX in Frankfurt ist mit einem Datenvolumen von fast 34 Exabyte pro Jahr (in 2022) und fast 1.100 angeschlossenen Netzen einer der größten Internet Exchanges (IX) der Welt. Die offizielle Eröffnung der jüngsten IX-Präsenz des DE-CIX hat an diesem Mittwoch in Finnland stattgefunden. Der neue DE-CIX IX ist ab sofort in Equinix-Rechenzentren in Helsinki (HE-CIX) verfügbar. Die Bekanntgabe weiterer Standorte in Finnland und in weiteren nordischen Ländern soll folgen.

Kunden in Finnland können nun von einem direkten Zugang zu über 50 Clouds, mehr als 2.000 lokalen und internationalen Netzen und über 250 Rechenzentren in Deutschland, Südeuropa, den USA und Asien profitieren – mit einem einzigen Vertrag und großer Flexibilität, einschließlich einer Beratungsdienstleitung zu Interconnection. Darüber hinaus wird DE-CIX in Finnland die Zusammenschaltung lokaler Netzwerke mit geringer Latenz und die Lokalisierung globaler Inhalte ermöglichen. Das kann die Netzwerkstabilität, Skalierbarkeit und Sicherheit erhöhen.

Zudem hat der Peering-Anbieter und Cloud-Hub angekündigt, er werde seine Präsenz in Nordeuropa mit zwei neuen Internet-Knotenpunkten in Dänemark weiter ausbauen und ergänzt, dass zwei Standorte in Norwegen betriebsbereit sind. Außerdem wird der DE-CIX Standorte in Mexiko und im Kongo betreiben (siehe: unten).

Diese Bushaltestelle mit den vielen Antennen kann sich nur vor dem Nokia-Firmensitz in Espoo, Finnland, befinden. (Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Diese Bushaltestelle mit den vielen Antennen kann sich nur vor dem Nokia-Firmensitz in Espoo, Finnland, befinden.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Seine Interconnection-Services bietet der deutsche Internet-Knoten in mehr als 40 Metro-Märkten in Europa, Afrika, Nordamerika, dem Nahen Osten und Asien an. Die De-CIX-Austauschknoten sind von Rechenzentren in über 600 Städten weltweit aus erreichbar. Er verbindet Tausende von Netzbetreibern (Carrier), Internet Service Providern (ISPs), Content Providern und Unternehmensnetzwerke aus mehr als 100 Ländern miteinander und bietet Peering-, Cloud- und Interconnection-Services.

Mit dem Ansatz 'Ein Zugang, alle Clouds und alle Netze' bringt DE-CIX seinen „Interconnection Flex“-Service nach Finnland. Dieser bietet Unternehmen ein komplettes Interconnection-Paket als umfassende Lösung für Cloud-Konnektivität, Private Network Interconnects (PNIs) und die direkte Zusammenschaltung von Netzwerken (Peering).

Nicht ganz unwesentlich beteiligt am Erfolg des Internet-Austauschknotens und an der Realisierung der Cloud-Hubs ist Nokia. Das finnische Unternehmen ist seit zehn Jahren Technik-Partner des DE-CIX, was aus gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen sowie Standardisierungsinitiativen beinhaltet.

Rafael de Fermin, Senior Vice President, Nokia Network Infrastructure Business Europe, präsentiert den Prozessor „FP5“. (Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Rafael de Fermin, Senior Vice President, Nokia Network Infrastructure Business Europe, präsentiert den Prozessor „FP5“.
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Nokia stellt etwa die Hardware zur Verfügung, um für DE-CIX Kunden weltweit latenzarme und nahtlose Peering- und Interconnection-Services bereitzustellen. Dazu gehört der neu entwickelte „FP5“-Netzwerkprozessor, der 800 Gigabit Ethernet unterstützt. Diese Technologie findet sich in den neuesten Nokia 7750 SR-14s-Modellen (siehe auch: Kasten), die DE-CIX zum Beispiel in Frankfurt einsetzt.

Auf der Nokia-Technik beruht auch die „DE-CIX Apollon Interconnection- und Cloud-Plattform“. Diese bietet Cloud-Routing-Services für Unternehmen jeder Größe. Angeschlossene Kunden können damit ihre Hybrid- und Multicloud-Szenarien verwalten und die Kontrolle über ihre Daten jenseits des öffentlichen Internets behalten.

DE-CIX in Mexiko

Bereits am 1. Mai hat der DE-CIX seinen Markteintritt in Mexiko angekündigt. Der unternehmenseigene Internet Exchange wird geographisch auf die Standorte Mexiko-Stadt und Santiago de Querétaro verteilt sein.

Wie auch anderenorts wird DE-CIX Mexico eine rechenzentrums- und Carrier-neutrale, sichere und leistungsfähige Interconnection-Plattform für ISPs, Content-Delivery-Netzwerke, Netzbetreiber, Cloud Service Provider sowie für Unternehmen jeder Größe anbieten. DE-CIX Mexico wird in das nordamerikanische und globale DE-CIX-Ökosystem integriert und vom ersten Tag an das gesamte Portfolio der DE-CIX-Dienste verfügbar machen.

Die Präsenz werde nach und nach ausgebaut, kündigt der Betreiber an. In einem ersten Schritt wird der 45. DE-CIX Internet-Knoten in den Rechenzentren von KIO Networks gehostet und Anfang 2024 in Betrieb gehen. Der Markteintritt von DE-CIX in Mexiko findet also über ein Rechenzentrum in Santiago de Querétaro, „KIO QRO1“ und drei weitere Standorte – „KIO MEX2“, „MEX4“ und „MEX5“ – in Mexiko-Stadt statt. Weitere Rechenzentren verschiedener Betreiber werden zu gegebener Zeit hinzukommen, um die Reichweite zu erhöhen.

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Die Verbindung in die USA

DE-CIX Mexico soll direkt mit dem prosperierenden Interconnection-Ökosystem von DE-CIX Dallas verbunden sein – dem größten Carrier- und rechenzentrums-neutralen IX im Südwesten der USA und einem der 15 wichtigsten IXs in den USA. Dies ermöglicht einen latenzarmen und hochleistungsfähigen Zugang zu nordamerikanischen Inhalten und Anwendungen. Da das lokale Cloud-Service-Ökosystem in Mexiko stetig wächst, sind große Anbieter, unter anderem AWS, Microsoft, Oracle und Google, bereits vor Ort oder planen ihren Markteintritt.

„Die Millionen Nutzer in Mexiko verdienen digitale Dienste, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden“, erläutert Ivo Ivanov, CEO vom DE-CIX. Allerdings fehle „es derzeit noch an einem starken Internet Exchange und an einem einheitlichen Interconnection-Ökosystem.“

KIO ist eine Plattform für Rechenzentren und digitale Infrastrukturen mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Bereich Co-Location und IT-Dienstleistungen. KIO verfügt über 13 Rechenzentren in Mexiko, Kolumbien, Panama, Guatemala, der Dominikanischen Republik und Spanien. Die mehr als Tausend KIO Kunden sind Teil eines breiten digitalen Ökosystems mit verschiedenen Sektoren und Branchen, darunter Hyperscale, Clouds und IT, Telekommunikation, Banken und Finanzen, Medien und Content, öffentlicher Sektor und Einzelhandel, um nur einige zu nennen.

Über den mexikanischen Markt

Mit einer Bevölkerung von 130 Millionen, einer Internet-Durchdringung von 70 Prozent und einem der größten Gaming-Märkte Lateinamerikas verfügt Mexiko über eine wachsende Präsenz von Rechenzentren, einen stark wachsenden Telekommunikationsmarkt und eine sich dynamisch entwickelnde digitale Wirtschaft.

Mexiko liegt strategisch günstig an den Unterseekabelrouten zwischen Nord- und Südamerika und verfügt über eine Landverbindung zu den USA. Aufgrund seiner geografischen Lage profitiert Mexiko von der Netzwerkdichte und -vielfalt seines nördlichen Nachbarn, so dass Inhalte, Anwendungen und Clouds dort verortet werden können, um der wachsenden Nachfrage nach Verbindungen mit geringer Latenzzeit gerecht zu werden. Mexiko-Stadt ist der traditionelle Rechenzentrumsstandort des Landes, während sich Santiago de Querétaro gerade mit umfangreichen Investitionen in den Bau neuer Anlagen zu einem bedeutenden neuen Standort für Rechenzentren entwickelt.

Der DE-CIX im Kongo

DE-CIX expandiert nach Afrika mit strategischen Partnerschaften in drei Märkten. Als ersten Schritt der Expansion geht DE-CIX strategische Partnerschaften in drei verschiedenen Märkten ein. DE-CIX wird den „Africa Cloud Interconnection Exchange“ (AF-CIX) in einem Rechenzentrum des Anbieters Rack Centre in Lagos (Nigeria) aufbauen, sowie die Interconnection-Plattform „Africa Congo Internet Exchange“ (ACIX) mit dem Internet Service und Hosting Provider UNnited S.A. in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) entwickeln. Darüber hinaus schließt DE-CIX eine strategische Partnerschaft mit der Libyan International Telecoms Company (LITC) aus Tripolis.

Die afrikanischen DE-CIX Partner werden zudem die Reichweite ihrer jeweiligen Plattformen mittels ihrer eigenen Infrastruktur auch auf weitere Gebiete ausdehnen. So werden die drei Plattformen insgesamt neun afrikanische Länder abdecken: neben den drei Heimatmärkten auch Kamerun, die Republik Zentralafrika, Tschad, Niger und den Sudan abdecken.

Die afrikanischen Standorte sind Teil Partnerprogramms „DE-CICX as a Service“, das in diesem Zusammenhang als „DaaS“ abgekürzt wird. Mittlerweile betreibt DE-CIX zwölf Standorte im Rahmen des DaaS-Modells, unter anderem den „UAE-IX powered by DE-CIX“ in Dubai, den „SEECIX powered by DE-CIX“ in Athen sowie den „Ruhr-CIX powered by DE-CIX“.

DE-CIX als Service

Das DaaS-Programm umfasst eine Reihe von Dienstleistungen – wie Installation, Wartung, Bereitstellung, Marketing und Vertriebsunterstützung – die es Rechenzentrumsbetreibern oder anderen Drittanbietern ermöglichen, ihre eigene, vollständig vom DE-CIX betriebene Interconnection-Plattform aufzubauen.

Ivo Ivanov, seit 2022 Chief Executive Officer bei DE-CIX und Vorstandsvorsitzender der DE-CIX Group AG, bei der Präsentation in Espoo. (Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Ivo Ivanov, seit 2022 Chief Executive Officer bei DE-CIX und Vorstandsvorsitzender der DE-CIX Group AG, bei der Präsentation in Espoo.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Wie Ivo Ivanov, CEO bei DE-CIX International, erläutert, sollen die neuen Interconnection-Plattformen Drehkreuz für innerafrikanische und interkontinentale Datenströme werden und sowohl Ost-West- als auch Nord-Süd-Routen für Konnektivität auf dem Kontinent öffnen. „Nigeria hat eine sehr starke Volkswirtschaft und stellt einen großen Teil des digitalen Contents; die Demokratische Republik Kongo hat eine herausragende geografische Lage, um West- und Ostküste des Kontinents zu verbinden; durch Libyens Lage an der afrikanischen Nordküste und seiner Nähe zu Europa ist es als alternative Route mit geringer Latenz für Datenströme von und nach Europa prädestiniert.“

Brücken für Konnektivität nach und in Afrika

Lagos in Nigeria – dem Land mit der größten Bevölkerung und stärksten Wirtschaft Afrikas – ist ein immens wichtiger Knotenpunkt für den Kontinent, auch für Interconnection. Die Region bietet bereits eine robuste lokale Interconnection-Infrastruktur, die die wachsende heimische Nachfrage in der Nähe zum Endnutzer bedient.

Das wird noch verstärkt durch die boomende Internet- und Mobilfunknutzung, ein lebhaftes Unternehmertum und „Nollywood“, die blühende Medien- und Entertainmentbranche des Landes. Mit sechs internationalen Unterseekabeln (und zwei weiteren im Jahr 2023), die im Ballungsraum Lagos anlanden und seiner günstigen Lage an der afrikanischen Westküste, kann Nigeria ein Tor für Verbindungen mit niedrigen Latenzen über Lissabon nach Europa werden.

Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo liegt strategisch günstig zwischen den zwei am dichtesten besiedelten Regionen Afrikas. Als Verbindungsbrücke zwischen den Nachbarländern vom Atlantik im Westen bis zum Indischen Ozean im Osten wird die neue Interconnection-Plattform im Laufe der Zeit einen Interconnection-Korridor durch das äquatoriale Afrika schaffen mit Kinshasa als Knotenpunkt. Über diesen Korridor werden Netzwerke Daten austauschen und Inhalte mit einer deutlich geringeren Latenzzeit für Nutzer bereitstellen können.

Libyen liegt an der Südküste des Mittelmeers und hat die längste Küstenlinie aller afrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten. Libyen hat mit drei verschiedenen Unterseekabeln, die an der libyschen Küste anlanden, bereits heute eine starke internationale Anbindung. Ein weiteres Unterseekabel ist für 2024 geplant. Diese Kabel verbinden die libysche Ost- und Westküste mit Europa und Asien und bieten so den kürzesten Weg auf den afrikanischen Kontinent.

800GE von Nokia

Industrie 4.0, das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen (AI/ML), das Metaverse, Blockchain, 5G und sogar 6G annimmt, veranlassen die Netzbetreiber sich auf einen exponentiellen Anstieg des Datenverkehrs einzustellen. Laut des „Global Interconnection Index“ von Equinix wird die globale Interconnection-Bandbreite in den kommenden fünf Jahren mit durchschnittlich 40 Prozent auf 27.762 Tetabyte pro Sekunde anwachsen. Das entspricht 110 Zettabytes an jährlich ausgetauschten Daten, heißt es auf der Nokia-Website zu 800GE.

Daher nötigen Kommunikationsdienstleister (CSPs), Internet-Exchange-Anbieter, Co-Location-Anbieter, Cloud-Anbieter und Unternehmen IP-Routing-Netzwerke, die einen enormen Umfang aber auch Sicherheit und Echtzeit-Automatisierung unterstützen; kosteneffizient und nachhaltig sollen sie auch noch sein.

Da die zunehmende Integration von Silizium die Integration von kompakteren und Energie-effizienteren Routing-Geräten ermöglicht, nehmen die für die Übertragung von IP-Paketen über Glasfasernetze erforderlichen optischen Schnittstellen einen viel größeren Teil des gesamten Platzes und der Energie in Anspruch. Die 800GE-Optik verringert diesen Anteil, da sie pro Bit weniger Energie verbraucht als die Übertragung eines entsprechenden Datenvolumens über mehrere mit 400GE-Optik ausgestattete Verbindungen.(Bild:  Nokia)
Da die zunehmende Integration von Silizium die Integration von kompakteren und Energie-effizienteren Routing-Geräten ermöglicht, nehmen die für die Übertragung von IP-Paketen über Glasfasernetze erforderlichen optischen Schnittstellen einen viel größeren Teil des gesamten Platzes und der Energie in Anspruch. Die 800GE-Optik verringert diesen Anteil, da sie pro Bit weniger Energie verbraucht als die Übertragung eines entsprechenden Datenvolumens über mehrere mit 400GE-Optik ausgestattete Verbindungen.
(Bild: Nokia)

Laut Nokia liegt die Lösung in der Skalierung mit 800GE-Routing. Diese erlaube es Cloud-Infrastrukturanbietern, Router-Schnittstellen auf 800 Gigabit pro Sekunde aufzurüsten.

Der passende Chip dazu ist der Prozessor „FP5“, der die Spezifikationen für QSFP-DD-Schnittstellenmodule zur Unterstützung von steckbaren 800GE-Optiken nutzt mit hoher Dichte und Abwärtskompatibilität für vorhandene 400GE-, 200GE- und 100GE-Optiken.

800GE bringt eine Vielzahl von Vorteilen

Überlegene Verkehrskapazität: Im Vergleich zu 400GE- und 100GE-Netzen wird die Verbindungskapazität um das Zwei- bis Achtfache erhöht. Abgesehen davon, dass mehr Platz für Verkehrsspitzen und Nachfragewachstum zur Verfügung steht, trägt die Verwaltung von weitaus effizienteren und weniger Verbindungsbetreibern dazu bei, die Netzkomplexität und -kosten zu senken.

Platzsparend: 800GE-Routing verdoppelt effektiv die Schnittstellenkapazität und Konnektivität bei gleichem Platzbedarf im Rack. Eine einzige Linecard kann bis zu 36 QSFP-DD-Ports mit 800GE-, 400GE- oder 100GE-Steckoptik unterstützen oder mit einem optischen Breakout-Panel an zwei 400GE- oder bis zu acht 100GE-Ports angeschlossen werden.

Geringer Energieverbrauch: 800GE-Optik ist wesentlich energieeffizienter als die Übertragung eines vergleichbaren Datenvolumens über mehrere 400GE- oder 100GE-Verbindungen. Sie verbrauchen zwischen 20 und 40 Prozent weniger Energie pro Gigabit Datenverkehr. Die Erweiterung der Netzkapazität bei gleichzeitiger Verringerung des Kohlendioxidausstoßes ist das Kernstück der neuen Lösung.

Die Nokia-Bausteine für 800GE(Bild:  Nokia)
Die Nokia-Bausteine für 800GE
(Bild: Nokia)

Nach Nokia-Angaben erfordert 800GE-Optik Routing-Silizium auf Schnittstellenmodulen, so genannte Line Cards, und Switch-Fabric-Modulen, um schnellere elektrische Signalisierungsraten von 112 Gigabit pro Sekunde zu unterstützen. Praktiken der Gehäuse-Entwicklung, Energieversorgung und Kühlung sind ebenfalls betroffen, um die erhöhten thermischen Leistungsanforderungen zu erfüllen.

Das „FP5“-Routing-Prozessor soll den Kunden Erlauben, die Vorteile der 800GE-Optik voll auszuschöpfen. Es bietet eine bis zu viermal höhere Kapazität bei gleichem Platz- und Energiebedarf wie die aktuelle „FP4“-Hardware und ermöglicht es Betreibern, die IP-Netzwerkkapazität über Jahre hinweg zu skalieren, ohne ihren Ressourcenbedarf zu erhöhen. Die „7750 SR-s“-Router basieren auf FP5.

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