Alternativer Container-Orchestrator in der Mirantis Kubernetes Engine Mirantis liefert kontinuierlich Updates für Swarm

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Als Kontributor zum ursprünglich von Docker entwickelten Container-Orchestrator „Swarm“ liefert Mirantis neue Funktionen. Die Updates zielen darauf ab, die Sicherheit und Ressourcennutzung zu verbessern.

Mirantis will Swarm weiterhin als Orchestrator-Option innerhalb der eigenen Kubernetes-Engine anbieten und weiterentwickeln.(Bild:  Dmitry Osipenko / Unsplash)
Mirantis will Swarm weiterhin als Orchestrator-Option innerhalb der eigenen Kubernetes-Engine anbieten und weiterentwickeln.

Etliche Mirantis-Kunden vertrauen bei der Container-Orchestrierung auf Swarm statt auf Kubernetes, weil es extrem stabil und einfach zu bedienen sei, berichtet der Hersteller. Diese Option innerhalb der „Mirantis Kubernetes Engine“ (MKE) wolle man auch künftig aufrecht erhalten, versichert Shaun O'Meara, Chief Technology Officer bei Mirantis: „Wir werden Swarm weiterhin unterstützen und verbessern. Unser Swarm-Entwicklungsteam arbeitet darüber hinaus an zusätzlichen Features.”

Einer der jüngsten Mirantis-Beiträge zu Swarm ist das geplante Image-Pruning für Administratoren. Dies ermöglicht das Bereinigen ungenutzter Container-Images, um die Nutzung von Speicherplatz und Rechenleistung zu optimieren. Außerdem können Admins nun Ressourcenlimits für CPU- und Speichernutzung festlegen.

Auf der Roadmap für die kommenden Monate steht laut Mirantis die Integration weiterer Sicherheitsfunktionen. Geplant ist etwa die Unterstützung des „Ping Federate Enterprise“ Federation Server. Dieser erweitert Swarm um eine User-Authentifizierung und Single Sign-On über Identity-Standards wie „Oauth“ und „SAML“, um sichern Zugriff auf Unternehmensanwendungen zu gewähren.

In der Planung

Weiterhin plant die Integration von „Ostree“ Linux für das automatisierte Deployment- und Lifecycle-Management-Tool „Mirantis Launchpad“. Laut Hersteller setzen viele Unternehmen, die auf Swarm vertrauen, bereits entsprechende Distributionen wie „Rocky Linux“ ein – insbesondere in sensiblen Bereichen wie im Finanzdienstleistungssektor.

Weitere längerfristige Ziele sind unter anderem Funktionen für zeitbegrenzte Client-Bundles, konfigurierbare LDAP-Informationen im sowie Individualisierbare SAML-Konfigurationen. Auch der Support von IPv6 und ARM-Prozessoren ist angedacht. Weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen finden sich im Blog-Eintrag „Swarm is here to stay“ auf der Mirantis-Website.

Hinsichtlich der Sicherheit wirbt Mirantis mit Unterstützung signierter Container-Images und Sicherheitsintegrationen für die Nutzung von RBAC (Role-based Access Control) und Unternehmensauthentifizierung. Zudem baut MKE auf Verschlüsselungsmodule, die nach FIPS (Federal Information Processing Standard) 140-2 zertifiziert wurden. Regelmäßige Sicherheitsvalidierungen und -Updates finden laut Anbieter im Sechs-Wochen-Rhythmus statt, bei neu entdeckten Schwachstellen (CVEs) könne man Updates aber auch schon in einer dreiwöchigen Frist bereitstellen.

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