Neuer Linux LTS-Kernel: Updates bis Dezember 2026 Linux 6.12 kommt mit echtzeitfähigem Kernel für die Zukunft

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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„Linux 6.12“ markiert den neuesten „LTS“-Kernel mit langem Support bis 2026 und bringt signifikante Neuerungen. Echtzeitfähigkeiten, verbesserte Grafik- und Prozessorunterstützung sowie der dynamische Scheduler „Shedex“ machen ihn zu einem Meilenstein für Desktop- und Serversysteme.

Der neue Linux-LTS-Kernel ist 6.12 und bietet Supprt bis 2026.(Bild:  Thomas Joos)
Der neue Linux-LTS-Kernel ist 6.12 und bietet Supprt bis 2026.
(Bild: Thomas Joos)

Linux 6.12 stellt den neuesten LTS-Kernel (LTS = Long Term Support) dar, der bis Dezember 2026 Updates erhält. Die Version bringt bedeutende Neuerungen in verschiedenen Bereichen und integriert Technologien, die den Kernel flexibler, leistungsfähiger und anwendungsfreundlicher machen.

Linux 6.12 für Real-Time-Anwendungen

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Integration von Echtzeitfähigkeiten. Der 'Mainline'-Kernel unterstützt nun Echtzeitanwendungen direkt, was vorher nur über spezielle Echtzeit-Kernel möglich war. Diese Erweiterung ist entscheidend für zeitkritische Anwendungen wie autonomes Fahren oder Medizintechnik, bei denen eine garantierte Reaktionszeit des Systems wichtig ist. Zudem sind die Echtzeitfeatures für Architekturen wie x86, ARM64 und RISC-V verfügbar, was die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert.

Im Bereich Grafiktreiber gibt es ebenfalls bedeutende Fortschritte. Für Intel-Grafikkarten wurde die Möglichkeit hinzugefügt, die Lüfterdrehzahl zu lesen, was insbesondere für Monitoring-Tools nützlich ist. Außerdem unterstützt der Kernel bereits die kommende „Intel-Battlemage“-Serie.

Auch bei AMD hat sich viel getan: Eine verbesserte Reset-Funktion ermöglicht es, nach einem GPU-Absturz das System ohne Neustart weiterzunutzen, und erste Features für die RDNA-4-Architektur wurden integriert.

RISC-V- und Longarch

Darüber hinaus bietet der Kernel verbesserte Unterstützung für RISC-V und die Longarch-Architektur, die vor allem in China Verbreitung findet. Dies stärkt die Open-Source-Strategie und fördert die Unabhängigkeit von proprietären Systemen. Für Notebooks und Handhelds wie das „Steam Deck“ sind diverse Sensordatenprotokollierungen verbessert worden, was die Nutzung moderner Geräte optimiert.

Eine weitere Neuerung ist der dynamische Scheduler Shedex. Dieser ermöglicht es, die Aufgabenverteilung auf Prozessorkerne während der Laufzeit zu optimieren. Damit entfällt die Notwendigkeit, den Kernel für spezifische Szenarien neu zu konfigurieren, was die Performance in unterschiedlichen Anwendungsszenarien wie Gaming oder produktiven Umgebungen verbessert.

Zusätzlich hat sich Bereich Visuelles einiges verbessert: Bei 'Kernel-Panics' etwa zeigt das System nun einen QR-Code an, der weiterführende Informationen liefert. Dies erleichtert die Fehlersuche erheblich, vor allem für Einsteiger, da die genaue Ursache eines Absturzes sofort ersichtlich wird.

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