Nur noch vier Jahre Zeit haben SAP-Anwender für die Migration auf „SAP S/4 HANA“. Dieser Druck sowie neue Lizenzierungsmodelle lassen das Geschäft der SAP-Beratungshäuser aufblühen, wie die Studie ‚ISG Provider Lens SAP Ecosystem Germany 2023‘ zeigt.
Heiko Henkes, Director und Principal Analyst bei ISG: „Jetzt kommt gezwungenermaßen Bewegung in den Markt.“ Mehr zum Thema erläutert er in der DataCenter-Diaries-Podast-Folge #20
In den S/4-HANA-Markt kommt zunehmend Bewegung, und deswegen stehen die Zeichen für SAP-Serviceanbieter auf Wachstum. Das berichtet die Studie „ISG Provider Lens SAP Ecosystem Germany 2023“, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Information Services Group veröffentlicht hat.
„Viele internationale SAP-Dienstleister haben ihre in Deutschland ansässige SAP-Workforce deutlich verstärkt“, berichtet Heiko Henkes, Director & Principal Analyst bei der Information Services Group (ISG).
(Bild: Information Services Group)
Laut den Ergebnissen wird Deutschland in den kommenden Jahren zum Hauptschauplatz für große SAP-Vorhaben. Ein Grund dafür sei der steigende Druck wegen der 2027 anstehenden Abkündigung der Standardwartung der Lösungen SAP ERP und SAP Business Suite.
Heiko Henkes, Director und Principal Analyst bei ISG, sagt: „Während deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahren eher abwartend reagiert haben, wenn es um die Migration in Richtung S/4 HANA ging, kommt jetzt gezwungenermaßen Bewegung in den Markt.“
In der Podcast-Folge #20 der „DataCenter Diaries“ hat sich ISG-Analyst Heiko Henkes mit Autor Jürgen Frisch über den Markt für SAP S/4 HANA unterhalten und was die Unternehmen bewegt, sich Unterstützung zu holen.
Er setzt hinzu: „Aussitzen lässt sich dieses Thema schließlich nicht.“ Die Serviceanbieter seien dabei gut auf die kommenden Bedarfe vorbereitet. „Wir beobachten übergreifend, dass die von uns untersuchten Service-Provider Lücken in ihren Portfolios schließen und sich die Leistungsumfänge der Servicekataloge der Anbieter inhaltlich immer weiter angleichen.“
46 SAP-Dienstleister in vier Quadranten im Vergleich
Die Studie bewertet die Fähigkeiten von insgesamt 46 Anbietern in vier Marktsegmenten (Quadranten): „SAP S/4 HANA System Transformation – Large Accounts”, „SAP S/4 HANA System Transformation – Midmarket“, „Managed Application Services for SAP ERP“ sowie „Managed Platform and Cloud Services for SAP ERP“.
Zehn SAP-Dienstleister konnten sich in der „ISG Provider Lens SAP Ecosystem Germany 2023“ im Leader-Quadranten des Marktsegments „Managed Application Services for SAP ERP“ positionieren.
(Bild: Information Services Group/ Telekom)
Die Studie stuft Eviden/Atos in vier Quadranten sowie Accenture, All for One Group, Capgemini und T-Systems in drei Quadranten als „Leader“ ein. Cognizant, Infosys, NTT DATA, TCS und Wipro werden in jeweils zwei Quadranten als „Leader“ bezeichnet. Arvato Systems, CANCOM, DATAGROUP, Devoteam, Fujitsu, Innovabee, Kyndryl und Syntax Systems sind „Leader” in je einem Marktsegment.
Zudem wird DXC Technology in zwei Segmenten als „Rising Star“ bezeichnet. Nach Definition von ISG handelt es sich dabei um Unternehmen mit vielversprechendem Portfolio und hohem Zukunftspotenzial. HCLTech, Infosys und LTIMindtree erhielten diese Auszeichnung in je einem Quadranten.
Die Studie „ISG Provider Lens SAP Ecosystem Germany 2023“ ist für Abonnenten und Einzelkäufer auf dieser Website erhältlich. Eine gekürzte Version der Studie steht bei T-Systems kostenlos zum Download zur Verfügung.
Ausbau branchenspezifischer Lösungspakete
Laut Studie bauen viele Anbieter ihre Partnerschaften zu SAP wie auch im Infrastrukturumfeld zu den großen Cloud-Anbietern teilweise deutlich aus. Dies führe zu einer Angleichung der Portfolios. Die Anbieter sollten laut ISG vor allem in der Lage sein, die eigenen Kompetenzen hinsichtlich branchenspezifischer und regionaler Herausforderungen deutlich zu machen.
Zu diesem Zweck würden sie zunehmend auf den Auf- und Ausbau branchenspezifischer Templates und Funktionspakete setzen. So würden anbieterseitig Ressourcen für nicht automatisierte Aktivitäten frei.
Um die wachsende Marktnachfrage nach Cloud-Angeboten für SAP zu bedienen, bauen SAP-Service-Anbieter laut Studie derzeit ihr Portfolio aus. Die Anwenderunternehmen würden gerade im SAP-Umfeld nach wie vor Private-Cloud-Angeboten Vorrang einräumen. Das von SAP gestartete Programm „Rise with SAP“ wird den ISG-Analysten zufolge eher zögerlich angenommen. Unabhängig davon hätten nahezu alle Anbieter ihr Service-Angebot für Rise erweitert.
Managed Cloud- und Managed Platform-Projekte legen zu
Im Zusammenhang mit RISE, aber auch unabhängig davon, beobachtet die ISG-Studie, dass im SAP-Umfeld die Anzahl sowie der Umfang an Managed-Cloud- und Managed-Platform-Projekten zunimmt. Dies wird sich den Analysten zufolge sogar noch deutlich verstärken, da sich Unternehmen zunehmend auf ihre eigene Wertschöpfung fokussieren und deshalb den Plattform-Betrieb abgeben wollen.
Stand: 08.12.2025
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Die in der Studie untersuchten Anbieter erweitern dementsprechend auch alle ihre Kapazitäten für Managed Cloud/ Platform Services. Dies erfolge sowohl funktional in ihren Portfolios als auch durch den Aufbau zusätzlicher Personalkapazitäten und durch automatisierte oder autonome Werkzeuge.
Nachhaltigkeit steckt noch in den Kinderschuhen
Auf dem deutschen SAP-Markt weiterhin sehr wichtig sei die lokale Präsenz der Serviceanbieter. „Viele der internationalen Anbieter haben ihre in Deutschland ansässige Workforce deshalb deutlich verstärkt und unterstützen diese durch international aufgestellte Funktionen“, sagt ISG-Analyst Henkes.
Ein relativ neues Thema im SAP-Umfeld verzeichnet der Anbietervergleich mit Blick auf Nachhaltigkeit. Viele Anbieter führten dieses Schlagwort bereits auf ihrer Agenda und hätten entsprechende Programme innerhalb ihrer Organisation gestartet. Geht es jedoch um die konkrete Unterstützung solcher Initiativen bei Kunden, würden viele Anbieter den Nachweis erfolgreicher Implementierungen mit messbaren Ergebnissen noch schuldig bleiben. Jürgen Frisch
„Viele internationale SAP-Dienstleister haben ihre in Deutschland ansässige SAP-Workforce deutlich verstärkt“, berichtet Heiko Henkes, Director & Principal Analyst bei der Information Services Group (ISG).