Verwaltungs-Tool nutzt Virtualisierung zum Aufbau von Testumgebungen

Im Test: Vmware Lab Manager 2.5.1 automatisiert das Erstellen von Testszenarien

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Um Schwierigkeiten im Betrieb zu vermeiden, empfiehlt der Hersteller, ESX-Server nicht gleichzeitig mit dem Lab Manager und Virtual Center zu verwalten, sondern zum Management dieser Systeme immer nur eine der beiden Lösungen einzusetzen. Darüber hinaus sollten der Lab Manager und der Virtual Center Server nicht auf dem gleichen Rechner installiert werden.

Der Lab Manager setzt den Windows Server 2003 mit Service Pack 1 oder neuer als Betriebssystem mit dem Dotnet-Framework 2.0 und dem IIS einschließlich ASP.NET voraus. Als Managed Server benötigt das System Installationen mit dem ESX-Server 3.0.1 oder 3.0.2, auf denen zusätzlich der Lab-Manager-Agent eingespielt wird. In diesem Test gehen wir lediglich auf die Installation des Agenten ein.

Zum Ablegen der Daten verlangt das System zusätzlich noch einen NFS- oder SMB-Speicher für die Mediendaten und einen NFS- oder einen VMFS-Speicher (Vmware Virtual Machine File System) für die virtuellen Maschinen.

Auf Hardware-Seite setzt der Lab Manager Server mindestens einen Pentium-III-Prozessor mit 550 MHz Taktfrequenz, 40 GByte Festplattenkapazität, 512 MByte RAM und einen Netzwerkanschluss voraus. Im Test installierten wir die Software auf einem Xeon-Prozessor-System mit acht GByte RAM und einer 500 GByte Harddisk. Die Software darf auf keinem Domänencontroller installiert werden, Vmware empfiehlt sogar, den Lab Manager auf einem System aufzusetzen, das kein Domänenmitglied ist, da Gruppenrichtlinien den einwandfreien Betrieb des Systems beeinträchtigen könnten.

Um eine nahtlose Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten sicher zu stellen, müssen die Administratoren vor dem Setup folgende Ports öffnen: vom Client-Browser zum Lab Manager Server Port 443 (TCP), vom Client-Browser zu den Managed-Servers Port 902 und 903 (TCP), vom Lab Manager Server und den Managed-Servers zum SMB-Speicher die Ports 139 und 445 (TCP) sowie die Ports 137 und 138 (UDP), von den Managed-Servers zu den NFS-Speichern Port 2049 (TCP) und vom Lab Manager Server zu den Managed-Servers Port 5212 (TCP). Sollte auf dem Lab Manager Server die Windows Firewall aktiv sein, so ergibt es Sinn, wenn die zuständigen Mitarbeiter außerdem dort den Zugriff auf Port 514 (TCP) freigeben.

Die eigentliche Installation läuft dann so ab, dass die Verantwortlichen zuerst auf dem ESX-System den Lab-Manager-Agenten einspielen und dann den Server aufsetzen. Beim Setup des Agenten müssen die Administratoren zunächst sicherstellen, dass der Hostname des ESX-Servers über DNS auflösbar ist (auch reverse) und dass mindestens ein virtueller Switch für virtuelle Maschinen mit einer aktiven Netzwerkanbindung verknüpft wurde. Falls ein NFS-Share zum Speichern der Virtual Machines (VMs) zum Einsatz kommt, so sollte zusätzlich auch noch das VM-Kernel-Network für NFS-Speicher konfiguriert werden. Dieser Schritt läuft über den Virtual-Infrastructure-Client (VI Client) unter Networking in der Hardware-Sektion ab und wird im Detail im Handbuch beschrieben.

Sobald die Grundvoraussetzungen erfüllt sind, reicht es, wenn sich der Administrator als „root“ beim ESX-Server anmeldet, die Agenten-Installationsdatei auf den entsprechenden Rechner kopiert und dann die Setup-Routine aufruft. Diese fragt zunächst nach einem Benutzernamen und einem Passwort. Über dieses Konto wird später der Zugriff über den Lab Manager ablaufen. Anschließend fällt nur noch die Aufgabe an, einen virtuellen Netzwerk-Switch für die VMs auszuwählen, dann läuft das Setup durch.

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