In einem Mainframe, hier zEC12, ist alles, wo es hingehört.
(Bild: IBM)
Im Jahr 2010 stellte IBM einen Hybrid-Computing-Ansatz mit der Vorstellung des IBM zEnterprise Systems und der „IBM zEnterprise Bladecenter Extension“ (zBX) vor, um Unternehmen den konsolidierten, integrierten Einsatz von Workloads über Mainframe, „Power7“- und „System x“-Server hinweg zu ermöglichen.
Bis heute hat IBM über 150 zBX-Einheiten mit 1.100 Blade-Servern an Kunden ausgeliefert. Mit der Software „zEnterprise Unified Resource Management“ lassen sich diese verschiedenen Ressourcen als ein einzelnes virtualisiertes System verwalten. Mittlerweile ist die aktuelle Version „zBX 002“
Mit zEC12 kommt das Modell „zBX 003“. Dieses erweitert die Möglichkeit für Kunden, integrierte und dynamische Workloads zu betreiben. Wie sein Vorgänger enthält das aktuelle zBX Spezialprozessoren für spezifische Workloads wie die IBM Websphere DataPower Integration Appliance „XI50 for zEnterprise“, „IBM DB2 Analytics Accelerator“ und ausgewählte IBM Bladecenter-Server.
Nach IBM-Berechnungen kann die Konsolidierung disparater Systeme auf zEC12 kann die TCO eines Kunden um bis zu 55 Prozent gegenüber verteilten Rechenzentrumsressourcen verbessern (siehe: Kasten 2).
Ohne doppelten Boden
Bis jetzt müssen Rechenzentren, die einen Mainframe beherbergen, mit Doppelboden ausgestattet sein. Das erübrigt sich mit zEC12 – „zum ersten Mal überhaupt bei einem IBM Highend-Mainframe“, betont der Hersteller. Denn in Zukunft können Kabel auch von oben den Rechner mit Strom versorgen. Bisher waren die Overheas-Trägersysteme den Netzwerlleitungen vorbehalten.
Letztlich erhalten die Kunden mher Flexibilität bei der Auswahl des Einsatzortes eines Mainframes. Laut Roland Trauner, IBM System z Brand Manager, sei das insbesondere ein Thema in den sogenannten „Emerging Markets“, in denen das System z-Geschäft um 11 Prozent im 2. Quartal 2012 gewachsen ist. Doch auch hierzulande dürfte sich mancher RZ-Betreiber freuen, der in zuvor anders genutze Räume umzieht.