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IBM bekommt einen neuen Mainframe - zEnterprise EC12

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zEC12 baut Hybrid Computing aus

In einem Mainframe, hier zEC12, ist alles, wo es hingehört.
In einem Mainframe, hier zEC12, ist alles, wo es hingehört.
(Bild: IBM)
Im Jahr 2010 stellte IBM einen Hybrid-Computing-Ansatz mit der Vorstellung des IBM zEnterprise Systems und der „IBM zEnterprise Bladecenter Extension“ (zBX) vor, um Unternehmen den konsolidierten, integrierten Einsatz von Workloads über Mainframe, „Power7“- und „System x“-Server hinweg zu ermöglichen.

Bis heute hat IBM über 150 zBX-Einheiten mit 1.100 Blade-Servern an Kunden ausgeliefert. Mit der Software „zEnterprise Unified Resource Management“ lassen sich diese verschiedenen Ressourcen als ein einzelnes virtualisiertes System verwalten. Mittlerweile ist die aktuelle Version „zBX 002“

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Der Mainframe-Absatz und die -Vorteile

Im Jahr 2010 erfolgte eine Revolution: Der Monolith wurde zu einem „Muli-Plattform-Computer“ – das Mainframe-Management übernimmt auch die Verwaltung von verteilten Systemen. Bis jetzt hat IBM 150 zBX-Units mit mehr als 1.100 Blade-Servern ausgeliefert.

Rund 1 Milliarde Dollar aus einem Forschungs- und Entwicklung-Etat von rund 6 Milliarden steckt IBM in die Entwicklung. Zusammen mit Software und Services berechnen Analysten ein potenzielles Marktvolumen von 25 bis 30 Milliarden Dollar.

Offenbar lässt sich das Abschöpfen dieses Potenzials gut an: im Jahr 2001 kamen rund 1.500 neue Anwendungen oder Upgrades für z/OS und Linux on System z sowie mehr als 100 ISV-Partner hinzu. Auch den Kundenbestand konnte IBM erweitern; 142 neue Accounts zählt IBM, 51 davon in den Wachstumsmärkzen Asiens und Latein-Amerikas sowie Russland.

Mittlerweile nutzen 96 von 100 der größten Banken System z. Das Mainframe-Umsatzwachstum beläuft sich auf 11 Prozent, wenn das 2. Quartal 2012 mit dem den Vorjahres verglichen wird.

Die Vorteile des Mainframe-Computing:

Mainframe-Kunden sparen, sagt IBM, zum Beispiel bei den Lizenzkosten: Konsolidierung könne etwa die Kosten für Oracle-Lizenzen halbieren.

Einsparen lässt sich auch der Arbeits-, Energie- und Entwicklungsaufwand, wenn Datenbank-Anwendungen nicht mehr auf verteilten Intel-Nehalem-Server laufen sondern auf Linux für System z – 70 bis 80 Prozent.

Nach einer Untersuchung von Forrester Research ein Unternehmen des produzierende Gewerbes zehnmal mehr ausgeben für Lizenzen, Support, Hardware, Management und Security ausgeben müssen, wenn es statt Mainframes verteilte Systeme nutzen würde.

Außerdem habe das Unternehmen 60 Prozent der Ausgabe für das Kühlen und 50 Prozent für Rechenzentrumsraum gespart. Die Analysten von Rubin International bestätigen diesen Trend.

Mit zEC12 kommt das Modell „zBX 003“. Dieses erweitert die Möglichkeit für Kunden, integrierte und dynamische Workloads zu betreiben. Wie sein Vorgänger enthält das aktuelle zBX Spezialprozessoren für spezifische Workloads wie die IBM Websphere DataPower Integration Appliance „XI50 for zEnterprise“, „IBM DB2 Analytics Accelerator“ und ausgewählte IBM Bladecenter-Server.

Nach IBM-Berechnungen kann die Konsolidierung disparater Systeme auf zEC12 kann die TCO eines Kunden um bis zu 55 Prozent gegenüber verteilten Rechenzentrumsressourcen verbessern (siehe: Kasten 2).

Ohne doppelten Boden

Bis jetzt müssen Rechenzentren, die einen Mainframe beherbergen, mit Doppelboden ausgestattet sein. Das erübrigt sich mit zEC12 – „zum ersten Mal überhaupt bei einem IBM Highend-Mainframe“, betont der Hersteller. Denn in Zukunft können Kabel auch von oben den Rechner mit Strom versorgen. Bisher waren die Overheas-Trägersysteme den Netzwerlleitungen vorbehalten.

Letztlich erhalten die Kunden mher Flexibilität bei der Auswahl des Einsatzortes eines Mainframes. Laut Roland Trauner, IBM System z Brand Manager, sei das insbesondere ein Thema in den sogenannten „Emerging Markets“, in denen das System z-Geschäft um 11 Prozent im 2. Quartal 2012 gewachsen ist. Doch auch hierzulande dürfte sich mancher RZ-Betreiber freuen, der in zuvor anders genutze Räume umzieht.

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