Workshop: Nicht benötigte Server-Ressourcen für X-Anwendungen auf Microsoft-Clients nutzen Hohe Produktivität im heterogenen Netz

Autor / Redakteur: Götz Güttich / Florian Karlstetter

In vielen Unternehmensnetzen laufen Linux- oder Unix-Server für Aufgaben wie das Bereitstellen von Web- oder Datenbank-Diensten. Diese Rechner sind selten ganz ausgelastet und könnten durchaus noch für andere Tätigkeiten herangezogen werden. Unser Workshop zeigt, wie Administratoren beliebige X-Anwendungen auf ihren Unix-Servern laufen lassen und ohne weitere Investitionen von Windows-Clients aus nutzen können.

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Das praktische an X-Apps ist die Tatsache, dass man hierfür keine Remote-Zugriffssoftware wie NX oder VNC benötigt und dass die Applikationen auf den Clients wie ganz normale Windows-Programme in ihrem eigenen Fenster erscheinen.

Das X-Window-System, das auf praktisch allen Unix-Systemen und Unix-ähnlichen Plattformen (BSD, Linux, etc.) zum Einsatz kommt, ist netzwerkfähig. Das bedeutet, dass sich Anwendungen ohne Probleme auf einem System betreiben und auf einem anderen anzeigen lassen. Zum Anzeigen braucht der Zielrechner lediglich einen X-Server, der die lokale Darstellung der Applikationen übernimmt.

Da Unix-Systeme in der Regel mit installierten X-Servern arbeiten, gibt es beim Austausch von Anwendungen unter ihnen keinerlei Schwierigkeiten. Soll ein Windows-Client zum Einsatz kommen, sind jedoch einige Vorarbeiten erforderlich.

Zunächst müssen Sie auf Ihrem Zielsystem einen X-Server für das Microsoft-Betriebssystem installieren und starten. Es gibt eine ganze Reihe von X-Servern für Windows, in diesem Workshop verwenden wir die Software „Xming“, schlicht und einfach deswegen, weil es davon ein kostenloses „Public Release“ gibt. Wenn Sie dieses aus dem Internet heruntergeladen haben, rufen Sie die Installationsroutine auf und spielen die Software – wie unter Windows üblich – mit der Hilfe eines Wizards ein.

weiter mit: Verbindung mit dem Unix-System herstellen

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