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Telnet-Verbindungen
Unter Telnet läuft die Verbindungsaufnahme ähnlich ab. Aufgrund der Unsicherheit dieses Protokolls sollten Sie Telnet aber wirklich nur dann verwenden, wenn es gar nicht anders geht. Installieren Sie zunächst einen Telnet-Server auf dem Unix-Rechner. Das geht unter Ubuntu über die Befehlsfolge
apt-get install telnetd/etc/init.d/openbsd-inetd restart
unter Redhat-Enterprise-Linux verwenden Sie statt dessen
yum install telnet-server
Im nächsten Schritt tragen Sie im Xming-Verzeichnis auf dem Client in die Datei „X0.hosts“ den Namen oder die IP-Adresse Ihre Unix-Systems ein, damit dieses die Berechtigung erhält, auf Ihrem Windows-Rechner den X-Server anzusprechen. Öffnen Sie nun unter Windows die Eingabeaufforderung, stellen Sie sicher dass Xming aktiv ist und führen Sie dann in der Kommandozeile den Befehl
telnet {IP-Adresse des Unix-Systems}
aus. Loggen Sie sich dann auf dem Server ein. Da wir hier kein X11-Forwarding definiert haben, müssen wir der Applikation beim Start mitteilen, auf welchem Display sie ihr Fenster anzeigen soll. Das geht über „{Applikationsname} -display {IP-Adresse des Zielsystems}:{Screen Adresse}, also zum Beispiel
xeyes -display 192.168.1.11:0.0
Um mit dem Xming-Server zu kommunizieren können Sie in der Grundkonfiguration als Screen-Adresse parktisch immer „0.0“ nehmen. Wenn Sie möchten, dass der Server alle X-Applikationen ohne Angabe des Displays stets auf Ihrem System öffnet, so müssen Sie die Display-Variable fest setzen. Mit der bash geht das beispielsweise folgendermaßen:
export DISPLAY=192.268.1.11:0.0
Danach öffnet sich – wie schon zuvor bei den SSH-Verbindungen – jedes neue X-Programmfenster auf Ihrem Windows-Desktop. Der Weg mit der Display-Variable funktioniert übrigens immer, auch bei SSH-Verbindungen bei denen der SSH-Server das oben erwähnte X11-Forwarding mit Putty nicht unterstützt.
Wenn Sie wollen, können Sie auch mit dem Xming-Tool „Xlaunch“ Verknüpfungen definieren, die automatisch eine SSH-Verbindung öffnen und eine zuvor festgelegte Anwendung starten. Dazu steht ein Wizard bereit, der erst einmal wissen möchte, ob Xming im Fenstermodus, als Full-Screen-Applikation oder ähnliches laufen soll. Danach fragt er nach dem zu startenden Programm, den Login-Informationen beim Server und ein paar anderen Informationen. Zum Schluss bietet er an, die Verbindung abzuspeichern. Sie steht dann auf dem Client-System zur Verfügung.
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