Prognose von Gartner Weltweite IT-Ausgaben sollen um 4,3 Prozent steigen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass die weltweiten IT-Ausgaben im laufenden Jahr um 4,3 Prozent zunehmen. Dies wird vor allem auf steigende Ausgaben für Automatisierung und Effizienzsteigerung zurückgeführt. Generative KI hat laut der Prognose noch keine signifikanten Auswirkungen.

Laut Gartner werden die IT-Ausgaben im laufenden Jahr um rund 4,3 Prozent zulegen.(Bild:  tstokes /  Pixabay)
Laut Gartner werden die IT-Ausgaben im laufenden Jahr um rund 4,3 Prozent zulegen.
(Bild: tstokes / Pixabay)

Die erwarteten 4,3 Prozent Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entsprechen einem Gesamtmarktvolumen in Höhe von 4,7 Billionen Dollar. Laut Gartner scheitern CIOs immer noch daran, ausreichend IT-Fachkräfte für ihre Unternehmen zu gewinnen. Stattdessen verlagern sie sich auf den Einsatz von Technologien, die für Automatisierung und Effizienzgewinne sorgen. Auf diese Weise lässt sich Unternehmenswachstum auch mit weniger Mitarbeitern realisieren.

„Digitale Geschäftstransformationen beginnen sich zu verändern“, erklärt John-David Lovelock, Distinguished Vice President Analyst von Gartner. IT-Projekte würden demnach von externen Zielsetzungen wie Umsatz oder Kundenerfahrungen mehr zu internen Maßnahmen wie etwa Optimierungsbestrebungen übergehen.

Software boomt, Geräte schwächeln

Laut den Zahlen der Marktforscher wird das Software-Segment im laufenden Jahr ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Wie Gartner berichtet, setzen Unternehmen und Organisationen zunehmend auf grundlegende Applikationen und Plattformen, die Effizienz-Zuwächse versprechen. Dazu zählen etwa ERP- („Enterprise Resource Planning“) und CRM-Anwendungen („Customer Relationship Management“). Steigende Anbieterpreise sollen die Software-Ausgaben im aktuellen Jahr zusätzlich antreiben.

Während der Gesamtausblick bezüglich der Ausgaben für die Unternehmens-IT positiv ist, gehen die Ausgaben für Geräte im Jahr 2023 voraussichtlich um 8,6 Prozent zurück. Gartner nennt vor allem den anhaltenden Einfluss der Inflation auf die Kaufkraft als Grund dafür.

„Das Gerätesegment erlebt eine der schlechtesten Wachstumsphasen aller Zeiten“, meint Lovelock. Trotz leichten Inflationsrückgangs in manchen Regionen würden makro-ökonomische Faktoren immer noch die Ausgaben negativ beeinflussen und zudem Modernisierungszyklen verlängern. Die Marktforscher erwarten in diesem Bereich eine Rückkehr zu Wachstumswerten wie 2021 nicht vor dem Jahr 2026.

Ausgaben 2022 Wachstum 2022 Ausgaben 2023 Wachstum 2023 Ausgaben 2024 Wachstum 2024
Datacenter-Systeme 221.223 Mio. Dollar 16,6% 217.880 Mio. Dollar -1,5% 235.530 Mio. Dollar 8,1%
Geräte 766.279 Mio. Dollar -6,3% 700.023 Mio. Dollar -8,6% 748.150 Mio. Dollar 6,9%
Software 803.335 Mio. Dollar 10,3% 911.663 Mio. Dollar 13,5% 1.039.175 Mio. Dollar 14,0%
IT Services 1.305.699 Mio. Dollar 7,5% 1.420.905 Mio. Dollar 8,8% 1.585.373 Mio. Dollar 11,6%
Communications Services 1.423.075 Mio. Dollar -1,9% 1.461.662 Mio. Dollar 2,7% 1.517.877 Mio. Dollar 3,8%
Gesamt IT-Ausgaben 4.519.610 Mio. Dollar 2,7% 4.712.133 Mio. Dollar 4,3% 5.126.105 Mio. Dollar 8,8%

Generative KI kommt Huckepack

Generative KI ist für viele Unternehmen zwar ein absolutes Trendthema, zeigt aber noch keine signifikanten Auswirkungen auf die IT-Ausgaben. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die Technologie langfristig über bereits bestehende Investitionen in den Unternehmen Einzug hält.

„Für generative KI ist die beste Zugangsmöglichkeit in den Markt über Software, Hardware und Service, die bereits von Organisationen genutzt werden“, unterstreicht Lovelock. Jedes Jahr würden neue Funktionen in Form von Add-ons oder Upgrades ergänzt werden. „Die meisten Unternehmen werden generative KI langsam und kontrolliert über Updates von Tools einführen, die bereits in ihren IT-Budgets enthalten sind“, so der Gartner-Analyst.

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