Um Stromkosten im Unternehmen zu senken oder die Energieeinstellungen von Windows-PCs zu verbessern, können Administratoren Gruppenrichtlinien und Skripte nutzen. Der Text zeigt einige Möglichkeiten auf.
Thomas Joos hält ein paar Tricks bereits, wie sich der Energieverbrauch auf Windows-Rechnern drosseln lässt.
(Bild: sbp321/Fotolia.com)
Geht es um die Konfiguration von Energie-Einstellungen auf PCs mit Windows 7/8 und bald auch Windows 9, verwenden die meisten Administratoren und Anwender lokale Einstellungen und den Bereich Energie-Optionen in der Systemsteuerung. Dieser ist am schnellsten zu finden, wenn nach Energie im Suchfeld des Startmenüs oder der Startseite in Windows 8.1 gesucht wird.
Abbildung 1: Energie-Einstellungen können Administratoren und Anwender in der Systemsteuerung vornehmen.
(Bild: Thomas Joos)
Allerdings muss hier jeder Anwender selbst Einstellungen vornehmen, was ineffizient und unzuverlässig ist. Alternativ lässt sich das Fenster auch direkt mit powercfg.cpl öffnen, zum Beispiel zusammen mit einem Anmelde-Skript in dem Anwender aufgefordert werden, selbst die Einstellungen zu überprüfen.
In diesem Bereich lassen sich einige selbst erklärende Einstellungen vornehmen und Energiepläne erstellen. Nachfolgend geht es um verschiedene Möglichkeiten, die Windows 8.1 bietet. Einige, aber nicht alle diese Funktionen bietet auch Windows 7. Die meisten Einstellungen die hier zur Verfügung stehen, lassen sich auch über Gruppenrichtlinien setzen.
Energie-Einstellungen in der Befehlszeile und mit Skripten steuern
Viele Energie-Einstellungen können Administratoren besser über Gruppenrichtlinien oder Skripte steuern. Das hat den Vorteil, dass die Rechner identische Einstellungen bekommen, die Konfiguration schneller abgeschlossen ist und nicht so lange dauert. Außerdem lässt sich über diesen Weg der Energieverbrauch im Unternehmen durchaus signifikant verringern.
Abbildung 2: Administratoren können einen Bericht über den Energieverbrauch eines Rechners in der Befehlszeile erstellen.
(Bild: Thomas Joos)
Administratoren können auch mit dem Befehlszeilen-Tool powercfg.exe Einstellungen in Windows ändern und in erster Linie Abfragen bezüglich des Energieverbrauchs vornehmen. Diese Daten lassen sich dann wiederum über Gruppenrichtlinien bestens umsetzen. Um in Windows 8.1 den Stromverbrauch einzelner Komponenten und Programme in einem Bericht festzuhalten, gehen Admins folgendermaßen vor:
1. Sie starten eine Eingabe-Aufforderung mit Administratorrechten. Dazu suchen sie auf der Startseite nach cmd und starten das Programm über das Kontextmenü mit Administratorrechten.
2. Sie wechseln in ein Verzeichnis für das sie Schreibrechte haben, zum Beispiel in das Verzeichnis C:\temp. Ist es nicht vorhanden, wird es vom Admin erstellt.
3. Sie geben in der Eingabeaufforderung den Befehl ein:
powercfg /energy
4. Windows 8.1 erstellt jetzt einen HTML-Bericht und gibt zusätzlich an, in welchem Ordner der Bericht gespeichert wurde.
5. Den Bericht können sie sich anschließend in einem Browser anzeigen lassen. Er enthält wertvolle Tipps, wie Sie Ihr Notebook für einen möglichst langen Betrieb konfigurieren können.
Abbildung 3: Den Bericht zum Energieverbrauch können Administratoren auch für die Analyse verwenden um Einstellungen zu verbessern.
(Bild: Thomas Joos)
Über die Befehlszeile lässt sich außerdem in Erfahrung bringen, welche Geräte einen PC aus dem Ruhezustand oder dem Energiesparmodus aufwecken dürfen. Dazu geben Administratoren in der Befehlszeile den folgenden Befehl ein:
powercfg.exe -devicequery wake_armed
Die Einstellungen dazu sind jeweils im aktivierten Energiesparplan zu finden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch der Befehl powercfg.exe -a. Dieser zeigt an, welche Energiespar-Modi auf dem Server/PC zur Verfügung stehen.
Abbildung 4: In der Befehlszeile können Administratoren umfassende Informationen zu den Stromsparfunktionen von Windows in Erfahrung bringen.
(Bild: Thomas Joos)
Diese Daten lassen sich dann wiederum für Gruppenrichtlinien nutzen. Administratoren können die Daten über Skripte sammeln lassen, die mit dem Befehl hostname noch den Namen des PCs erfassen. Die Daten lassen sich dann auch in Netzwerkfreigaben sammeln.
Für PCs mit Windows 7 ist noch der Ruhezustand interessant. Dieser muss ebenfalls erst in der Befehlszeile mit powercfg.exe -h on|off] ein oder ausgeschaltet werden. Dabei wird die Datei hiberfil.sys angelegt, in welcher beim Herunterfahren der Inhalt des Arbeitsspeichers geschrieben werden kann.
In Windows 8.1 macht der Einsatz keinen Sinn mehr, da hier der Hybridmodus verwendet wird, der automatisch bestimmte Daten des Arbeitsspeichers auf der Festplatte speichert.
Energie-Einstellungen für Windows-PCs konfigurieren
Sollen Energie-Einstellungen für Rechner gesetzt werden, bietet es sich an diese auf Ebene von Gruppenrichtlinien durchzuführen und für diese Einstellungen ein eigenes Gruppenrichtlinien-Objekt zu verwenden. Das hat den Vorteil, dass hier übersichtlich alle Einstellungen gebündelt vorgenommen werden können.
Abbildung 5: In den Gruppenrichtlinien können Administratoren für mehrere Rechner gleichzeitig einen Energiesparplan konfigurieren.
(Bild: Thomas Joos)
Die wichtigsten Einstellungen dazu sind im Bereich Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Energieverwaltung zu finden. Neben den verschiedenen Unterordnern zum Konfigurieren der Energieeinstellungen können Administratoren hier auf allen PCs einen Energiesparplan aktivieren, zum Beispiel den Sparplan Energiesparmodus. Die weiteren Einstellungen in diesem Bereich sind weitgehend selbsterklärend.
Stand: 08.12.2025
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Hier besteht auch die Möglichkeit benutzerdefinierte Energiesparpläne auf den Rechnern zu erstellen und zu verwenden. Dazu steht die Option Benutzerdefinierten aktiven Energiesparplan festlegen zur Verfügung. Damit sich diese aber nutzen lassen, muss erst die GUID des entsprechenden Energiesparplans bekannt sein.
Diese erfahren Administratoren mit dem Befehl powercfg /list in der Eingabeaufforderung des Rechners. Wie Energiespläne erstellt werden, zeigen wir im nächsten Abschnitt des Artikels.
Group Polic Preferences für die Einstellungen nutzen
Mit den Group Policy Preferences können Administratoren über Gruppenrichtlinien Einstellungen auf den Windows-PCs so abändern, dass diese direkt in der Oberfläche des entsprechenden Rechners angezeigt werden. Hier stehen quasi über die Gruppenrichtlinie die gleichen Möglichkeiten und eine ähnliche Oberfläche zur Verfügung, wir auf den Client-PCs.
Abbildung 6: Über Gruppenrichtlinien und den Weg über Group Policy References können Administratoren auch Energiesparpläne auf den angebundenen PCs erstellen.
(Bild: Thomas Joos)
Die Einstellungen, die Administratoren hier vornehmen, können Anwender aber jederzeit wieder anpassen. Hier sind die Einstellungen über Einstellungen\Systemsteuerungseinstellungen\Energieoptionen zu finden. Vorteil der Group Policy Preferences ist die Möglichkeit schnell und einfach eigene Energiesparpläne zu erstellen und diese zuweisen zu können. Diese lassen sich auch parallel mit anderen Gruppenrichtlinien nutzen.