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IBM setzt auf Linux für den Mainframe
IBM feiert seit der CeBIT den 50. Geburtstag seiner Mainframes und sieht sie auch für die kommenden Jahre gut gewappnet (siehe: Links). „Die größten Veränderungen finden bei der Software statt“ beschreibt Roland Trauner, IBM Mainframe Platform Brand Manager, aktuelle und zukünftige Entwicklungen. So hat der Hersteller erst kürzlich die Softwarelösung „Wave for z/VM“ angekündigt, ein „Virtualisierungs-Management-Werkzeug für IBM z/VM- und Linux-basierte virtuelle Server“.

Die Technik für Wave kam durch die Übernahme des Unternehmens CSL International ins blaue Haus. Laut Produktbeschreibung erleichtert Wave „ Tasks in z-basierten Linux-Umgebungen durch Automation, intelligente Visualisierung, vereinfachtes Monitoring und einheitliche Management-View“. Das Programm soll policy-basiertes Provisionieren von virtuellen Servern ermöglichen und weit skalieren.
Laut IBM können Administratoren die Zeit für Verwaltungsaufgaben um mehr als 50 Prozent verringern. Spezielle Großrechnerkenntnisse bedarf es nicht; das Programm ist ein Frontend für „Linux“ auf dem Mainframe.
Linux auf dem Mainframe ist ein Renner
Profitieren sollen vor allem Cloud-Lösungen und Linux-Instanzen, die sich damit schneller einrichten lassen. Immerhin nutzen laut IBM 78 der 100 größten Mainframe-Anwender Linux auf „System z“.

Gerade Linux eröffnet dem Mainframe neue Anwendungsgebiete, das freut auch IBM. Mit „Worklight Studio“ etwa lassen sich – unter Linux – mobile Applikationen erstellen, ablaufen und verwalten. „IBM connect“ nennt sich das Programm für social Netzwerke und die Zusammenarbeit im Unternehmen.
IBM nutzt das Programm auch intern zur Kommunikation und zum Datenaustausch, weil es relativ sicher ist und den Zugriff natürlich auch von unterwegs aus gestattet. Auch für Analyse-Aufgaben taugt der Mainframe – und zwar mit oder auch ganz ohne Data Warehouse. „Heute fehlt für die Analyse die Zeit, um die Daten aufzubereiten. Man nutzt die Transaktionen für die Analyse“, beschreibt Trauner die Entwicklung.
Die neue Hardware
Für all diese neuen Aufgaben bedarf es auch Verbesserungen in der Hardware. Derzeit arbeitet IBM an der nächsten Maschine, die vermutlich im kommenden Jahr vorgestellt wird mit den „üblichen Steigerungen bei der Kapazität“, erwartet der Manager.

Allerdings dürfte IBM dann erstmals Prozessoren mit simultanem Multithreading einsetzen, wo eine CPU gleichzeitig zwei Arbeitsschlangen bedienen kann. „Das bringt 30 bis 40 Prozent mehr Leistung“, erwartet Trauner. Genutzt werden kann die Zusatzpower dann vielleicht für mehr Sicherheit, denn End-to-End-Verschlüsselung steht bei den Anwendern ziemlich weit oben auf der Wunschliste.
Die Autorin:
Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.
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