Der Trend hin zur Cloud und hybriden Umgebungen ist ungebrochen und sorgt für höhere Effizienz und flexible Leistungsreserven. Allerdings macht diese Entwicklung auch die Überwachung der Umgebungen, Anwendungen und Prozesse komplizierter. Observability-Lösungen setzen an dieser Stelle an und sorgen für detaillierte Einblicke in die gesamte IT-Architektur.
Insbesondere bei verteilten Anwendungen helfen die Metriken von Observability-Lösungen dabei, potenzielle Probleme ausfindig zu machen.
Der Begriff Observability (sinngemäß „Beobachtbarkeit“) bezeichnet die Möglichkeit, den internen Zustand eines Systems anhand der von ihm bereitgestellten Informationen zu messen und zu beurteilten. Bei diesen Informationen kann es sich beispielsweise um Logs, Metriken oder Traces handeln. Sie fassen die in der IT-Umgebung bereitgestellten Sensordaten zusammen, die wiederum Ereignisse, Messwerte und andere Vorgänge abbilden.
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Auf dieser Grundlage ermöglichen Observability-Systeme einen jederzeit aktuellen Einblick in sämtliche Systeme und die gesamte IT-Architektur. Die Bezeichnung „Observability“ selbst geht auf die Systemsteuerungstheorie zurück. Bereits 1960 nutzte der US-Wissenschaftler Emil Kalman den Begriff zur Beschreibung mathematischer Kontrollsysteme. Mit der Überwachung moderner IT-Umgebungen hatte das allerdings nur wenig zu tun.
Mehr als nur ein anderer Fachbegriff
Observability hat einen ganz konkreten Einsatzzweck: Entsprechende Lösungen sollen einen Echtzeiteinblick in Systeme und Anwendungen gestatten und dabei Flaschenhälse, Performance-Probleme und andere Schwachstellen aufzeigen. Dies ist insbesondere in den heute üblichen Cloud-nativen verteilten Systemen von Bedeutung, die zudem auf Microservices, Containerisierung und Serverless-Architekturen setzen.
Klassische Monitoring-Systeme stoßen hier schnell an ihre Grenzen, da sie die zahlreichen Prozesse, Kommunikationswege und Abhängigkeiten nur schlecht oder gar nicht abbilden können. Aus diesem Grund ist Observability kein Synonym für Monitoring. Auch der Vorwurf, nur eine andere Bezeichnung für Anwendungsleistungsüberwachung („ApplicationPerformance Monitoring“, APM) oder Netzwerkleistungsmanagement („Network Performance Monitoring“, NPM) zu sein, trifft nicht wirklich zu.
Tatsächlich sind Observability-Lösungen eine Weiterentwicklung all dieser Verfahren, die der dynamischen Natur heutiger IT-Umgebungen besser gerecht wird. Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, um die Ursache von Problemen zu ermitteln und deren schnelle Behebung zu ermöglichen. Klassisches Monitoring überwacht dagegen einzelne Faktoren wie Systemstatus, Verhalten, Anomalien und Messwerte, überlässt deren Auswertung und Interpretation aber dem Anwender. Dies lässt in komplexen Umgebungen durchaus Raum für Fehlinterpretationen.
Immer alles im Blick
Um einen umfassenden Einblick zu geben, korrelieren Observability-Systeme alle verfügbaren Informationen und werten diese anschließend automatisiert und intelligent aus. Auf diese Weise lassen sich Muster und Beziehungen auch in unterschiedlichen Datenstrukturen identifizieren. Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning leisten dabei wertvolle Unterstützung.
Die Ergebnisse werden anschließend in interaktiven Dashboards dargestellt. Zusammenhänge und Folgen für die gesamte Umgebung lassen sich dadurch komfortabel erfassen und Problemlösungen gezielt in Angriff nehmen.
Auch Entwickler und DevOps-Team profitieren vom Einsatz von Observability-Lösungen: Sie erhalten jederzeit einen genauen Überblick über den internen Zustand einer Anwendung. Zudem können sie die Anwendungsperformance auch in verteilten, komplexen Umgebungen zuverlässig überwachen. Auftretende Probleme lassen sich präzise angehen und die Auswirkungen des Debuggings sofort überprüfen.
Observability-Lösungen können darüber hinaus Probleme und Fehlerquellen enttarnen, die bislang völlig unbekannt waren und möglicherweise außerhalb des gewohnten Suchradius von Entwicklern oder DevOps liegen. Da sich Observability-Systeme bereits in frühen Phasen der Softwareentwicklung nutzen lassen, ist frühzeitige Fehlerbehebung möglich. Auswirkungen auf Kunden oder Service Level Agreements (SLAs) werden so vermieden.
Unterm Strich kommt der Observability-Einsatz aber dem gesamten Unternehmen zugute: Der vollständige und tiefgehende Überblick über die gesamte IT-Architektur und deren Performance lässt sich abteilungsübergreifend nutzen. Er ermöglicht jederzeit datengetriebene Entscheidungen und Maßnahmen auf Basis aktueller Informationen. Fehlerquellen und Ausfälle werden effizient reduziert, das Kundenerlebnis optimiert und damit letztlich auch die Geschäftsergebnisse verbessert.
Stand: 08.12.2025
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