Matomo Web Analytics für Cloud und On-Premise Datenhoheit, Funktionsabdeckung und Preislogik ohne Sampling

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Das Werkzeug „Matomo“ liefert Web und App Analytics ohne Sampling und ordnet Messdaten dem eigenen Datenbestand zu. Cloud und On-Premise decken denselben Analyse-Stack ab, unterscheiden sich aber bei Hosting, Speicherort und Betriebsverantwortung. Preise koppeln sich an monatliche Hits und optionale Add-ons.

„Matomo“ bietet Web Analytics für Cloud und on-premises. (Bild:  Thomas Joos)
„Matomo“ bietet Web Analytics für Cloud und on-premises.
(Bild: Thomas Joos)

Matomo verarbeitet Analytics-Daten als vollständigen Datenstrom ohne Stichprobenlogik und setzt damit auf eine Auswertung über das gesamte erfasste Traffic-Volumen. Die Plattform verbindet Besucherprofile, Akquisitionsanalyse, Verhaltensauswertung und Conversion-Modelle in einem gemeinsamen Berichtssystem. Die Software ordnet Interaktionen Sitzungen zu, bildet Ziele, Funnels und Kohorten ab und führt Multi-Channel-Attribution in die Standardauswertung ein.

Ergänzende Analysebausteine decken Heatmaps, Session Recordings, Form Analytics, A-B-Testing, Media Analytics, SEO Keywords sowie Paid Ads Performance ab. Ein Tag Manager ergänzt die Erfassungsebene und koppelt Tracking-Regeln an Container-Strukturen.

Importfunktionen übernehmen historische Daten aus „Google Analytics“, so dass Vergleiche über Zeiträume erhalten bleiben. Custom Reports, Roll-Up Reporting und APIs integrieren Reporting in externe Systeme und interne Portale. Integrationen decken breite Ökosysteme ab, inklusive Log Analytics, HTTP Analytics API und HTTP Tracking API sowie Widgets für Export und Einbettung.

Hosting-Modell und Datenablage

Matomo läuft als Cloud-Variante oder als On-Premise-Installation. Beide Wege zielen auf Datenhoheit, definierte Speicherorte und Privacy-Funktionen.

In der Cloud speichert Matomo Daten in Frankfurt am Main und ordnet die Datenablage der Region Europa zu. On-Premises verlagert die Datenhaltung auf eigene Server und erlaubt damit die Festlegung des Speicherorts über die Infrastruktur.

Ein Wechsel zwischen Cloud und On-Premises bleibt Teil des Betriebsmodells, da Matomo Exporte aus der Cloud und Importe aus On-Premise-Datenbeständen unterstützt. Damit lässt sich ein Pilot in der Cloud mit späterem Umzug auf eigene Systeme verbinden, ohne den Datenbestand aufzugeben.

Preisstruktur und kostenlose Nutzung

Matomo Cloud koppelt Preise an monatliche Hits und unterscheidet Business und Enterprise. Im Business-Tarif mit 50.000 Hits pro Monat liegt der Monatspreis bei 22 Euro ohne Steuer, bei jährlicher Abrechnung reduziert sich die effektive Laufzeit um zwei Gratis-Monate. Bei Überschreitung des Hit-Kontingents rechnet Matomo zusätzliche Hits ab, 5.000 zusätzliche Hits kosten 2,2 Euro ohne Steuer.

Der Einstieg erfolgt über eine kostenlose Cloud-Testphase, Matomo nennt dafür 21 Tage. Planwechsel erfolgen mit zeitanteiliger Abrechnung innerhalb des laufenden Abrechnungszeitraums und erlauben Upgrades, Downgrades sowie den Wechsel zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung.

In den enthaltenen Planleistungen nennt Matomo unter anderem Websites und Teammitglieder mit festen Kontingenten im Business-Tarif, Segmente, Goals und Custom Dimensions sowie Aufbewahrung für Rohdaten über 24 Monate und Report-Daten ohne zeitliche Begrenzung. Der Funktionsumfang umfasst Standard-Reports, Activity Log, „WooCommerce“ Analytics, Funnel-Auswertung, User Flow, White-Label-Optionen mit Logo und Farben sowie Heatmap- und Recording-Kontingente pro Monat.

Add-ons erweitern die Plattform, darunter der „Data Warehouse Connector“ab 5 Euro pro Monat. Enterprise ergänzt auf Anfrage weitere Allowances, Customer Success Management sowie zusätzliche Integrationen wie SAML und LDAP und Optionen für Custom Domain. Matomo führt Privacy- und Compliance-Themen als Kerneigenschaft und verknüpft das mit data ownership und Sicherheitsfunktionen in Cloud und On-Premises.

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