Racktables in der Praxis: Teil 2 Datacenter Asset Management System in der Praxis

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Das Open-Source-Tool „Racktables“ speichert technische Eigenschaften einzelner Systeme über flexible Attribute und Tags. Diese Mechanismen ermöglichen eine strukturierte Kategorisierung von Hardware, Diensten oder Rollen innerhalb der Infrastruktur.

„Racktables“ bietet ein Asset Management System  für Rechenzentren.  (Bild:  Thomas Joos)
„Racktables“ bietet ein Asset Management System für Rechenzentren.
(Bild: Thomas Joos)

Der Artikel knüpft an den ersten Teil zur strukturierten Inventarisierung von Geräten, Racks und Netzwerken an (siehe: „Racktables zur Dokumentation von Rechenzentrums-Infrastrukturen: Teil 1: Open-Source-Inventarisierung für Racks, Geräte, Netzwerke und IP-Adressräume“). Im Mittelpunkt stehen erweiterte Dokumentationsmöglichkeiten, der technische Aufbau der Plattform sowie die Entstehungsgeschichte des Projekts und dessen heutige Rolle in Rechenzentrumsumgebungen.

Die Attribute und Tags von Racktables ermöglichen eine strukturierte Kategorisierung von Hardware, Diensten oder Rollen innerhalb der Infrastruktur. Tags kennzeichnen Geräte oder Netzwerke mit frei definierbaren Labels. Administratoren nutzen diese Markierungen zur Klassifikation von Systemtypen, Standorten oder Verantwortlichkeiten. Attribute speichern zusätzliche Eigenschaften wie Hardwareparameter, Betriebssystemversionen oder spezifische Infrastrukturinformationen.

Die Struktur von Netzwerken

Die Plattform erlaubt zusätzlich die Dokumentation komplexerer Netzwerkstrukturen. Dazu gehören NAT-Regeln, die Zuordnung von IP-Adressen zu Systemen sowie Netzsegmentierungen innerhalb größerer Netzwerke. Auch Richtlinien zum Load-Balancing lassen sich innerhalb der Plattform hinterlegen. Konfigurationen von Lastverteilern oder entsprechende Architekturinformationen bleiben dadurch direkt im Infrastrukturinventar gespeichert.

Das Tool unterstützt darüber hinaus die Ablage von Dateien an verschiedenen Objekten innerhalb der Datenbank. Administratoren hinterlegen auf diese Weise Dokumentationen, Konfigurationsdateien oder technische Informationen direkt am jeweiligen Systemobjekt.

Ein integriertes Benutzer- und Berechtigungssystem regelt den Zugriff auf die Plattform. Benutzerkonten erhalten definierte Rechte für einzelne Aktionen oder Objekte. Die Anwendung kann dadurch in Teams genutzt werden, ohne dass alle Beteiligten identische Zugriffsmöglichkeiten besitzen.

Architektur und Betrieb der Webanwendung

Racktables arbeitet als lokal betriebene Web-Anwendung innerhalb einer klassischen Serverumgebung. Der Betrieb erfolgt in der Regel auf Linux- oder BSD-Systemen. Die Software nutzt eine typische LAMP- oder LEMP-Architektur. Ein Web-Server stellt die Benutzeroberfläche bereit. „Apache“ oder „Nginx“ übernehmen zum Beispiel diese Aufgabe.

PHP bildet die Laufzeitumgebung für die Anwendung selbst. Eine „MySQL“- oder „MariaDB“-Datenbank speichert sämtliche Infrastrukturinformationen, Objekte und Verbindungen. Nach der Installation erfolgt der Zugriff vollständig über einen Web-Browser im internen Netzwerk. Eine zusätzliche Client-Software ist nicht erforderlich.

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