Offene Spezifikation für KI-Infrastrukturen gewünscht Branchengrößen bilden ein Optical Scale-up Consortium

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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AMD, Broadcom, Meta, Microsoft, Nvidia und OpenAI haben gestern ein „Optical Scale-up Consortium“ gegründet. Diese soll offene Spezifikatonen für KI-Infrastrukturen schaffen.

Einer Arbeitsgruppe soll Spezifikationen für Optical Compute Interconnect erarbeiten, das heißt:  für engere Integration von Optik mit Rechen- und Netzwerksilizium. Eine solche benötigt die KI-Rechnerei, die auf CPUs und GPUs basiert. (Bild: ©  xiden - stock.adobe.com / KI-generiert)
Einer Arbeitsgruppe soll Spezifikationen für Optical Compute Interconnect erarbeiten, das heißt: für engere Integration von Optik mit Rechen- und Netzwerksilizium. Eine solche benötigt die KI-Rechnerei, die auf CPUs und GPUs basiert.
(Bild: © xiden - stock.adobe.com / KI-generiert)

Das Konsortium kommt durch ein „Optical Compute Interconnect Multi-Source Agreement “ (OCI MSA) zustande und die Gründungsmitgliedern AMD, Broadcom, Meta, Microsoft, Nvidia sowie OpenAI leiten es.

Zum Hintergrund

Während große Sprachmodelle (LLMs) sich in Richtung Superintelligenz entwickeln, stößt die traditionelle kupferbasierte Konnektivität an physikalische Grenzen. Das wirkt sich auf die Skalierbarkeit von KI-Cluster-Domänenarchitekturen aus. Die OCI-Spezifikation soll auf Optimierung hinsichtlich Leistung, Latenz und Kosten ausgelegt sein. Sie kombiniert optische Technologie der Non-Return-to-Zero-Modulation (NRZ) und des Wellenlängenmultiplexverfahrens (WDM) und verlagert das Konnektivitätsparadigma von einem modulzentrierten zu einem siliziumzentrierten Modell. Durch die engere Integration von Optik mit Rechen- und Netzwerksilizium soll OCI bedeutende Verbesserungen bei der Bandbreitendichte und der Skalierbarkeit des Systems fördern und gleichzeitig die Leistungsziele der herkömmlichen kupferbasierten Konnektivität erfüllen.

Durch die Einrichtung eines interoperablen optischen Schnittstellenprotokolls will die OCI MSA ein „Plug-and-Play”-Ökosystem ermöglichen. Die offene und interoperable Spezifikation ermöglicht es Hyperscalern, alle Top-Tier-Prozessoreinheiten (XPU) und Top-Tier-Scale-up-Switches über eine gemeinsame optische physikalische Schicht (PHY) zu disaggregieren.

Die Roadmap

Zudem kann eine standardisierte Roadmap das Integrationsrisiko erheblich reduzieren, die Entwicklungszyklen verkürzen und der gesamten AI-Rack-Lieferkette einen klaren Weg für den Einsatz von optischen Verbindungen verschiedener Generationen und verschiedener Anbieter liefern. Her sind die Eckpunkte:

  • Standardisierte Schnittstellen mit hoher Dichte: Förderung der OCI GEN1 4λ x 50 Gbit/s NRZ (200 Gbit/s pro Richtung) und der OCI GEN2 400 Gbit/s pro Richtung bidirektionalen (BiDi) Technologie; es lassen sich bis zu 800 Gbit/s pro Glasfaser erreichen.
  • Skalierbarkeit: Eine Roadmap zur Skalierung der Wellenlängenanzahl und Datenraten auf 3,2 Terabit pro Sekunde (Tbps) pro Glasfaser und mehr. Das ermöglicht die Realisierung von Scale-up-Domänen mit einer höheren GPU-Anzahl und einer höheren Bandbreite pro GPU.
  • Interoperable Formfaktoren: Unterstützung für steckbare, integrierte und gemeinsam verpackte Optiken (CPO).
  • Effizienz bei Skalierung: Ermöglicht optische Systeme, die die aggressiven Leistungs-, Energie- und Kostenziele erfüllen, die bisher nur mit Kupferverbindungen verbunden waren, und gleichzeitig eine deutlich größere Reichweite bieten.

Das Branchenkonsortium selblst sieht in der Initiative „einen entscheidenden Wandel hin zu einem von Hyperscalern getragenen offenen Ökosystem, das die Entwicklung einer anbieterübergreifenden Lieferkette für optische Scale-up-Interconnects“ erlaubt. Durch die Verständigung auf eine offene Spezifikation förderten die Mitglieder der OCI MSA ein robustes optisches Ökosystem.

Brian Amick, Senior Vice President Technology & Engineering bei AMD, sagt dazu: „Der wachsende Bedarf an optischen Scale-up-Interconnects zur Unterstützung großer KI-Systeme im weiteren Verlauf dieses Jahrzehnts ist eindeutig. AMD ist Gründungsmitglied und ein starker Unterstützer der OCI MSA, da sie eine offene Spezifikation für die Branche etabliert, um ein robustes, anbieterübergreifendes Ökosystem für optische Scale-up-Interconnects zu fördern.“

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