Partner kündigen Server, Mainboards und BIOS-Updates an AMD veröffentlicht „Epyc 4005“-Einstiegsklasse-CPUs

Von Daniel Schrader 2 min Lesedauer

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Sechs CPUs der neuen Server-Einstiegsklasse „AMD Epyc 4005“ sind ab sofort verfügbar. Mit der „Zen 5“-Architektur sollen KMUs und Hosting-Provider von mehr Effizienz bei geringen Upgrade-Hürden profitieren. Entsprechend groß ist das Angebot kompatibler Mainboards und Server.

AMD richtet die Einstiegsklasse-CPUs der „Epyc 4005“-Serie an KMUs und Hosting-Provider.(Bild:  AMD)
AMD richtet die Einstiegsklasse-CPUs der „Epyc 4005“-Serie an KMUs und Hosting-Provider.
(Bild: AMD)

AMD hat die sechs CPUs der neuen Server-Einstiegsklasse „Epyc 4005“ veröffentlicht. Diese basieren auf der aktuellen „Zen 5“-Architektur, teilen sich mit Endnutzer-CPUs den Sockel „AM5“, bieten 6 bis 16 Kerne und eine automatische Korrektur von Fehlern im Arbeitsspeicher auf Prozessorseite (Error-Correcting Code). Mit Versprechen von Effizienz und einem besonders guten Preis-Leistungsverhältnis richtet AMD die neue CPU-Serie explizit an KMUs und Hosting-Anbieter.

Die CPU-Modelle der „AMD Epyc 4005“-Serie

Modell „Zen 5“ Kerne / Threads L3-Cache (MB) Standard-TDP (Watt) Basistakt (GHz) Max. Boost (GHz) UVP (1.000 Stück, USD)
4245P 6 / 12 32 65 3.9 5.4 $ 239
4345P 8 / 16 32 65 3.8 5.5 $ 329
4465P 12 / 24 64 65 3.4 5.4 $ 399
4545P 16 / 32 64 65 3.0 5.4 $ 549
4565P 16 / 32 64 170 4.3 5.7 $ 589
4585PX 16 / 32 128 170 4.3 5.7 $ 699
Quelle: Pressemitteilung AMD

Ein „Knock-out“ für „Intel Xeon 6300P“-Serie

AMD verweist auf einen Test der neuen Serie durch die Benchmarking-Plattform Phoronix. Diesem zufolge erzielt das zweitstärkste Modell der Serie – „Epyc 4565P“ mit 16 Kernen und einem UVP von 589 US-Dollar – ein um 1,81-mal besseres Gesamtergebnis über mehr als 200 Benchmarks als das leicht teurere Flaggschiff der „Intel Xeon 6300“-Serie „Xeon 6369P“ (606 $).

Zwar besitzt die AMD-CPU dabei die doppelte Kernzahl – der nächste 16-Kerner von Intel („Xeon 6511P“, 815$) liegt allerdings in einer ganz anderen Preisklasse. Phoronix schlussfolgert, dass AMD seinen bereits bestehenden Vorsprung zur „Intel Xeon E“-Serie weiter ausgebaut habe und nun auch auch den „Xeon 6300P“-CPUs „mit der neuen ‚AMD Epyc 4005‘-Serie [...] einen gänzlichen Knock-out“ liefere.

Breites Angebot an Partner-Hardware

Mehrere Hardwarepartner haben zeitgleich angekündigt, ein Produktportfolio für die neue CPU-Serie bereitzustellen. Da „Epyc 4005“-CPUs den seit Herbst 2022 verfügbaren AM5-Sockel nutzen, ist ein CPU-Upgrade mit bestehendem Mainboards für „Ryzen“-CPUs in vielen Fällen problemlos möglich. So hat Gigabyte angekündigt, die neuen Prozessoren ab sofort bei neun bestehenden Server- und Mainboard-Modellen zu unterstützen. Dafür stelle Gigabyte zeitnah entsprechende Bios-Updates bereit.

MSI und Gigabyte fokussieren sich stattdessen auf spezifische Produkte für die neue Serie. Aufgrund der weitgehend nahtlosen Umstellung von „Zen4“ auf „Zen 5“ handelt es sich dabei aber größtenteils um Hardware, die bereits mit der „Eypyc 4004“-Serie zum Einsatz kam. Das ist etwa bei sämtlichen „Multi Cloud“-Servern und Workstations von Supermicro der Fall. Auch bei MSI wurden zwei Mainboards und zwei Servervarianten bereits 2024 für die „Epyc 4004“-Serie veröffentlicht und sind mit den „Zen 5“-CPUs kompatibel. Neu hingegen ist das Einstiegsmainboard „D3050“. Zu den weiteren Hardwarepartnern für die „Epyc 4005“-Serie gehören Altos, ASRock, Lenovo, Mitac, New Egg, OVHcloud und Vultr.

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