Unter Berufung auf den Nachrichtendienst „Reuters“ berichten internationale Medien, dass Microsoft, Nvidia und Amazon zusammen mit 60 Milliarden Dollar die „ChatGPT“-Company OpenAI weiter aufpumpen.
Microsoft, Nvidia und Amazon wollen vermutlich 60 Milliarden Dollar in OpenAI pumpen.
(Bild: Apirak - stock.adobe.com)
Wenn dies gelänge, wäre es eine der größten privaten Finanzierungsrunden in der Geschichte der IT-Branche und würde noch einmal die Konkurrenz der von Ländern und Konzernen um die Gestaltung der Zukunft der KI verschärfen.
Berichten zufolge könnte Nvidia zu diesem Paket bis zu 30 Milliarden Dollar beisteuern. Microsoft, ein strategischer Partner, dessen Cloud- und Softwareprodukte bereits OpenAI-Technologie integrieren, könnte weniger als 10 Milliarden Dollar investieren, während Amazon, ein potenzieller neuer Geldgeber, mehr als 10 Milliarden Dollar bereitstellen könnte, möglicherweise mehr als 20 Milliarden Dollar.
Insgesamt könnten diese Gespräche ein Volumen von bis zu 60 Milliarden US-Dollar erreichen, obwohl die Bedingungen noch nicht endgültig festgelegt sind und keine offiziellen Bestätigungen vorliegen.
Unbestätigt
Bei Reuters heißt es: OpenAI stehe kurz davor, Term Sheets oder eine Investitionszusage von diesen Unternehmen zu erhalten und dass Amazon sowie Microsoft eine Stellungnahme ablehnten, während Nvidia und OpenAI außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht sofort auf die Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme reagiert hätten.
Die Überlegungen sind jedoch bei dem Nachrichtendienst soweit gediehen, dass spekuliert wird , ob die Investition von Amazon von separaten Verhandlungen abhängen könnten, darunter eine mögliche Erweiterung des Cloud-Server-Mietvertrags von OpenAI mit Amazon und eine kommerzielle Vereinbarung, wonach OpenAI seine Produkte, wie ChatGPT-Abonnements für Unternehmen, an Amazon verkaufen würde.
Dies folgt auf Berichte von Anfang dieser Woche, wonach die SoftBank Group (9984.T),
neues Fenster öffnet, in Verhandlungen steht, um zusätzlich bis zu 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren.
Die Investitionsausgaben von Meta steigen sprunghaft an, um KI-Superintelligenz zu erreichen.
(Bild: Statista)
Insgesamt fließen unsummen in den Aufbau von KI. Das Statistik-Portal „Statista“ hat gerade die Zahlen von Meta zusammengetragen. Das Unternehmen hat am gestrigen Mittwoch seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr bekannt gegeben und damit die Schätzungen der Wall Street sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Der Umsatz des Unternehmens überstieg 2025 erstmals 200 Milliarden Dollar, wobei der Nettogewinn mit 60 Milliarden Dollar knapp unter dem Gesamtwert von 2024 lag, was zum Teil auf einen weiteren hohen Verlust seines Geschäftsbereichs Reality Labs zurückzuführen ist.
Im Mittelpunkt der gestrigen Gewinnbekanntgabe haben allerdings die Investitionsausgaben von Meta gestanden, die im vergangenen Jahr um mehr als 80 Prozent auf 72 Milliarden Dollar gestiegen sind und für dieses Jahr ein ähnliches Wachstum erwarten lassen. Da das Unternehmen seine langfristige KI-Vision weiterverfolgt, rechnet es mit Investitionen in Höhe von 115 bis 135 Milliarden Dollar in die erforderliche Infrastruktur, das heißt: in die Rechenleistung.
Superintelligenz
Neben kurzfristigen Verbesserungen an den Kernplattformen von Meta, vor allem in Form von noch besseren Inhaltsempfehlungen und gezielterer Werbung, arbeitet das Unternehmen an dem, was CEO Mark Zuckerberg als „persönliche Superintelligenz“ bezeichnet: „So tiefgreifend die durch KI geschaffene Fülle eines Tages auch sein mag, eine noch bedeutendere Auswirkung auf unser Leben wird wahrscheinlich dadurch entstehen, dass jeder über eine persönliche Superintelligenz verfügt, die ihm hilft, seine Ziele zu erreichen, das zu schaffen, was er in der Welt sehen möchte, jedes Abenteuer zu erleben, ein besserer Freund für diejenigen zu sein, die ihm am Herzen liegen, und zu der Person zu werden, die er sein möchte”, beschreibt er seine Vision "in den üblichen hochtrabenden Worten", zitiert und kommentiert Felix Richter von Statista.
„Wir verfügen über die Ressourcen und das Fachwissen, um die erforderliche massive Infrastruktur aufzubauen, sowie über die Fähigkeit und den Willen, Milliarden von Menschen mit unseren Produkten neue Technologien zur Verfügung zu stellen”, betont Zuckerberg in seinem Leitbild.
Stand: 08.12.2025
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Richter: „Wenn die kostspielige Wette auf das Metaversum eines bewiesen hat, dann dass er sich nicht scheut, sein Geld dort zu investieren, wo er es verspricht. Investoren können nur hoffen, dass es dieses Mal zu einem besseren Ergebnis kommt.“