Für das Container-Management gibt es keine Blaupause, zwischen verschiedenen Projekten unterscheiden sich Software-Entwicklung und -Bereitstellung zu stark. Allerdings gibt es einige Handlungsempfehlungen für Developer und Admins. Consol nennt fünf der wichtigsten.
Container-Management stellt Administratoren oft vor neue Herausforderungen, die sich aber mit Best Practices und etwas eigener Erfahrung bewältigen lassen.
Zehn Jahre ist es her, dass Docker vom Stapel gerollt ist, und das Projekt sorgte für einen Siegeslauf der eigentlich schon bekannten Container-Technologie. Über die Jahre der Nutzung sind aber einige wichtige Erkenntnisse gereift, die wiederum in Best Practices mündeten. IT-Dienstleister Consol hat fünf davon vorgestellt, die wir hier sinngemäß aufgreifen.
1. Mandanten- und Verantwortungsmodell sorgfältig planen
Die Frage nach der Menge der eingesetzten logischen Cluster wird bei der Container-Orchestrierung oft zur Gretchenfrage: Während manche Administratoren meinen, ein großer Cluster für alle Projekte reiche aus, sind andere der Auffassung, dass pro Projekt ein Cluster genüge. Eine einheitliche Antwort auf die Frage gibt es nicht, da die Lösung von individuellen Bedürfnissen oder Vorlieben abhängig ist – und von den eingesetzten Tools und deren Eigenschaften.
Wichtig ist eine frühzeitige und sorgfältige Planung des Verantwortungsmodells. IT-Abteilungen müssen festlegen, für welchen Bestandteil der Infrastruktur und welche Aufgaben die jeweiligen Projektteams zuständig sind und ob diese Domäne sich überhaupt eindeutig isolieren lässt. Falls sich Zuständigkeiten überschneiden, müssen die Verantwortlichen sie zu Projektbeginn klar an alle möglichen Stakeholder kommunizieren, um Missverständnissen vorzubeugen.
2. Ressourcen-Verwaltung forcieren
Container-Orchestrierungs-Tools wie Kubernetes trennen streng zwischen der zu betreibenden Software und der Hardware, auf der sie läuft. Sie nehmen Instruktionen zum Scheduling von Workloads daher erst einmal pauschal an – egal ob die notwendigen Hardwareressourcen für die Prozesse zur Verfügung stehen. Das erschwert die Kapazitätsplanung seitens der Administratoren.
Es ist daher unbedingt notwendig, dass die jeweiligen Workloads die für sie benötigten Ressourcen explizit deklarieren. Nur auf diese Weise können Orchestrierungs-Tools die Ressourcen optimal verteilen. Das ist vor allem für den Schutz regulär laufender Container wichtig: Container ohne deklarierten Ressourcenbedarf sind potenziell gefährlich für alle anderen Workloads, die auf derselben Hardware laufen.
3. Automatisierung nutzen
Container-Orchestrierung hat viele Vorteile, zum Beispiel einen sehr flexiblen und zuverlässigen Betrieb. Ein wichtiger Aspekt ist allerdings auch, dass die Entwickler von Kubernetes und anderen Tools besonders die Automatisierung im Blick hatten. Daher sind heute unter anderem die Infrastrukturverwaltung über Infrastructure as Code, containerisierte Continuous-Integration-Pipelines sowie Deployments über Gitops möglich.
Die verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten reduzieren nicht nur den manuellen Aufwand, sondern verbessern auch die Zuverlässigkeit – auf lange Sicht sogar die Nachvollziehbarkeit von Konfigurationen und deren Änderungen im Betrieb. Daher ist die klare Empfehlung, soviel zu automatisieren, wie sinnvoll möglich ist.
4. Die Sicherheit stets im Auge behalten
Container Images enthalten nicht nur die auszuführende Software, sondern auch diverse Komponenten für deren Funktionalität wie beispielsweise Bibliotheken. Das ist ein großer Vorteil und erleichtert vieles, allerdings geht damit auch eine gewisse Verantwortung einher.
Administratoren müssen diese Komponenten, wie die Software selbst, auf dem aktuellen Stand halten – nicht nur in deren Basis- oder Muster-Images, sondern auch in den aktiven Images, die sich gerade in Produktion befinden. Nur so können sie möglicherweise existierende Sicherheitslücken schließen und Bugs ausmerzen. Es ist daher unabdingbar, dass IT-Teams Prozesse definieren, die sie über notwendige Updates informieren, und festlegen, wie der Rollout von Updates vonstattengeht.
5. Öffentliche Image-Registries mit Vorsicht genießen
Registries wie der „Docker Hub“ sind beliebte Quellen für alle möglichen Container-Images – dort wurden und werden viele bahnbrechende Ideen getestet und entwickelt. Allerdings sollten gerade Unternehmen diese öffentlich zugänglichen Sammlungen mit Open-Source-Software mit Vorsicht verwenden, denn das Qualitätsspektrum ist breit.
Neben hochprofessionellen Images von Softwareherstellern gibt es auch fragwürdige Pakete, die besser unbeachtet bleiben. Eine private Image-Registry, die Mitarbeiter mit Expertenwissen auf dem Gebiet kuratieren, ist eine bessere Alternative zur Verwendung von Images aus öffentlichen Quellen.
Stand: 08.12.2025
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