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Mesosphere DCOS
Bei Mesosphere DCOS handelt es sich um ein Betriebssystem für das Rechenzentrum auf der Basis von Apache Mesos. Die Entwickler von Mesosphere haben sich zum Ziel gesetzt, die Entstehung von Datacenter-übergreifenden serviceorientierten Anwendungskomponenten zu ermöglichen, welche Einzelhost-Applikationen in ihrer Simplizität in nichts nachstehen.

Ein Datencenter sollte demnach so einfach funktionieren wie etwa ein iPhone.
Mesosphere DCOS fungiert als eine Plattform für die Bereitstellung und die Verwaltung aller Workloads in einem Datencenter, einschließlich Cloud-nativer Apps auf der Basis von „Kubernetes“, Big Data-Datenverarbeitungs-Workflows auf der Basis von „Hadoop YARN“ oder „Spark“, und traditioneller Workloads auf der Basis von Java und „MySQL“.

Zu den Pionieren im Einsatz von Mesos zählen unter anderem der Elektronikhersteller Apple und das soziale Netzwerk Twitter. Finanziell ist das Unternehmen hinter Mesosphere DCOS sehr gut aufgestellt.
Es hat sich auch bereits mit durchdachten Produkten den Respekt vieler Venture-Kapitalisten aus Silicon Valley erarbeitet. Vor acht Monaten stieg Vinod Khosla im Auftrag von Khosla Ventures mit 36 Millionen Dollar ein. Im Juni 2015 kartete Andreessen Horowitz mit weiteren 10 Millionen Dollar nach.

Mesosphere DCOS ist in zwei Editionen verfügbar:
- Community Edition (diese ist zwar kostenfrei aber beschränkt sich leider nur auf die drei Clouds Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Compute Engine);
- Enterprise Edition (kommerzielle Lizenz, alle Plattformen und alle Konfigurationsoptionen einschließlich eines privaten Datacenter).
Apache Mesos
Im Zuge der Container-Revolution der vergangenen Jahre konnte sich Apache Mesos als eine Anwendungsplattform bei einigen der größten Datacenter-Betreiber der Welt etablieren und morphte im Laufe der Zeit zu einer Datencenter übergreifenden Abstraktionsebene für Anwendungen und Microservices. Der verteilte System-Kernel der quelloffenen Mesos-Plattform stellt Applikationen wie Hadoop, SPARK, „Kafka“ und „Elastic Search“ die benötigten APIs zur Ressourcenverwaltung und Workload-Ablaufplanung über die Grenzen des Rechenzentrums hinweg bis in die Public Cloud.

Sobald ein Workload die Freigabe der benötigten Ressourcen des Datacenter beantragt, provisioniert Mesos nach einer umfassenden Bestandsaufnahme den benötigten Arbeitsspeicher, die CPU-Zyklen und den Massenspeicher unter Verwendung von „Linux cgroups“. Workloads starten dort, wo die benötigten Ressourcen tatsächlich vorhanden sind. So kann Mesos innerhalb weniger Sekunden mehrere tausend Docker-Container hochfahren und beim Ausfall eines Containers das Failover initiieren.
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