Entwickler können sich bereits mit den Neuerungen und Möglichkeiten von Windows 11, Visual Studio 2022 und .NET 6.x auseinandersetzen. Auch Windows 365 wird für Unternehmen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Dank verschiedener Preview-Versionen können Developer sich schon einen ersten Eindruck von den Dev-Tools unter Windows 11 verschaffen.
(Bild: Microsoft)
Windows 11 erscheint wohl als Feature Pack für Windows 10 und ist obendrein kostenlos. Früher oder später dürften Unternehmen und Organisationen deshalb wohl zur neuen Version wechseln. Der Cloud-PC von Microsoft, auch Windows 365 genannt, erscheint ebenfalls auf Basis von Windows 10 und Windows 11.
Weitere Microsoft-Neuerungen in diesem Jahre sind .NET 6 und Windows Server 2022 mit Exchange Server 2022. Auch hier müssen sich Entwickler mit den Themen auseinandersetzen, welche durch Cloud-basierte Anwendungen eine Rolle spielen. Wir geben in diesem Beitrag einen Überblick.
Mit Visual Studio 2022 für Windows 11 und Windows 365 entwickeln
Wenn es um die Entwicklung von Windows 11 und Windows 365 geht, kommen Entwickler in Zukunft sicher kaum um die Verwendung von Visual Studio 2022 herum. Windows 365 ist kein eigenständiges Betriebssystem, sondern der Cloud-PC von Microsoft, der wiederum auf Basis von Microsoft Azure Virtual Desktop betrieben wird. Als Betriebssysteme kommen hier Windows 10 oder Windows 11 zum Einsatz.
Die Preview von Visual Studio 2022 steht bereits kostenlos zur Verfügung. Die 64-Bit-Entwicklungsumgebung bietet zum Beispiel eine verbesserte IntelliCode-Funktion. Diese Technik kann auf Anforderung ganze Codezeilen vervollständigen. Das spielt auch für einige neue Funktionen in Windows 11 eine wichtige Rolle. Mit der aktuellen Preview lässt sich diese Funktion bereits testen.
Microsoft Teams und Zero-Trust
Im Fokus von Windows 11 stehen auch die enge Integration von Microsoft Teams und der Zero-Trust-Ansatz. Entwickler müssen sich mit den beiden Neuerungen auseinandersetzen, da Microsoft diese immer enger in seinen Betriebssystemen integriert.
Microsoft Teams soll auch für Endanwender eine wichtigere Rolle spielen und ist sehr eng mit Windows 11 integriert, zum Beispiel im Startmenü. Das soll das Teilen von Informationen, das Chatten und die Zusammenarbeit in Gruppen erleichtern. Aktuell sieht es so aus, als ob Microsoft Teams so eng mit Windows 11 verzahnt, wie OneDrive bereits in Windows 10.
Besserer Microsoft Store mit Android-Apps
Microsoft will darüber hinaus seinen Store weiter öffnen, damit mehr Entwickler ihre Anwendungen auch über den Store anbinden. Dazu wird der Store flexibler. App-Entwickler können ihre Anwendungen als Win32-Apps, Progressive Web App (PWA), Universal Windows App (UWP) oder auf Basis eines App-Frameworks erstellen.
Zusätzlich will Microsoft über eine Kooperation mit dem Amazon App Store auch die Integration von Android Apps in den Microsoft Store ermöglichen. Darüber hinaus plant Microsoft, das Bezahlmodell zu optimieren und Entwicklern bis zu 100 Prozent der Umsätze auszuzahlen.
Microsoft will es auch Anwendern erleichtern, Apps aus dem Store zu installieren. Durch die Pop-Up-Funktion können Anwender aus dem Webbrowser heraus über Links Apps aus dem App-Store installieren. Das soll die Hürde für die Verwendung des Stores senken und es Entwicklern vereinfachen ihre Apps über eigene Webseiten leichter zu verbreiten, obwohl die Installation über den Store erfolgt.
Man merkt schnell: Microsoft will den Store als zentrales Element für die Installation von Anwendungen etablieren und es Entwicklern und Anwendern einfacher machen diesen zu nutzen. Die neuen Funktionen sollen auch bald in Windows 11 Einzug halten, wenn sich Anwender mit einem Windows-Insider-Konto anmelden.
PWABuilder3, PWA und WebView2 mit Windows 11
Mit dem neuen PWABuilder3 lassen sich Progessive Web Apps (PWA) aus Web-Apps in kurzer Zeit erstellen. WebView2 ist auch Bestandteil von Windows 11. Die Microsoft Edge DevTools werden mit Microsoft Edge in Windows 11 ausgeliefert.
Zusätzlich will Microsoft mit dem Windows App SDK gewillte Entwickler dabei unterstützen neue Funktionen in der Windows-11-Oberfläche auch in neuen Apps zu nutzen. Mit ARM64 Emulation Compatible ABI lassen sich Apps erstellen, die auf Windows on ARM laufen. WinUI3 ermöglicht die Integration neuer Komponenten der Windows-11-Oberfläche in eigene Apps.
Game Development Kit – Konsolenfunktionen in Windows 11
Das Game Development Kit (GDK) (https://github.com/microsoft/gdk) steht ebenfalls als Open Source zur Verfügung und bietet für Windows 11 spezielle Funktionen, die bisher nur für die Xbox möglich waren, zum Beispiel DirectStorage. Mit dieser Technologie können Spiele effektiver auf Daten einer SSD zugreifen und diese der Grafikkarte zur Verfügung stellen.
Stand: 08.12.2025
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Funktionen wie DirectStorage will Microsoft auch ins bestehende Windows 10 integrieren. Damit DirectStorage mit Windows 11 funktioniert ist eine PCIe 3.0+ NVMe SSD und eine GPU, die DirectX 12 und Shader Model 6.0+ unterstützt notwendig.
.NET 6 für die Webentwicklung und für Apps auf Windows 11 nutzen
.NET 6 ist ebenfalls als Preview erhältlich. Zusammen mit Visual Studio 2022 und Windows 11 lassen sich hier auch Webanwendungen der neuen Generation entwickeln. Das Web-Framework ASP.NET Core 6 Preview 6 ermöglicht auch die Komprimierung bei Websockets-Verbindungen, Open API-Unterstützung und verschiedene Verbesserungen bei der Oberflächenentwicklung.
Neben der Verbesserung beim Zugriff auf Datenbanken, bietet das .NET 6-SDK eine überarbeitete Verwaltung von Workloads. Dazu kommt die bessere Unterstützung von LDAP/Active Directory auch für Linux und macOS. Die finale Version von .NET soll im Laufe vom November 2021 erscheinen. In diesem Zeitraum kommen auch die finalen Versionen von Windows 11 und Windows Server 2022. Außerdem wird dann auch in Windows 365/Cloud-PC Windows 11 als Betriebssystem zur Verfügung stehen.