Arbeitskreis für eArchive4Future vorgestellt Wie führende IT-Unternehmen am Datenarchiv der Zukunft arbeiten

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Mit dem eArchiv4Future soll eine neue Lösung für die Archivierung massiver Datenvolumen entstehen. Für die Entwicklung ist ein Arbeitskreis zuständig, die führenden Technologieunternehmen Fujitsu, Intel, SUSE und VNC sowie die Bechtle-IT-Systemhäuser München und Bonn angehören. Als Referenzimplementierungen sind die Bundesagentur für Arbeit (BfA) und das Bundesarchiv beteiligt.

Das eArchiv4Future ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bechtle, Fujitsu, Intel, SUSE und VNC. Es soll langfristige und rechtssichere Datenarchivierung ermöglichen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das eArchiv4Future ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bechtle, Fujitsu, Intel, SUSE und VNC. Es soll langfristige und rechtssichere Datenarchivierung ermöglichen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Projekt eArchiv4Future hat sich die rechtssichere Langzeitarchivierung großer Datenmengen auf die Fahnen geschrieben. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der vier Technologieunternehmen mit den Bechtle-Systemhäusern. Das Archiv wird in enger Abstimmung mit Behörden wie der BfA, dem Bundesarchiv und der Bundesnetzagentur entwickelt.

Durch das vereinte Know-how soll eine hochmoderne, skalierbare und sichere Archivierungslösung entstehen, die Rechtssicherheit mit KI-gestützten Funktionen für die Bereitstellung, Analyse und Nutzung von Daten verbindet. Das System soll die langfristige Verfügbarkeit und Integrität von Dokumenten gewährleisten und dabei konform mit höchsten deutschen und EU-Sicherheitsstandards (z.B. BSI-TR-ESOR, eIDAS und RFC4998) sein.

Funktionen im Überblick

Die Archivierungslösung soll hochskalierbar sein und wird alle drei Layer der Datensouveränität und -sicherheit abdecken. Auf Infrastrukturebene kommt Intel-Technik zum Einsatz, darunter etwa Software Guard Extensions (SGX) und Trust Domain Extensions (TDX) zur sicheren Isolierung und Verarbeitung von Daten in Cloud-Umgebungen. Für die agile Containerisierung und das Management von Microservices auf Plattformebene stellt SUSE das Betriebssystem und den nötigen Kubernetes-Layer bereit. Auf SaaS-Ebene („Software as a Service“) sorgt VNCdirectory für das Berechtigungs- und Metadatenmanagement sowie die Integration von Partnerlösungen für SecDocs und AI Analytics.

Zu den Anwendungen zählen unter anderem Planet AI für die intelligente Dokumentenanalyse (IDA), Fujitsu SecDocs für die beweiserhaltende Langzeitspeicherung digitaler Unterlagen sowie Fujitsu PrivateGPT für die Implementierung von KI-Funktionen im eigenen Rechenzentrum. Für den lokalen Einsatz von Large Language Models (LLMs) ist das Open-Source-Toolkit Intel OpenVINO zuständig. Alle genannten Funktionen werden in die Software-Suite VNClagoon integriert und lassen sich über deren Frontend steuern. In Verbindung mit automatisierten Prozessen und KI-Funktionen entsteht so eine komplexe, aber einfach zu bedienende Archivierungslösung.

„Alle fünf Partner des eArchive4Future-Projekts stehen für höchste technologische Kompetenz und das Commitment zu Sicherheit im Umgang mit allen Daten und Confidential Computing“, erklärt Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. „Aus dieser Kooperation heraus entsteht eine zukunftsweisende Lösung, die sowohl die sichere Langzeitarchivierung als auch neue Nutzungsoptionen archivierter Daten ermöglicht“, ist sich die Expertin sicher.

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