Linus Torvalds gibt Linux-Kernel 6.9 frei Support für Rust auf ARM64 Intel Fred

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Der aktuelle Linux-Kernel bietet deutliche Verbesserungen im Detail und neue Funktionen für Dateisysteme, Support für „Rust“ auf ARM64 und für „Intel Fred“. KVM wird im neuen Kernel schneller und stabiler.

Der Linux-Kernel steht jetzt mit der Version 6.9 zur Verfügung.(Bild:  Thomas Joos)
Der Linux-Kernel steht jetzt mit der Version 6.9 zur Verfügung.
(Bild: Thomas Joos)

Der Linux-Kernel 6.9 bringt eine Reihe von Neuerungen und Verbesserungen mit sich, die sowohl die Leistung als auch die Kompatibilität und Sicherheit erhöhen. Der neue Kernel integriert „Intel Fastboot“-Unterstützung für ältere Chipsets, was die Boot-Zeit verkürzt, indem einzelne Modus-Einstellungen übersprungen werden.

Diese Funktion war zuvor nur für „Skylake“- und neuere Prozessoren verfügbar. Ein bedeutendes Update betrifft auch den CPU-Timer-Code, der die Organisation und das Timing von Aufgaben optimiert. Diese Änderung führt zu Verbesserungen bei der Leistung und dem Energie-Management, insbesondere bei netzwerkzentrierten Workloads und Multi-Die-Socket-Systemen.

Virtualisierung und Dateisysteme im Linux-Kernel 6.9

Das Kernel-based Virtual Machine (KVM)-Modul hat verschiedene Leistungsverbesserungen erfahren, insbesondere bei der emulierten Ereignisauslösung und erzwungenen Sofortausstiegen. Außerdem sind nun Verbesserungen bei der Behandlung von Groß-/Kleinschreibung in „EXT4“ implementiert.

Linux 6.9 behebt eine Hardware-Sicherheitslücke in „Intel Atom“-CPUs, die es einem Angreifer ermöglichen könnte, Daten aus zuvor verwendeten Registern abzuleiten. Zudem finden sich zahlreiche neue Treiber, darunter Unterstützung für Fujitsu-Laptop-Batterieladekontrolle und Performance-Boosts für „HP Omen 17“-Laptops. Weitere Treiberverbesserungen umfassen die Unterstützung verschiedener Samsung-Wireless-Geräte und „Xbox“-Controller von Drittanbietern.

Der Kernel bringt Leistungssteigerungen für das „Btrfs“-Dateisystem sowie diverse Fixes und Verbesserungen für andere Dateisysteme. Das „EXT2“-Dateisystem wird nun offiziell als veraltet erklärt. Zudem gibt es Verbesserungen bei der Energie-Effizienz für „Intel Meteor Lake“ und Unterstützung für das Kernel-Energie-Modell, das jetzt Laufzeit-Updates ermöglicht.

Linux 6.9 bietet eine bessere Speicherbandbreitendrosselung. Zusätzlich sind zahlreiche ARM-bezogene Verbesserungen integriert, einschließlich der Unterstützung der Programmiersprache Rust auf 64-Bit-ARM-Prozessoren und der verbesserten Nutzung des „Translation Lookaside Buffer“ (TLB).

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