Wie aus Maschinendaten Unternehmens-Werte werden

Splunk fischt Juwelen aus dem Big Datennebel

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Normalisierung adé!

Tatsächlich funktioniert das Datensammeln, Ablegen und Auswerten ganz ohne Datenbanken und Datawarehouses. Olav Strand, der bei Splunk zuständige Director für Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagt: „Die Normalisierung der Daten, etwa für SQL-Datenbanken, ist eigentlich nur durch die Reduktion der Menge und das Einsparen von Speicher- und Rechenkapazität begründet. Das aber braucht es, zumindest in dem Umfeld, in dem wir tätig sind, nicht mehr.“

Der Splunk-Ansatz kann etwa flexibel auf veränderte Logformate reagieren, ohne zusätzlichen administrativen Aufwand. Egal welches Format die Daten haben, sie werden indiziert, auf dem Server abgelegt und brauchen nicht einmal Adapter. Anschließend können die Unternehmen den gesamten Datenpool durchsuchen und Muster erkennen, da sich die Ereignisse verschiedener Datenquellen korrelieren lassen (siehe Kasten: Splunk bei Otto).

Splunk liefert eine Engine für Maschinendaten. Doch das heißt nicht, dass nicht auch andere Big-Data-Anwendungen davon profitieren können, zum Beispiel aus dem Umfeld sozialer Netze. „Rock the Vote“ will den Anliegen und Probleme junger Wähler im politischen Tagesgeschäft der USA Gehör verschaffen.

So werden Twitter-Feeds nützlich

Mittlerweile gibt es verschiedene Arten, auf die die Splunk-Software zur Verfügung gestellt wird. Weltweit soll es nach Firmenangaben bereits 80.000 Anwender geben.
Mittlerweile gibt es verschiedene Arten, auf die die Splunk-Software zur Verfügung gestellt wird. Weltweit soll es nach Firmenangaben bereits 80.000 Anwender geben.
(Bild: Splunk)
Da diese sich vor allem über soziale Medien informieren, haben Splunk4Good, die Social-Resposibility-Intitiative von Splunk, und Rock the Vote gemeinsam eine Anwendung gebaut, die dort vorzufindende Echtzeit-Informationen zu Barack Obama und Matt Romney auf der Website der Oragnisation visualisiert hat. Bis zum Wahltag am 6. November 2012 hat die Splunk-Software sämtliche Tweets mit Hashtags , die einen Bezug zum Wahlkampf hatten, analysiert und nach den häufigsten Schlagworten zu den Präsidentschaftskandidaten aufbereitet. Die Partner sehen da als einen Beitrag zur „Demokratisierung der Daten“.

Die Splunk-Software gibt es als kostenpflichtige Enterprise-Lizenz und nun für 60 Tage kostenlos mit maximal 500 Megabyte zu indexierenden Daten. Die jüngsten Neuerungen unterstreichen den Anspruch auf eine Fortentwicklung der Software als Plattform. Seit einiger Zeit offeriert das Unternehmen mit „Splunk Storm“ beispielsweise eine AWS-Variante, die speziell Entwickler von Cloud-Applikationen adressiert.

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Neue Möglichkeiten der Anwendung offeriert aber auch „Splunk Hadoop Connect“ und „Splunk-App für Hadoop Ops“. Beide Erweiterungen sollen die Implementierung und Ausführung von Hadoop erleichtern.

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