Wie sieht die Datacenter-IT künftig aus? Die Frage geht an Dell.

Software-defined geht’s ins Rechenzentrum der Zukunft

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Software-defined Networking

Bedingt durch die weitere Verbreitung der Server-Virtualisierung haben sich auch die Rahmenbedingungen für Networking geändert. Der bislang dominierende North-South-Traffic in Form einer hierarchischen Client-Server-Punkt-zu-Punkt-Verbindung verliert zugunsten des East-West-Traffics zwischen den Servern an Bedeutung.

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Da über die Netzwerke heute immer größere Datenmengen transportiert werden, führt dies zu steigenden Anforderungen an die benötigte Bandbreite. Die herkömmlichen zentralistischen und monolithischen Netzwerke sind dafür aber nicht ausgelegt. Deren Aufrüstung ist aufwändig und kostspielig. Wenn alle Slots belegt sind, bleibt den Unternehmen keine andere Wahl als ein umfassender Hardware-Tausch.

Zukunftsfähige Rechenzentren erfordern daher neue Lösungen. Konvergente Infrastrukturen sowie Software-defined Networking ermöglichen die notwendigen Veränderungen bei der Bereitstellung der Netzwerkinfrastrukturen.

Offenheit ist eine der wichtigen Grundlagen

Software-defined Networking entkoppelt die Datenweiterleitung von der Netzwerk-steuerung und damit den Datenfluss (Data Plane) von der Steuerlogik (Control Plane). Ein Administrator erhält im Vergleich zu den bisherigen monolithischen Architekturen über die Control Plane einen besseren Überblick über das Geschehen im Netz und kann so den Datenfluss effizienter lenken.

Open Networking Switches von Dell können als Komplettlösung für Fabric, Linux, NVO oder SDN im Rechenzentrum eingesetzt werden: S3048-ON (1G Switch), S4048-ON (10G Switch), S6000-ON (40G Switch), Z9100-ON (100G Switch).
Open Networking Switches von Dell können als Komplettlösung für Fabric, Linux, NVO oder SDN im Rechenzentrum eingesetzt werden: S3048-ON (1G Switch), S4048-ON (10G Switch), S6000-ON (40G Switch), Z9100-ON (100G Switch).
(Bild: Ostler)

In diesem Modell – Dell bezeichnet dies als „Open Networking“ – sind Switch-Hardware und Netzwerkbetriebssystem voneinander entkoppelt, und die benötigten Funktionalitäten können ausschließlich per Software bereitgestellt werden (zu den jüngsten Switches siehe: Download-Links unten). Sind Anwender nicht mehr an das vorgegebene Switch-Betriebssystem gebunden, können sie dazu auch auf Lösungen von Drittanbietern zugreifen und so ihre Infrastrukturen flexibel an ihre Anforderungen anpassen. Offene Lösungen verdrängen damit die veralteten Architekturen proprietärer Technologien.

An der Open-Networking-Initiative sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, unter anderem Cumulus Networks, Anbieter eines Linux-Betriebssystems für Netzwerkgeräte. „Cumulus Linux“ kommt zusammen mit Fixed Port Switches zum Einsatz.

Wichtige Partnerschaften

Ferner gibt es auch eine Kooperation zwischen Dell, Cumulus und VMware, bei der Anwender die Netzwerkvirtualisierungsplattform „VMware NSX“ unter Cumulus Linux auf Dell Networking Switches nutzen können. Eine weitere Variante ist das „Switch Light OS“ von Big Switch Networks, das für das Networking-Ethernet-Switching-Portfolio von Dell verfügbar ist.

Software-defined Networking, die Trennung von Hard- und Software sowie offene Lösungen bieten umfangreiche Möglichkeiten für neuartige Netzwerkdesigns, von denen Unternehmen durch eine höhere Flexibilität und weniger Aufwand bei der Ein-richtung und dem Betrieb profitieren. Optimal miteinander kombiniert bilden Server-Plattformen, Software-defined Storage und Software-defined Networking zusammen die zentralen Komponenten für den Aufbau leistungsfähiger, effizienter und zukunftssicherer Rechenzentren. Gerade bei einem noch in der Entwicklungs- und Evaluationsphase befindlichen Thema, wo es darum geht, welche Komponenten sich für bestimmte Anwendungsszenarien eignen, sind Unternehmen auf Unterstützung und Beratung durch Partner angewiesen, die das gesamte Lösungsportfolio von A bis Z abdecken können.

* Peter Dümig ist Senior Server Product Manager bei Dell in Frankfurt

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