Halbleiter-Poker Softbank bietet 6,5 Milliarden für Ampere Computing

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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Es ist schon mehr als ein Gerücht: Das japanische Finanzunternehmen Softbank will Ampere Computing kaufen. Das Unternehmen ist auf Prozessoren für Datacenter spezialisiert auf der Grundlage von ARM-Designs. Und der Kaufpreis scheint bereits festzustehen: 6,5 Milliarden Dollar.

Das Bild ist eine Aufnahme von 2023; hier steckt ein „Ampere-One“-Prozessor in einem Supermicro-Rechner.(Bild:  Supermicro)
Das Bild ist eine Aufnahme von 2023; hier steckt ein „Ampere-One“-Prozessor in einem Supermicro-Rechner.
(Bild: Supermicro)

Es ist ein Pokern um Ampere Computing, hat doch sowohl Oracle - der Konzern ist nicht nur Kunde, sondern besitzt auch bereits Anteile in Höhe von 29 Prozent - als auch die Carlyle Group sowie Softbank Interesse. Die Carlyle Group mit Sitz in Wahington D.C. ist eine der größten börsennotierten US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften und das japanische Unternehmen Softbank gilt als ein bedeutender Akteur bei Investitionen im Bereich IT und besitzt die Mehrheit an der an ARM Holding, dem führenden Designer von ARM-Chips.

Ampere Computing wiederum ist ein Halbleiterdesign-Unternehmen, das insbesondere Cloud- und KI-Anwendungen im Blick hat. Das Unternehmen wurde 2018 von Renée James, einer ehemaligen Intel-Mitarbeiterin gegründet.

Die ARM-Prozesssoren der Produktfamilie „Altra“ können durchaus als die ersten Cloud-nativen CPUs gelten. Diese weisen bis zu 128 Kernen auf und sind für eine Vielzahl von Einsatzgebieten tauglich: von eingebetteten Geräten mit begrenztem Strom- und Platzbedarf über Edge-Computing-Installationen bis hin zu Hyperscale-Rechenzentren.

Das heutige Flaggschiff kommt aus der „Ampere One“-Prozessorfamilie mit bis zu 192 von Ampere entwickelten Single-Thread-Cores - der höchsten Core-Anzahl in der Branche. Damit sind die CPUs prädestiniert ist für Rechenumgebungen, die ein Höchstmaß an Leistung und Skalierbarkeit erfordern. Außerdem sollen die Chips auch vergleichsweise Energie-effizient rechnen. Außerdem hatte Ampere Computing gerade einige große Updates angekündigt, darunter eine 256-Core 3nm ARM-Server-CPU mit 12-Kanal-DDR5-Speicher, die für 2025 geplant ist.

Derzeit zählt das Unternehmen neun Standorte weltweit. In das Jahr 2021 fällt laut Bloomberg wohl die bislang höchste Bewertung des Unternehmens: über 8 Millionen Dollar. Auch damals schon soll Softbank eine Beteiligung erwogen haben.

Nun sind erst einmal die Aktien des potenziellen Käufers gestiegen. Wie „Finanzen.net“ gestern berichtete , verteuerten sie sich im Donnerstagshandel in Tokio um 0,98 Prozent auf 9.766 japanische Yen (62,0455 Eur).

Alle Finanzseiten machen darauf aufmerksam, dass sich die Verhandlungen nochin der heißen Phase befinden, so dass die Möglichkeit besteht, dass dsich ie Bedingungen des Deals noch ändern oder er gar nicht zustande kommt. Da eine Akquisition Auswirkungen auf den Rechnermarkt hätte, beobachten viel Branchenexperten das Geschehen aufmerksam.

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