Energie-ffizientes Computing für Cloud und KI im Fokus Ampere-CPUs in Kombination mit Qualcomm-Beschleunigern

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Prozessorhersteller Ampere Computing hat im Rahmen seines jährlichen Updates einen Ausblick auf kommende Produkte und Meilensteine gegeben. Neben einer Skalierung der „Ampere-One“-Familie auf 256 Cores wurde unter anderem eine Kooperation mit Qualcomm bei CPUs und Beschleunigern angekündigt.

Ampere Computing bleibt seiner Linie treu und fokussiert sich auch in Zukunft auf leistungsfähige, aber nachhaltige Computing-Technik für Cloud und KI.(Bild:  frei Kizenziert: Damian /  Pixabay)
Ampere Computing bleibt seiner Linie treu und fokussiert sich auch in Zukunft auf leistungsfähige, aber nachhaltige Computing-Technik für Cloud und KI.
(Bild: frei Kizenziert: Damian / Pixabay)

Ampere Computing richtet auch künftig seinen Fokus auf Innovationen und Erfindungen rund um nachhaltiges, Energie-effizientes Computing für Cloud und KI. „Wir haben diesen Weg vor sechs Jahren eingeschlagen, weil wir überzeugt waren, dass es der richtige ist“, erinnert CEO Renee James.

Früher sei ein geringer Stromverbrauch gleichbedeutend mit geringer Leistung gewesen. Ampere habe bewiesen, dass das nicht stimme. „Wir haben Pionierarbeit an der Effizienzgrenze des Computing geleistet und eine Performance erzielt, die über die herkömmlicher CPUs in einem effizienten Computing-Umfeld hinausgeht“, so James.

Die Expertin weist zudem auf das wachsende Energieproblem hin, das der schnelle KI-Fortschritt mit sich bringt. Der derzeitige Weg sei nicht nachhaltig. „Wir glauben, dass die künftige Rechenzentrumsinfrastruktur berücksichtigen muss, wie wir bestehende luftgekühlte Umgebungen mit verbesserten Rechnern nachrüsten und umweltverträgliche neue Rechenzentren bauen können, die an die verfügbare Energie im Netz angepasst sind. Das ist es, was wir bei Ampere ermöglichen“, verdeutlicht die Ampere-Chefin.

Baldige Verfügbarkeit

Zu den wesentlichen Neuerungen zählt die Ankündigung einer 12-Kanal-CPU mit 256 Kernen, die bereits auf dem „N3“-Prozessknoten einsatzbereit ist. Sie nutzt dieselben luftgekühlten thermischen Lösungen wie die bestehende 192-Kern-CPU und soll ohne spezielle Plattformdesigns über 40 Prozent mehr Leistung als andere Prozessoren bieten.

Der Launch wird noch in diesem Jahr erwartet. Zudem sollen neue, leistungsfähige Ampere-One-OEM- und -ODM-Plattformen innerhalb weniger Monate verfügbar sein. Laut Ampere übertreffen sie „AMD Genoa“ um 50 Prozent und Bergamo um 15 Prozent hinsichtlich der Leistung pro Watt.

Qualcomm als Partner

Der Prozessor- und Hardwarehersteller gab zudem eine Kooperation mit Qualcomm bekannt. Dabei steht eine gemeinsames Angebot mit Ampere-CPUs und „Qualcomm AI100“-Beschleunigern im Fokus. Sie soll LLM-Inferencing ( LLM = Large Language Model) für die größten generativen KI-Modelle der Branche ermöglichen.

Parallel dazu wurde eine gemeinsame Technik mit „Netint“ angekündigt: Hierbei werden „Quadra-T1U“-Video-Processing-Chips und Ampere-CPUs eingesetzt, um gleichzeitig 360 Live-Kanäle zu transkodieren und mittels des „Whisper“-Modells von OpenAI bis zu 40 Streams in Echtzeit zu untertiteln.

Ampere stellte außerdem ein Update vor, mit dem „Llama 3“ von Meta jetzt auf Ampere-CPUs bei Oracle-Cloud läuft. Laut den Performance-Datenvon Ampere liefere der Betrieb von Llama 3 auf der 128-Kern-CPU „Altra“ ohne GPU die gleiche Performance liefert wie eine „Nvidia-A10“-GPU in Kombination mit einer x86-CPU – und das bei einem Drittel des Stromverbrauchs.

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