Eine Migration von SAP ERP auf „S/4HANA“ im Abonnement zu einem Festpreis sowie das Optimieren der Geschäftsprozesse in frei wählbaren Schritten – all das verspricht „Conversion/4“ des SAP-Partners All for One. Zum Einsatz kommt dabei die Migrationswerkzeuge von Schneider-Neureither & Partner.
Mit der Unterstützung des SAP-Partner All for One können Kunden, die auf S/4 HANA migrieren wollen, das vom Bluefield aus zum Festpreis angehen.
(Bild: kokotewan - stock.adobe.com)
Die Migration auf S/4HANA ist für SAP-Kunden ohne Alternative. Schließlich endet 2027 die Herstellerwartung für SAP ERP und die SAP Business Suite. Unternehmen machen sich daher Gedanken, nach welcher Methode sie ihr SAP-System in die neue Welt migrieren.
Eine relativ junge Variante hat der SAP-Partner All for One 2019 unter der Bezeichnung Conversion/4 vorgestellt. Die Nachfrage danach ist groß, wie Michael Zitz berichtet, der seit Oktober 2022 Co-CEO von All for One ist: „2022 hat sich die Zahl der Migrationen nach diesem Modell im Vergleich zum Vorjahr auf 45 verdoppelt. 11 Unternehmen sind mit ihren Systemen bereits live.“
Bei Conversion/4 kommt die Migrationsvariante „Bluefield“ zum Einsatz. Diese ergänzt die klassischen Ansätze Brownfield (also eine Übernahme der bisherigen Geschäftsprozesse) und Greenfield (alle Abläufe werden neu aufgesetzt). Die Basis für eine derartige Bluefield-Migration sind die Werkzeuge des IT-Anbieters Schneider-Neureither & Partner (SNP), allen voran die Datentransformationsplattform „Crystal Bridge“.
Das Bluefield-Verfahren nach SNP hat mehrere Stufen, wie Zitz erläutert: „Wir starten die Migration mit einem leeren System, Im nächsten Schritt optimieren wir die Geschäftsprozesse mit einem Fokus auf Standardisierung. Abschließend übernehmen wir die Stammdaten und die Bewegungsdaten selektiv mit Hilfe vordefinierter Transformationsregeln und überführen dieses System in den Echtbetrieb.“
Selektive Datenübernahme in die Empty Shell
Die technischen Schritte bei Conversion/4 sehen wie folgt aus:
Am Beginn steht ein Scan, der zeigt, auf welchem technischen Stand ist das bisherige System SAP-System des Kunden ist.
Der nächste Schritt ist die so genannte Empty Shell, eine Systemkopie völlig ohne Daten. Diese Kopie ermöglicht des Systemarchitekten verschiedene Anpassung bis hin zur Veränderung oder Löschung von Organisationseinheiten, Buchungskreisen oder Werken.
Mit „Crystal Bridge“ werden die Daten dann in die neue Struktur gemappt.
In diesem Verfahren lassen sich mehrere Projektschritte kombinieren. So fallen beispielsweise die klassischen Vorprojekte wie etwa die Einführung der neuen Anlagenbuchhaltung oder des neuen Hauptbuches und der Business Partner weg, denn diese sind direkt in den Bluefield-Ansatz integriert.
Unternehmen nutzen die Migration auf S/4HANA, um beim Umstieg in die neue SAP-Welt ihre Geschäftsprozesse zu modernisieren. Conversion/4 unterstützt das Optimieren der Abläufe, wie Zitz berichtet: „Es handelt sich bei diesem Angebot um Business-Transformation as a Service auf Basis von vier Bausteinen: Einerseits die klassische Conversion, also die technische Migration. Der zweite Schritt ist die Transformation der Geschäftsprozesse. Der dritte Schritt ist kontinuierliche Innovation, also das ständige Anpassen der Geschäftsprozesse und der vierte Schritt führt in die Cloud.
Starke Standardisierung optimiert Abläufe
Das Tempo und den Umfang der Prozessmodernisierung bestimmen die Kunden selbst: „Viele Unternehmen wollen und können es nicht leisten, gleich zu Beginn der Transformation sämtliche Wünsche der Fachabteilungen nach optimierten Abläufen umzusetzen“, berichtet Zitz. „Mit Conversion/4 entzerren wir die anstehenden Schritte und weisen bereits im Vorprojekt mögliche Verbesserungspotenziale aus.“
Die Unternehmen bekommen eine Analyse, die beschreibt, welche Mehrwerte sie nach der Migration mit welchem geschätzten Aufwand umsetzen können. Eine mehrjährige Roadmap zeigt sinnvolle Umsetzungsschritte auf. Den Umfang und die Schrittweite der Modernisierung legen die Kunden im Rahmen des Abo-Modells fest.
„2022 hat sich die Zahl der Migrationen nach dem Modell 'Conversion/4' im Vergleich zum Vorjahr auf 45 verdoppelt“, berichtet Michael Zitz, der seit Oktober 2022 Co-CEO von All for One ist. „11 Unternehmen sind mit ihren Systemen bereits live.“
(Bild: All for One Group)
Um die Migration zu vereinfachen, arbeitet Conversion/4 mit einer starken Automatisierung und Standardisierung. Das umfasst sowohl das technische Vorgehen als auch die Geschäftsprozesse, wie Zitz berichtet: „Das standardisierte technische Vorgehen spart den Unternehmen Aufwand, und das kommt ihnen aufgrund mangelnder Mitarbeiter-Ressourcen sehr entgegen. Standardisierte Prozesse helfen den Kunden dabei, die Komplexität und den Wartungsaufwand ihrer Systeme zu reduzieren.“
Unternehmen mit mehreren Standorten oder Tochtergesellschaften bekämen durch die Standardisierung die Chance, zuvor unterschiedlich gelebte Geschäftsabläufe zu vereinheitlichen. Ein positiver Nebeneffekt dabei laut Zitz: „Nach der Standardisierung lassen sich Auswertungen und Statistiken erstellen, die wiederum Handlungsempfehlungen geben, die positiv auf den Unternehmenserfolg einzahlen.“
In die Cloud wollen nicht alle Unternehmen
Die Cloud ist der vierte Baustein des Conversion/4-Modells. Im Auge hat All for One insbesondere die „Azure“-Cloud, weil Microsoft weltweit identische Rechenzentren betreibt. Allerdings wollen Unternehmen nicht alle SAP-Module in die Cloud migrieren, und manche wollen auch gar nicht dorthin.
All for One bietet daher auch hybride Szenarien im Rahmen von Conversion/4 an. „Als Komplettanbieter und Service Provider können wir die gesamten IT-Systeme eines Unternehmens in die Cloud migrieren. Wollen Unternehmen aber einige Module oder ihr gesamtes SAP-System im eigenen Rechenzentrum betreiben, dann leisten wir dafür beispielsweise einen Remote Service.“
Stand: 08.12.2025
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Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz 2019 berichtete All-For-One Co-CEO Lars Landwehrkamp, dass die Bereitschaft der Unternehmen, ihre zentralen IT-Systeme in die Cloud zu migrieren, stark von der Branche abhänge. In den All-for-One-Kernbranchen Automobilzulieferer, diskrete Fertigung und der Konsumgüterindustrie hat jedoch laut Zitz inzwischen ein Umdenken eingesetzt: „Viele Unternehmen erkennen, dass sie beispielsweise in Sachen Cybersicherheit ihre Systeme nie so streng abschotten können, wie ein professioneller Hosting-Dienstleister oder Cloud-Provider.“
Aktuell hostet die All for One Group in ihren eigenen Rechenzentren in Deutschland die Systeme von rund 400 Kunden. Teilweise setzen Unternehmen auch auf hybride IT-Landschaften, bei denen neben Cloud-Prozessen einige Prozesse weiterhin on-premises-gestützt laufen. „Ich gehe allerdings davon aus, dass in wenigen Jahren bis auf Spezialanwendungen sehr viele Systeme zu einem Hosting-Partner wandern“, erläutert Zitz. „Dabei wird sicher auch das jüngst gelaunchte SAP S/4HANA Cloud-Angebot der All for One Group für die SAP-Wartungskunden beitragen.“
Eine Abonnement-Modell mit drei Stufen
Ein wichtiger Baustein von Conversion/4 ist das Abonnement-Modell mit einem Festpreis und garantierter Ressourcenbereitstellung während der Vertragslaufzeit. Die Kunden wählen dabei zwischen einer Laufzeit zwischen 12, 36 oder 60 Monaten. Das Modell hat mehrere Ausprägungen, die sich „Base“, „Move“ und „Fast Forward“ nennen.
Aus Sicht der Kunden bringt das Abo-Modell laut Zitz viele Vorteile: „Für die IT bedeutet das eine Entlastung der Ressourcen und eine Einsparung der internen Aufwände sowie maximale Sicherheit und konstante Innovationen. Für die Geschäftsführung und die Fachbereiche hat es den Riesenvorteil, dass sie Projekte und Ressourcen sehr frühzeitig einplanen können. Für den Finanzchef bedeutet dieses Modell eine Null-Prozent-Finanzierung mit der Chance, die Überschüsse an anderer Stelle zu investieren.“ Außerdem sichere das Abo-Modell die vereinbarten Konditionen über die gesamte Laufzeit ab.
Bei der Einführung von Conversion/4 vor drei Jahren haben sich laut Zitz ein Viertel der Kunden für das Abo-Modell entschieden, im vergangenen Jahr war es etwa die Hälfte. „Einige Unternehmen rechnen ihre Projekte allerdings nach wie vor nach Time and Material ab, weil sie diese Variante gut kennen.“