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AWS wächst schnell und findet auch in Deutschland Anklang

SaaS-Lieferant und sein Kunde sagen, was an Amazon Web Services toll ist

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Der Flughafen Nürnberg landet in der Cloud

Christian Käser ist beim Flughafen Nürnberg für die Websites verantwortlich: „Wir konnten unsere Website personalisieren und die Verfügbarkeit erhöhen. Ein klassisches Hosting hätten wir uns nicht mehr leisten können.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Der Flughafen habe sich eine neue Website mit mehr Funktionen gewünscht. „Ein klassisches Hosting wie zuvor hätten wir dafür nicht bezahlen können“, sagt Käser. Der Flughafen nutzt das virtualisierte Content Management System und CRM-System von Infopark. Mit AWS hat der Endkunde jedoch nichts zu tun.

„Wir schnüren für unsere Kunden ein Paket“, erläutert der bei Infopark verantwortliche Projektleiter Witt. Für sie seien die Funktionen in dem Software-as-a-Service-Angebot relevant, nicht jedoch die darunterliegenden Amazon-Services; diese seien für den Kunden transparent.

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Der Flughafen zahlt nun für das Hosting, die Infrastruktur und die Softwarelizenzen monatlich „einen überschaubaren 4-stelligen Betrag“, so Käser. Der Servicevertrag gilt für eine vereinbarte Laufzeit. Die monatlichen Kosten schwanken, weil einmal mehr einmal weniger IT-Infrastruktur in Anspruch genommen werden muss.

Dafür kauft der Kunde etwa Verfügbarkeit. Zum Beispiel ist an dem Freitag im April 2010, an dem der isländische Vulkans Eyjafjallajökull ausgebrochen war, der Traffic auf den Seiten der Flughäfen und der Fluglinien für ein zwei Stunden auf das 30-fache der sonst üblichen, stündlichen Last angewachsen. Denn die Fluggäste wollten wissen, ob ihre Flüge gestrichen oder verspätet waren. Viele Sites hatten das nicht verkraftet.

Verfügbarkeit und mehr Geschäft

Käser will einem solchen Ausfall vorbeugen. Denn nicht nur in solchen, relativ extremen Ausnahmesituationen sondern auch bei alltäglicheren Besonderheiten wie Streik, vereisten Fahrbahne, Schneestürmen, Gewittern – will der Flughafen seiner Informationsaufgabe nachkommen können.

Darüber hinaus geht es dem Flughafen aber auch um ganz neue Dienste. Dazu zählt das Frühbucher-Parken. Hier können seit Juli dieses Jahres die Fluggäste online ihren Parkplatz buchen, bis zu 45 Prozent sparen und trotzdem garantiert, für die Dauer ihrer Reise ihr Auto in dem bevorzugten Bereich abstellen. Die Bezahlung erfolgt Bargeld- und Ticket-los.

Dem Flughafen ermöglicht der Dienst, die Preise für das Parken saisonal anzupassen. Allerdings muss die neue Site, die seit April 2011 online ist, bedienfreundlich und stets erreichbar sein. „Hier geht es um 6-stellige Umsatzzahlen“, erläutert Käser.

weiter mit: Was passiert mit den Daten? Sind sie sicher?

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