RISC-Spezialist verstärkt Open-Source-Stiftung OpenHW Group tritt der Eclipse Foundation bei

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Die OpenHW Group, ein Spezialist für RISC-V-CPUs und -Technologie, ist der Eclipse Foundation beigetreten. Dieser Schritt soll die Entwicklung industrietauglicher Open-Source-Hardware beschleunigen und Fortschritte bei KI, Cloud-, IoT-, Automotive- und rechenintensiven Anwendungen begünstigen.

Die OpenHW Group und die Eclipse Foundation gehen künftig gemeinsame Wege.(Bild:  MasterTux /  Pixabay)
Die OpenHW Group und die Eclipse Foundation gehen künftig gemeinsame Wege.
(Bild: MasterTux / Pixabay)

Im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung kündigten OpenHW und die Open-Source-Software-Stiftung Eclipse Foundation den strategischen Zusammenschluss an. Dieser soll noch im Dezember 2024 abschlossen werden. Im Mittelpunkt steht die beschleunigte Entwicklung quelloffener Hardwaretechnologien sowie die Errichtung einer robusten, offenen Alternative zu proprietären Architekturen. Davon sollen vor allem Anwendungsfelder wie Künstliche Intelligenz (KI), Cloud Computing, das Internet der Dinge („Internet of Things“, IoT), die Automobilindustrie und das High-Performance-Computing (HPC) profitieren.

Die OpenHW Group ging bereits 2019 eine strategische Partnerschaft mit der Eclipse Foundation ein. Das so gewonnene Wissen wurde genutzt, um wichtige Services für Entwicklungsprozesse, IP-Management, IT-Infrastrukturen und Back-Office-Vorgänge anzubieten. Zudem brachte sie OpenHW dem Ziel näher, verifizierte und industrietaugliche Open-Source-CPU-Kerne bereitzustellen, die auf eine kommerzielle SoC-Produktion ausgerichtet sind.

Umbenennung und Integration

Im Zuge des Zusammenschlusses wird die OpenHW Group in OpenHW Foundation umbenannt. Ihr Netzwerk mit mehr als 100 Mitgliedern und Partnern wird zudem in das Open-Source-Ökosystem der Eclipse Foundation integriert. Dazu zählen zum Beispiel das Barcelona Supercomputing Center, CEA, Red Hat, Silicon Labs und Thales. Künftig will sich OpenHW vollkommen auf die weitere Entwicklung von RISC-V-Hardware konzentrieren. Die offene, flexible und kostengünstige Architektur soll schnellere Innovationen fördern und gleichzeitig lizenzrechtliche Hindernisse beseitigen. OpenHW deckt dabei verschiedene Einsatzszenarien ab, die von Hochleistungssystemen bis hin zu hochintegrierten Steuerungen reichen.

„Der Eclipse Foundation beizutreten, ist ein bedeutender Moment für OpenHW. Er unterstreicht unser Commitment, vertrauenswürdige Open-Hardware-Lösungen weltweit bereitzustellen“, freut sich der OpenHW-CEO Florian Wohlrab. Die Partnerschaft biete die langfristige Stabilität, Infrastruktur und Open-Source-Expertise, um RISC-V-Hardware innovativ weiterzuentwickeln. „Davon profitieren sowohl unsere Mitglieder als auch die gesamte Branche“, ist sich Wohlrab sicher.

„In seiner fünfjährigen Geschichte hat OpenHW entscheidend dazu beigetragen, weitere Anwendungsbereiche für Open-Source-Hardware zu erschließen. Gemeinsam sind wir jetzt deutlich besser positioniert, um Spitzentechnologien wie KI, softwaredefinierte Fahrzeuge und IIoT (Industrial Internet of Things) voranzutreiben und die Rolle von Open Source in diesen wichtigen Bereichen weiter zu stärken“, ergänzt Mike Milinkovich, Geschäftsführer der Eclipse Foundation.

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