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Die Bausparkasse profitiert von hoher Taktfrequenz der Hybridrechner

Neue IBM-Mainframes senken bei Schwäbisch-Hall die Gesamtkosten

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Problemloser und schneller Umstieg

Alexander Neumann, Abteilungsleiter im IT-Bereich ist für IT-Strategie und IT-Architekturmanagement sowie den IT-Betrieb zuständig und war als Auftraggeber für das Beschaffungsprojekt verantwortlich. Er beschreibt die Inbetriebnahme der beiden neuen Maschinen als „unproblematisch“: „Die IBM garantiert ja volle Kompatibilität, der Aufwand für Test und Inbetriebnahme ist verhältnismäßig gering. In diesem Punkt ist die zSeries absoluter Benchmark.“

Am 27.Oktober 2010 wurde die erste Maschine in Betrieb genommen, zwei Wochen später die zweite. Damit sollte sichergestellt werden, dass insbesondere die hauseigene Kern-Applikation „Back Office Bausparen“ (Bob) auch wirklich permanent und unterbrechungsfrei zur Verfügung steht. Bis zum kompletten Maschinentausch lief ja mindestens ein Altsystem.

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Die beiden neuen z196-Mainframes sind über Parallel-Sysplex - mit Data Sharing – verbunden. Damit dient der zweite Rechner nicht nur dem Backup und Disaster Recovery, sondern er wird bei Leistungsspitzen auch zur Lastverteilung genutzt.

Für die Inbetriebnahme eines neuen Mainframes reicht ein Tag aus. Mitarbeiter der IBM waren vor Ort, um die Verkabelung vorzunehmen. Die Migration der Software erledigte hauptsächlich Ralf Hofmann, der bei der VR Kreditwerk AG, einer 100prozentigen BHS-Tochter, im Bereich IT Operations den Umstieg als Projektleiter begleitete. „Die Software ist in ein paar Stunden migriert, am längsten dauert danach das Testen der Softwarefunktionalität“, beschreibt Hofmann das Prozedere.

Wo der Schuh drückt

Mittlerweile kann die BSH auf ein Jahr Erfahrung mit den neuen Systemen zurückblicken. Die beiden Rechner verfügen über jeweils 32 Prozessoren, wobei bislang aber nur vier in der einen und fünf Prozessoren in der anderen Maschine für den z/OS-Betrieb genutzt werden.

Das Ungleichgewicht erklärt sich aus der Gesamtkostenbetrachtung, die IT-Vorstand Lichtenberg allen Entscheidungen zugrunde legt. In diesem Fall betrifft das die Softwarelizenzgebühren, die IBM verlangt. „Den zehnten Prozessor freizuschalten wäre kein Problem, aber der würde bei der Softwarelizenz mit mehr als zehn Prozent zu Buche schlagen“, hat Abteilungsleiter Neumann ausgerechnet und sich deshalb dagegen entschieden. „Im Regelbetrieb reichen neun Prozessoren aus. Wenn wir aufrüsten müssen, dann schalten wir wechselseitig auf beiden Maschinen Prozessoren zu“, skizziert er den Wachstumspfad.

Die BSH kämpft wie alle anderen Mainframe-Anwender mit dem Ungleichgewicht zwischen Hardware- und Softwarepreisen: Die Hardwarepreise bewegen sich massiv nach unten, so dass eine Maschine, die früher für 20 bis 25 Millionen Dollar zu haben war, heute für einen Bruchteil davon beschafft werden kann. Aber die Lizenzgebühren für die Software ziehen nicht mit. „Das Verhältnis zwischen Hardware und Software liegt bei 1:5“, hat Neumann ausgerechnet.

weiter mit „IBM bestraft die treuesten Mainframe-Kunden“

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