Netzwerkverbindungen, Statistiken und Routing-Tabelle Netstat untersucht in der Befehlszeile TCP/IP-Verbindungen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Mit dem Befehlszeilen-Tool „Netstat“ können Admins und Anwender in der Befehlszeile Netzwerkverbindungen, Statistiken und Routing-Tabellen anzeigen. Für das Troubleshooting im Netzwerk kann das ideal sein.

„Netstat“ ist ein wertvolles Tool für das Troubleshooting in Netzwerken.(Bild:  Thomas Joos)
„Netstat“ ist ein wertvolles Tool für das Troubleshooting in Netzwerken.
(Bild: Thomas Joos)

Netstat ist ein Befehlszeilenwerkzeug, mit dessen Hilfe Admins und Nutzer die TCP/IP-Verbindungen von Computern anzeigen können. Das Tool ist eine wertvolle Hilfe beim Troubleshooting in Netzwerken, zum Beispiel im Bereich von Anwendungsservern und deren offenen Ports.

Der Befehl netstat ohne zusätzliche Parameter listet alle aktiven Verbindungen auf dem Computer auf. Dies schließt sowohl eingehende als auch ausgehende Verbindungen ein und zeigt den Status jeder Verbindung an, was für eine erste Diagnose des Netzwerkverkehrs nützlich ist.

Durch Hinzufügen des Parameters -a werden alle Verbindungen und lauschenden Ports angezeigt. Diese Option ist besonders hilfreich, um zu überprüfen, welche Dienste gerade auf Netzwerkanfragen warten.

Anzeigen von Verbindungen mit Prozess-IDs

Die Kombination der Parameter -b und -o liefert zusätzliche Informationen zu den aktiven Verbindungen. Der Parameter -b zeigt das zugehörige Programm an, das die Verbindung nutzt, und -o fügt die Prozess-ID (PID) hinzu. Diese Informationen sind essenziell, wenn es darum geht, unbekannte oder unerwünschte Netzwerkverbindungen einem laufenden Prozess zuzuordnen.

Mit Parametern wie -t, -u, -w und -x lässt sich die Ausgabe auf TCP, UDP, RAW-UDP und Unix-Domain-Sockets beschränken. Diese Filterung ist nützlich, wenn spezifische Daten über ein einzelnes Protokoll benötigt werden.

Der Parameter -p in Kombination mit einem Zeitintervall in Sekunden erlaubt es, die Netzwerkstatistik in einem definierten Intervall zu aktualisieren. Dies ist besonders wertvoll, um den Netzwerkverkehr in Echtzeit zu überwachen. Beispiel für eine Aktualisierung alle 5 Sekunden:

netstat -p 5

Durch die Integration dieser und weiterer Optionen des netstat-Befehls in die Netzwerküberwachung können detaillierte Informationen über den aktuellen Zustand und die Nutzung des Netzwerks gewonnen werden. Dies ermöglicht eine effiziente Diagnose und gezielte Eingriffe bei Problemen oder Sicherheitsbedenken im Netzwerkverkehr.

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