Network Monitoring mit OpenSource Munin und Nagios, ein Erfolgsduo für die Netzwerküberwachung

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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„Munin“ ist ein Open-Source-Tool zur System- und Netzwerküberwachung. Eine häufig genutzte Möglichkeit ist die Integration von Munin und „Nagios“. Dadurch können in einer Überwachungsumgebung beide Anwendungen parallel zum Einsatz kommen.

Sreenshot aus der „Munin“-Anwendung. (Bild:  Thomas Joos)
Sreenshot aus der „Munin“-Anwendung.
(Bild: Thomas Joos)

Munin und Nagios lassen sich kombinieren, um die Vorteile beider Systeme zu nutzen. Munin eignet sich insbesondere zur Langzeitüberwachung und Trendanalyse von Systemmetriken, während Nagios für die Echtzeit-Überwachung und Alarmierung konzipiert ist. Damit beide Systeme erfolgreich zusammenarbeiten, sind einige Konfigurationsschritte erforderlich.

Einrichten von passiven Nagios-Prüfungen

Eine zentrale Anforderung für die Integration besteht darin, dass Nagios in der Lage sein muss, Nachrichten von Munin zu empfangen. Das wird mithilfe des „Nagios Service Check Acceptor“ (NSCA) realisiert.

NSCA besteht aus einem Client, der unter dem Namen "send_nsca" bekannt ist, und einem Server, der typischerweise über den „inetd“-Daemon gestartet wird. Es wird empfohlen, die Kommunikation zwischen Munin und Nagios durch Aktivierung der Verschlüsselung abzusichern.

Konfiguration von Nagios

Damit Nagios externe Eingaben über NSCA akzeptieren kann, muss die entsprechende Konfiguration in der Hauptkonfigurationsdatei (nagios.cfg) vorgenommen werden. Dabei ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Direktive „command_file“ korrekt gesetzt und funktionsfähig ist.

Ein Beispiel für eine entsprechende Konfigurationszeile in nagios.cfg:

command_file=/var/run/nagios/nagios.cmd

Das angegebene Verzeichnis muss im Besitz des Benutzers sein, unter dem Nagios ausgeführt wird. Die Datei nagios.cmd ist eine benannte Pipe, die es Nagios ermöglicht, externe Befehle zu empfangen.

Konfiguration von NSCA (Server-Seite)

Auf der Serverseite von NSCA ist eine entsprechende Konfiguration erforderlich, um eingehende Meldungen zu verarbeiten und an Nagios weiterzuleiten. Dies umfasst unter anderem die Festlegung des Ports, die Konfiguration der Verschlüsselungsmethode und die Definition der Service-Checks, die mit den empfangenen Daten verbunden sind.

Die korrekte Konfiguration von NSCA ist entscheidend, um eine zuverlässige Kommunikation zwischen Munin und Nagios sicherzustellen und Fehlalarme zu vermeiden. Durch die Kombination beider Systeme erhalten Administratoren eine robuste und flexible Monitoring-Anwendung, die sowohl langfristige Analysen als auch zeitnahe Alarmierungen ermöglicht.

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