Sun steigt jetzt auch in die Desktop-Virtualisierung ein Mit dem Connection Broker VDI 1.0 lassen sich Desktops auf Servern konsolidieren

Redakteur: Ulrich Roderer

Die Virtualisierung des Desktops gehört zu den wichtigsten Technologien, um Rechenzentren und Unternehmens-IT effektiver zu machen. Sun bringt jetzt mit der Virtual Desktop Infrastructure Software 1.0 (VDI) einen eigenen Connection Broker auf den Markt und kooperiert mit allen wichtigen Anbietern in diesem Segment.

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VDI läuft auf dem Solaris-Betriebssystem und ermöglicht es, Anwendungen und Desktops auf Servern zu zentralisieren und sie über ein hochperformantes Protokoll auf vielen unterschiedlichen Endgeräten darzustellen.

Die VDI-Software bietet sicheren Zugang zu virtualisierten Microsoft Windows-Desktops. In Kombination mit der marktführenden Virtualisierungslösung VMware Infrastructure lassen sich Desktops auf Servern im Rechenzentrum konsolidieren. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Terminalemulationen liegt darin, dass Anwender einen konfigurierbaren Desktop erhalten, der in einer eigenen virtuellen Maschine auf dem Server läuft.

Die VDI-Lösung von Sun unterstützt als Endgeräte Windows-PCs und Mac-OS-X-Rechner, sowie Thin Clients von Sun und anderen Anbietern. Mit VDI können IT-Manager neue Anwender, Gruppen oder sogar ganze Abteilungen innerhalb von Minuten anlagen und zentral verwalten, ohne dass Software verteilt werden müsste. Suns VDI Software soll im Oktober verfügbar sein zum Preis von 149 Dollar pro Anwender und läuft auf Solaris und Linux-Betriebssystemen.

Integration mit VMware

Schon auf der VMworld hatte Sun in einem Preview gezeigt, wie VDI mit VMware Infrastructure integriert sein wird. Die Konnektivität verwendet Management-Schnittstellen der Infrastructure und ermöglicht es, ihren Desktop von allen gängigen Endgeräten aus zu nutzen. Die Lösung soll Anfang 2008 als Komponente der Sun Virtual Desktop Solutions verfügbar sein, das erste Release des VDI-Connector wird VMware Infrastructure unterstützen. Doch Sun hängt sein Glück nicht nur an einen Anbieter. Auch andere Virtualisierungslösungen sollen unterstützt werden.

So hat Sun gleichzeitig eine strategische Allianz mit Microsoft angekündigt. Beide arbeiten zusammen um sicherzustellen, dass Solaris als Gast auf der Virtualisierungstechnologie von Microsoft läuft und im Gegenzug auch der Windows Server als Gast unter Suns Virtualisierungstechnologie lauffähig ist. Sun wird darüber hinaus einen Hypervisor für die eigenen Intel-basierten Coolthreads-Servers verfügbarmachen. Der Hypervisor basiert auf einer Technologie, die Sun LDoms (Logical Domains) nennt. Darüber hinaus Sun ebenfalls den Solaris x86 Virtual Machine (xVM) Hypervisor for Solaris auf dem Markt bringen, der auf Systemen mit x86-Prozessoren von Intel und AMD läuft.

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