Nuklearpark in Texas Strom für das Mammutprojekt Stargate

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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In Texas baut Last Energy nun einen Park aus 30 mikro-nuklearen Reaktoren. Doch das „Stargate“-Projekt wird nicht von der dort gewonnen Energie profitieren. Es setzt auf eine andere Strategie in Sachen Energieversorgung.

So sollen die 30 geplanten mini-nuklearen Reaktoren im Norden Texas von Last Energy aussehen.(Bild:  Last Energy)
So sollen die 30 geplanten mini-nuklearen Reaktoren im Norden Texas von Last Energy aussehen.
(Bild: Last Energy)

Das im Januar bekanntgegebene Stargate-Projekt, das nördlich von Abilene in Texas entsteht, hat eine spannende Herausforderung vor sich: den nachhaltigen und stabilen Energiebedarf für seinen Hightech-Datenzentrumskomplex zu decken. Stargate setzt auf eine Kombination aus erneuerbaren Energien und einer Erweiterung der Netzkapazität.

Doch hier wird es spannend: Nur wenige Kilometer entfernt wird ein Park von 30 mikro-nuklearen Reaktoren errichtet – ein Projekt von Last Energy. Das geht etwa aus dem Artikel von „Houston Chronicle“ hervor.

Auch wenn die beiden Vorhaben nicht direkt miteinander verknüpft sind, ist ihre geographische Nähe zu bedeutend, um sie einfach zu ignorieren: Mini-Reaktoren und Stargate direkt nebeneinander. Texas setzt klare Hinweise auf Trends, die künftig die Energieversorgung und Datacenter-Technologien beeinflussen könnten.

Warum verwendet das Stargate-Projekt keine Kernenergie?

Obwohl die geplanten mikro-nukleare Reaktoren von Last Energy eine wichtige Rolle in der texanischen Energieinfrastruktur spielen könnten, setzt Stargate nicht auf diese Technologie. Grund hierfür: Regulatorische Hürden, hohe Anfangsinvestitionen und lange Genehmigungsprozesse machen die mikro-nuklearen Reaktoren von Last Energy für den schnellen Hochlauf des Projekts wenig attraktiv.

Durch das Beispiel Stargate wird klar, dass moderne Rechenzentren ihre Energieversorgung ausgewogen gestalten müssen – mit einem Mix aus erneuerbaren Energien, Netzanschlüssen und zuverlässigen Backup-Systemen. Das könnte ein Modell für High-Density-Datenzentren werden.

Erneuerbare Energien als Kernstrategie des Stargate-Projekts

Das Projekt setzt vor allem auf Solar- und Windenergie. Laut Insidern sollen langfristige Strombezugsvereinbarungen (Power Purchase Agreements, PPAs) mit texanischen Solar- und Windparks die Hauptquelle der Stromversorgung sein. Diese Strategie entspricht den Nachhaltigkeitszielen der Hauptinvestoren, darunter OpenAI und Oracle.

Doch neben den erneuerbaren Energien wird Stargate auch direkt an das Netz der Electric Reliability Council of Texas (Ercot) angeschlossen. Aufgrund des hohen Stromverbrauchs des Projekts, muss die Netzstabilität sicher gestellt werden und ausgebaut werden, um den hohen Bedarf zu decken und eine durchgehende Stromversorgung zu gewährleisten.

Ercot prognostiziert, dass sich die Stromnachfrage in Texas in den kommenden zehn Jahren verdoppelt. Grund dafür sind insbesondere die neuen Rechenzentren und das KI-Cluster.

Weitere Backup-Kapazitäten sollen einen potentiellen Blackout verhindern

Um Blackouts zu verhindern, sind außerdem Backup-Systeme geplant. Diese umfassen große Batteriespeicher und Gaskraftwerke als Notfallreserve. Dank dieser Kombination soll eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sichergestellt werden.

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