Nvidia ist beim KI-Portfolio von Dell mit an Bord KI vom Client bis in die Cloud: Dell kündigt AI Factory an

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

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Mit seiner AI Factory kündigt Dell Technologies ein breites KI-Portfolio an, das von Clients über Rechenzentren bis in die Cloud reicht. Als Partner in Sachen Infrastruktur und Services konnte das Unternehmen Nvidia gewinnen.

Dell Technologies bietet künftig mit der „AI Factory“ ein umfangreiches KI-Portfolio aus einer Hand an.(Bild:  Tung Nguyen /  Pixabay)
Dell Technologies bietet künftig mit der „AI Factory“ ein umfangreiches KI-Portfolio aus einer Hand an.
(Bild: Tung Nguyen / Pixabay)

Mit der AI Factory will Dell Unternehmenskunden Zugang zum nach eigenen Angaben branchenweit umfangreichsten KI-Portfolio sowie einem offenen Ökosystem von Technologiepartnern bieten. Firmen sollen damit individuell angepasste KI-Anwendungen erstellen können, wahlweise als herkömmlicher Kauf oder als „Apex“-Abonnement.

Als Grundlage des End-to-End-KI-Portfolios dient das Client-, Server-, Storage-, Data-Protection- und Networking-Angebot von Dell. Es wird zudem um weitere Bestandteile erweitert, die speziell auf die zunehmenden KI-Anforderungen zugeschnitten sind.

Von KI-PCs bis zur Netzwerk-Fabric

Ein Beispiel dafür sind „Copilot+“-Notebooks, die mit „Snapdragon-X-Elite“- und „Snapdragon-X-Plus“-Prozessoren ausgestattet sind und die neuen Microsoft-KI-Anwendungen unterstützen. Sie richten sich sowohl an Privatanwender als auch Profis und sollen neben den KI-Funktionen auch durch besonders lange Akkulaufzeit überzeugen.

Im Storage- und Daten-Management-Bereich sorgt das Dell „Powerscale F910“ All-Flash-System für leistungs- und KI-fähigen Datenspeicher. Die Dateisystem-Software-Architektur Project Lightning sorgt dabei für beschleunigte Trainingszeiten umfangreicher und komplexer KI-Workloads. Die nötigen Schutzmaßnahmen lassen sich beispielsweise mit derDell Solution for AI Data Protection“ umsetzen.

Auch im Netzwerkbereich hat Dell leistungsfähige Hardware parat: Dazu zählen etwa der „Powerswitch Z9864F-ON“ mit „Broadcom-Tomahawk-5“-Chipsatz oder der „Poweredge XE9680“ für den Aufbau robuster Ethernet-Fabrics. Zudem sollen Innovationen bei der „Enterprise-Sonic“-Distribution für bessere KI-Leistung sorgen, während die Software „Smart Fabric Manager for Sonic“ die Bereitstellung, Orchestrierung und das Lebenszyklus-Management vereinfachen kann.

Unterstützung durch namhafte Partner

Dell kooperiert für AI Factory mit zahlreichen Partnern, allen voran Nvidia: Hierbei steht die Software-Plattform „Nvidia AI Enterprise“ im Fokus, die auf „Nvidia Tensor Core“ GPUs, der „Nvidia Spectrum-X Ethernet Networking Fabric“ und „Nvidia Bluefield“ DPUs beruht. Sie ermöglicht unter anderem den schnellen Einstieg in anspruchsvolle KI-Anwendungsfälle, wie etwa Retrieval Augmented Generation (RAG) oder das Training und den Einsatz von KI-Modellen.

Der neue Server „Poweredge XE9680L“ unterstützt acht Nvidia-GPUs mit „Blackwell“-Architektur auf kompakten vier Höheneinheiten im Industriestandard-x86-Rack. Varianten wurden ebenfalls bereits angekündigt, darunter auch Versionen mit 64 luftgekühlten oder 72 flüssigkeitsgekühlten Blackwell-GPUs.

Neben Nvidia arbeitet Dell Technologies auch mit Hugging Face zusammen, um ein optimiertes lokales Deployment von generativen KI-Modellen anzubieten. Weitere Kooperationspartner sind Meta, wo es sich vor allem um das Deployment von „Llama-3“-Modellen auf Dell-Infrastrukturen dreht, sowie Microsoft Azure. Letzteres hat vor allem die die Bereitstellung von KI-Services im Blick. Dazu zählen Sprachtranskriptions- und Übersetzungsfunktionen, die auf der Dell Apex Cloud Platform for Microsoft Azure basieren.

Jeff Clarke, Vice Chairman und Chief Operating Officer von Dell Technologies, erläutert den Hintergrund für die Entwicklungen: „KI verändert die Geschäftswelt in einem noch nie dagewesenen Tempo. Rechenzentren müssen von Grund auf so konzipiert werden, dass sie die Geschwindigkeit und den Leistungsumfang von KI bewältigen können, während neue KI-PCs die Produktivität und Zusammenarbeit verändern." Es würden IT-Infrastrukturen und Geräte benötigt, die speziell auf die Anforderungen von Künstlicher Intelligenz zugeschnitten sind.

Verfügbarkeit

Das „Dell Powerscale-F910“-Speichersystem ist ab sofort verfügbar. Gleiches gilt für den „Dell Solution Hub on Hugging Fae, die Accelerator-Services für den Dell Enterprise Hub on Hugging Face sowie die Implementierungsservices für Microsoft-Copilot-Angebote. Alle anderen Produkte werden im Lauf der kommenden Monate Schritt für Schritt auf den Markt kommen.

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