Leistungsfähige IT-Infrastrukturen sind für jedes Unternehmen geschäftskritisch. Firmen müssen daher sorgfältig abwägen, in welche Technologien und Techniken sie investieren. Wie können IT-Verantwortliche am besten dabei vorgehen? Drei Kernfragen weisen den sicheren Weg zur richtigen Entscheidung.
Die richtigen drei Fragen können helfen, zur richtigen Investitionsstrategie zu gelangen.
Gerade komplexe Multicloud-Umgebungen erfordern performante IT-Systeme, welche die Geschäftsprozesse optimal unterstützen und maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beitragen. Investitionen in die passenden Technologien müssen daher wohl überlegt sein.
Dennoch fehlt es häufig an einer durchdachten Strategie, um die IT-Budgets konsequent in die richtige Richtung auszurollen. Dies führt oft zu Silo-Architekturen, die in vielen Fällen keine konsistenten IT-Prozesse zulassen.
Das ist der falsche Ansatz. Investitionen in die richtigen Technologien sollten die digitale Transformation unterstützen, die Agilität erhöhen und Wettbewerbsvorteile generieren. Dies verringert gleichzeitig auch den Druck auf die IT-Teams. Daher sollten Investitionsstrategien auf den Weg gebracht werden, mit denen sich übergeordnete Geschäftsziele sicher erreichen lassen. Um diesen Weg erfolgreich zu gehen, können sich IT-Verantwortliche im Vorfeld der Entscheidung drei essenzielle Fragen stellen:
1. Wird die bestehende Infrastruktur bereits optimal genutzt?
IT-Lösungen und -Plattformen enthalten oft eine Vielzahl von Tools, die nicht alle Teil des Kernprodukts sind. Vielmehr werden sie durch mehrere Iterationen und Updates hinzugefügt.
Dies führt zu einer zunehmend komplexen Infrastruktur, in der IT-Teams den Umfang der bereitgestellten Tools und Dienste gar nicht genau kennen. Manche Unternehmen investieren sogar in zusätzliche Software-Produkte, obwohl sie bereits Lösungen mit ähnlichen Funktionen im Einsatz haben. Dies ist nicht nur unnötig und teuer, sondern sorgt auch für redundante Systemlandschaften.
Ein Beispiel aus der Praxis: Der CIO eines bekannten Medienunternehmens wollte ein Nachhaltigkeits-Dashboard für seinen IT-Betrieb erstellen. Hierfür hatte er fast ein Jahr lang eine aktive Ausschreibung durchgeführt. Was er nicht wusste: Das bereits eingesetzte VMware-Dashboard verfügt über Funktionen, mit denen sich entsprechende Aufgaben ohne zusätzliche Kosten ausführen lassen. Entsprechend aufgeklärt, konnte der CIO die vorhandene Lösung optimal nutzen.
Dies zeigt: Es ist wichtig, bestehende IT-Investitionen ganzheitlich und als ein einziges, integriertes System zu betrachten. Erst dann wird klar, wie viele Tools bereits vorhanden sind und wie reibungslos sie funktionieren. Nur mit dieser ganzheitlichen Sicht lässt sich der volle Wert und eine maximale Rendite aus den Investitionen generieren.
2. Wird wirklich ein maßgeschneidertes Produkt benötigt?
Viele IT-Leiter sehen im Aufbau eines eigenen, maßgeschneiderten Tech-Stacks die ultimative Lösung. Dies führt jedoch tendenziell dazu, dass Techniinvestitionen schrittweise getätigt werden. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf bestimmte Tools und Produkte, die im Nachgang zusammengefügt werden. So entsteht eine völlig andere Systemlandschaft, in der die einzelnen Komponenten nicht optimal zusammenarbeiten und die einen hohen Wartungsaufwand erfordert.
Hier ist eine radikale Vereinfachung gefragt: Es gibt Lösungen und Plattformen, die quasi „von der Stange“ gekauft und schnell bereitgestellt werden können. Sie sind zuverlässig und skalierbar, ermöglichen schnelle Innovationen und liefern einen größeren Mehrwert für die Kunden. Tatsächlich laufen viele kritische Infrastrukturen, die Millionen von Transaktionen abwickeln, auf diesen Lösungen.
Aber auch andere Unternehmen profitieren von solchen Plattformen: GfK beispielsweise konnte mit der „VMware Cloud Foundation“, die sowohl On-Premises als auch in der Public Cloud ausgeführt wird, die Marktforschung auf eine neue Ebene heben. Das Unternehmen profitiert dadurch von mehr Flexibilität, Agilität und Kosteneffizienz.
3. Herrscht eine „Innovationsmentalität“?
Wichtig ist es, den Blickwinkel zu erweitern: Entscheidungsträger sollten abwägen, ob sie mit Technikinvestitionen lediglich den Status Quo erhalten oder damit Innovationen freisetzen möchten.
Dabei muss Innovation nicht mit der Migration in öffentliche Cloud-Netzwerke oder der Nutzung generativer KI-Tools verbunden sein. Innovation kann ebenso mit On-Premises-Systemen oder in einer privaten Cloud-Umgebung stattfinden – und zwar mit dem gleichen Maß an Agilität, aber einem gezielteren Fokus auf Kosten, Datenhoheit und Sicherheit.
Entscheidend ist allein die richtige Lösung, die eine integrierte Ausfallsicherheit für unterbrechungsfreien Betrieb, ausreichend Bedrohungsprävention und eine schnelle Wiederherstellung nach Cyber-Angriffen bietet. Dabei sollten Unternehmen Innovationen dort realisieren, wo die eigentliche Differenzierung liegt. Denn genauso, wie sie keine eigenen Betriebssysteme entwickeln, sollten sie auch nicht ihre eigenen Cloud-Plattformen aufbauen.
Stand: 08.12.2025
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Darüber hinaus gilt: IT-Investitionen und -Strategien sollten nicht vom neuesten Tool auf dem Markt diktiert werden. Durch die sorgfältige Beantwortung der drei Kernfragen können Verantwortliche ihre IT-Infrastrukturen besser verstehen und herausfinden, welche Investitionen Sinn ergeben.
*Der Autor Armin Müller ist Vice Presindent DACH Sales bei Broadcom. Sein Fazit lautet: Ein sehr erfolgversprechender Weg besteht darin, die eigene Denkweise grundlegend zu ändern: Es ist nicht erforderlich, maßgeschneiderte IT-Lösungen von Grund auf neu zu erstellen oder in jedes erdenkliche neue Tool am Markt zu investieren. Der Schwerpunkt sollte vielmehr auf der Schaffung eines Umfelds liegen, das Flexibilität und den gezielten Einsatz bewährter Lösungen ermöglicht. So können Innovationen dort entstehen, wo sie ihre größte Wirkung entfalten.