Auf ihrem Event „AI Everywhere“ in New York hat die Intel Corp. nicht nur den schwer KI-gestützten „Core Ultra“-Prozessor präsentiert, sondern auch die fünfte Generation des „Xeon“. Dieser rüstet das Rechenzentrum umfassend mit KI auf, so CEO Pat Gelsinger. Insbesondere in Kombination mit dem Beschleuniger „Gaudi“, dessen dritte Generation er abschließend in die Kamera hielt.
Auf ihrem Event „AI Everywhere“ in New York präsentierte die Intel Corp. noch im vergangenenen Dezember den „Core Ultra“-Prozessor sowie die fünfte Generation des „Xeon“.
(Bild: Müller)
„Was für ein Jahr“, konstatierte Intels Europachef Dermot Hargaden, Vice President in the Sales and Marketing Group & General Manager for the EMEA Region: Neue Fabriken in Magdeburg und Breslau, der gemeinsam mit Dell an der University of Cambridge gebaute Supercomputers „Dawn Phase 1“ und dann die Vorbereitungen auf Olympia in Paris 2024, wo man natürlich technisch ganz vorne mitmischen wird….
Dermot Hargaden, General Manager EMEA und Vice President Sales and Marketing Group
(Bild: Müller)
Anschließend schaltete Hargaden zum eigentlichen Event nach New York: Dort präsentiert CEO Pat Gelsinger, aufgekratzter denn je, die Highlights des „Intel AI Everywhere“-Events. Wie der Name schon sagt, will der Prozessorenexperte – analog zu vielen anderen IT-Konzernen im vergangenen Jahr – die Welt mittels KI besser machen. Ein Mantra, das während der Veranstaltung in Dauerschleife wiederholt wurde.
Wie soll das gehen? Naturgemäß im Falle von Intel mittels Prozessoren. Schließlich basiere jede Software, und damit auch die künstliche Intelligenz (KI) auf Silizium, der Grundstoff für jeden Chip. Man sehe sich erst am Anfang der Prozessoren-Geschichte stehen und erwarte auf Jahrzehnte hinaus Wachstum und Stärke. Und so stellte Gelsinger und seine Mitarbeiter dann auch mit dem Core Ultra, dem „AI PC“, der fünfte Generation des Xeon sowie „Gaudi 3“ neue Kern-Hardware für KI-Anwendungen vor, die die Welt besser machen werden… Sie wissen schon.
Der AI PC soll den Markt neu beleben
Das Mantra wurde von Michelle Johnston Holthaus aufgegriffen, Executive Vice President und General Manager der Client Computing Group von Intel. Sie präsentierte den AI PC, ein Konzept, dass dem Markt für Heimrechner neuen Schwung verleihen werde. Der AI PC müsse so hochleistungsfähig sein, dass darauf native KI-Anwendungen wie Microsofts Copilot auf skalierbare, leistungsfähige und sichere Weise ausgeführt werden können.
Das bedeute, dass der AI PC die meisten seiner KI-Anwendungen lokal ausführen und die Cloud nur bei Bedarf nutzen werde - ein großer Unterschied zu der Art und Weise, wie die meisten KI-Anwendungen heute ausgeführt werden. Daher benötige der AI PC einen energieeffizienten KI-Beschleuniger.
Michelle Johnston Holthaus, EVP und General Manager der Client Computing Group von Intel
(Bild: Müller)
Zum Glück konnte Holthaus genau so etwas präsentieren: „Die heutige Einführung von Intel Core Ultra ist unsere größte architektonische Veränderung seit 40 Jahren. Gebaut für KI, läuten wir mit diesem Prozessor das Zeitalter des AI PCs ein.“ Es handle sich um „die größte Transformation des PC-Erlebnisses seit 20 Jahren, als der „Centrino“ Laptops erstmals mit WLANs verband.
In jeden Intel Core Ultra-Prozessor (Codename „Meteor Lake“) sei eine neue 3D-Performance-Hybridarchitektur integriert, die neben CPU und GPU eine Neural Processing Unit (NPU) in einem einzigen Paket vereine. Er mache KI-Funktionen wie Sprachübersetzung in Echtzeit, automatische Inferenzierung und verbesserte Spielumgebungen umgehend möglich.
AI bis zum Edge
Insbesondere für das Edge Computing sei dies bedeutsam. Hier käme zudem Intels KI-Laufzeitumgebung „Openvino“ zu Hilfe. Das Entwickler-Toolkit erfreue sich wachsender Nachfrage und mache Intels AI auch und gerade in diesem rasant wachsenden Bereich zugänglich.
Ab sofort seien acht verschiedene Prozessoren verfügbar, vom Core Ultra 5 125U bis zum Core Ultra 7 165H. Anfang 2024 sollen drei weitere Varianten folgen, inklusive dem neuen Topmodell Core Ultra 9 185H. Anwender könnten umgehend erste Notebooks mit den neuen Prozessoren bei ausgewählten US-Händlern erwerben, zur CES im Januar 2024 sollen viele weitere folgen.
„Bald stehen Ihnen über 230 AI PC-Systeme zur Auswahl“, so Holthaus. Man verfüge aktuell über mehr als 100 ISV-Partner speziell für die AI PC-Optimierung, etwa Adobe, Microsoft, Dolby oder „Zoom“. Für das kommende Jahr rechnet sie mit mehr als 300 KI-beschleunigten ISV-Funktionen und bis 2025 mit mehr als 100 Millionen verkauften Core Ultra-Prozessoren. Intern sitzt Intel laut Branchenkennern bereits am Nachfolger „Arrow Lake“, der in der zweiten Jahreshälfte 2024 kommen soll.
Für Rechenzentren: 5. Generation Xeon CPU
Meteoriten hin, Pfeile her, für Betreiber von Rechenzentren ist der als nächstes präsentierte Chip viel wichtiger: Die skalierbaren Intel Xeon Prozessoren der 5. Generation verfügen über bis zu 64 Kerne pro CPU und offerieren damit verbessertes Multithreading und bessere Parallelverarbeitung. Die Speichergeschwindigkeit beträgt bis zu 5600 MT/s, der Last-Level-Cache fasst bis zu 320 MB, unterstützt werden zudem Typ-3-Speicher mit „Compute Express Link 1.1“.
Stand: 08.12.2025
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Gegenüber der 4. Generation sei die Leistung um das 1,21-fache gestiegen, in bestimmten Bereichen wie der KI-Inferenz sogar bis zu 1,42-fach. Der Durchsatz liege um das 1,7-fache höher.
Es gibt verschiedene Chip-Pakete: Das XCC-Paket biete bis zu 64, das MCC-Paket bis zu 32 und das EE-LCC-Paket (ein monolithischer Chip) bis zu 20 Kerne. Für das Clustering – also die Verteilung der Arbeitslasten auf verschiedene Kerne und Caches - ist im „XCC“-Paket „SNC3“ voreingestellt, das MCC-Paket unterstützt SNC2 und Hemi (= Standardeinstellung). Klar auch, dass die neuen Chips weniger Strom verbrauchen als die alten: Paketleistung pro Watt falle im Vergleich zur Vorgängergeneration 1,34-mal höher aus.
Aktuell bereits verfügbar ist die Intel Xeon E-2400-Serie der 5. Generation, die sich an kleine und mittlere Unternehmen richtet, mit 8-, 6- und 4-Core-Konfigurationen.Sie biete eine bis zu 1,3-mal bessere Leistung als frühere Generationen, mit höheren Frequenzen von bis zu 5,6 GHz.
Sandra L. Rivera, Executive Vice President und General Manager der Data Center and AI Group bei Intel.
(Bild: Müller)
Die „Rechenzentrums-CPUs für KI“
„Die Intel Xeon Prozessoren der 5. Generation sind die Rechenzentrums-CPUs für KI“, jubelte Sandra L. Rivera, Executive Vice President und General Manager der Data Center and AI Group bei Intel. „Der integrierte KI-Beschleuniger ermöglicht zusammen mit optimierter Software und überarbeiteten Telemetriefunktionen eine effizientere Bereitstellung anspruchsvoller Netzwerk- und Edge-Workloads für Kommunikationsdienstanbieter, Content-Delivery-Netzwerke und breite vertikale Märkte, einschließlich Einzelhandel, Gesundheitswesen und Fertigung.“ Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Kombination sei „Watsonx“, für das die IBM künftig die „Intel Google Cloud“ in Kombination mit Xeons der 5. Generation einsetzen will.
„Intels Mission ist es, KI durch außergewöhnlich entwickelte Plattformen, sichere Lösungen und die Unterstützung offener Ökosysteme überallhin zu bringen. Unser KI-Portfolio wird mit der heutigen Einführung des Intel Core Ultra noch stärker und läutet das Zeitalter des AI PCs und des KI-beschleunigten Xeon der 5. Generation für Unternehmen ein“, sagte Gelsinger.
Gaudi sorgt für Freude
Pat Gelsinger (rechts) zeigte zusammen mit einem deutschen Kollegen einen Prototyp von Gaudi 3.
(Bild: Müller)
Richtig Freude komme mit dem neuen Xeon aber erst in Kombination mit „Gaudi 2“ auf. Der Beschleuniger war erst im November freigegeben worden und biete nicht zuletzt ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis beim Deep Learning.
Überhaupt sorge Xeon plus Gaudi für das effiziente Training und die Ausführung modernster KI-Anwendungen, von Sprach- und multimodalen Modellen bis hin zu grundlegenderen Computer Vision- und NLP-Modellen. Der Trainingsdurchsatz von Gaudi 2 für das ResNet-50-Computer-Vision-Modell und das BERT-Modell für die Verarbeitung natürlicher Sprache seien doppelt so hoch wie der der „Nvidia A100“-80GB-GPU. Die Gaudi 2- werden genau wie die „Greco“-Prozessoren in 7-Nanometer-Technologie gefertigt.
Gelsinger ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss der Veranstaltung einen Prototyp von „Gaudi 3“ in die Kamera zu halten. „Damit Sie sehen, dass wir nicht nur Worte im Angebot haben, sondern auch jede Menge Hardware in der Hinterhand.“ Auf den Markt kommen soll Gaudi 3 noch in der zweiten Jahreshälfte 2024.