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Hochverfügbare IT garantiert ausfallsichere Geschäftsprozesse

In zehn Phasen zum ausfallsicheren Rechenzentrum

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Phase 5 – Storage-Virtualisierung für Disaster Recovery

Um den Speicher optimal zu nutzen und mit hoher Funktionalität auszustatten, wird in Phase fünf die Storage-Virtualisierung genutzt. Dadurch lässt sich zudem eine Disaster-Recovery-Strategie umsetzen. Über Appliances wird der gesamte Speicher im Storage Area Network (SAN) virtualisiert und zu einem Speicherpool zusammengefasst, auch über getrennte Standorte hinweg. Nun kann eine echte synchrone Spiegelung erfolgen, die einen transparenten Failover im Falle einer Störung garantiert. Die Daten sind in dieser Phase gegen einzelne Systemausfälle in den jeweiligen Brandabschnitten und gegen den Ausfall einer gesamten Seite gesichert. Dennoch besteht noch das Risiko eines Datenverlustes, das sich durch weitere Schritte eliminieren lässt.

Phase 6 – Backup-to-Tape

Die Primärsysteme gewährleisten den ständigen Zugriff auf die digitalen Informationen. In der sechsten Phase erhalten diese eine Absicherung über ein Backup auf Band. Dabei wird ein Backup-Server sowie eine Tape Library oder auch ein Autoloader in einem der Brandabschnitte in die bestehende Installation integriert.

Eine Bandbibliothek bietet den Vorteil, zahlreiche Medien vorhalten zu können und somit auch Kapazitäten im Petabyte-Bereich vor Ort zu verwahren. Müssen nun Daten wieder hergestellt werden, so können diese vom Band zurück geschrieben werden. Der IT-Verantwortliche sollte hier genaues Augenmerk auf die einzusetzende Technik werfen, denn je nach Format variieren Kapazität und Datendurchsatz. Das derzeit meist gewählte Format ist LTO, das in den Generationen 3, 4 und 5 recht hohe Leistungswerte bieten kann. Darüber hinaus sind die Backup-Intervalle und die Datenmenge entscheidend für ein erfolgreiches Recovery.

Phase 7 – Backup-to-Disk

Phase sieben unterstützt das Backup-to-Tape nicht nur, sondern kann zudem Restore-Prozesse erleichtern und beschleunigen. In diesem Schritt wird ein Disk-Backup-System dem SAN hinzugefügt, allerdings in einem anderen Brandabschnitt. Im Falle eines notwendigen Restores lassen sich die Dateien in kürzester Zeit wiederherstellen. Zudem erlauben diese Arrays eine höhere Funktionalität und Flexibilität als reiner Bandspeicher. Mit Backup-to-Disk ermöglichen wir auch das Streamen der LTO Laufwerke, was für einen flüssigeren, sicheren und zügigeren Datensicherungsprozess sorgt.

Weiter mit: Phase 8 – Datendeduplizierung

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