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Die Installation und Inbetriebnahme des Operations Manager
Die Grundlage für den Operations Manager ist der Windows Server 2003 oder 2008. Zur Ablage der Messwerte und Konfiguration wird ferner der SQL Server benötigt. Der Operations Manager sollte allerdings, aus Performancegründen, nicht auf einem Domaincontroller ausgeführt werden.
Die Verwaltungskonsole des Operations Manager dient auch zur Verteilung der Agenten auf die überwachten Systeme, der Installation der Analysemodule (Management Packs) sowie der Definition der Regeln. Die Verwaltungskonsole dient zur Verwaltung des Operations Manager 2007, der Verteilung der Agenten auf die zu überwachenden Systeme, der Installation der Analysemodule (Management Packs) sowie der Definition der Regeln und Monitore. Hierzu ist sie in die Bereiche „Monitoring“, „Administration“, „Authoring” und “My Workspace” untergliedert. Aus dieser Aufteilung lässt sich auch die rollenbasierte Verwaltung des Operations Manager 2007 ablesen. Im Bereich der „Administration“ erfolgt die übergreifende Verwaltung und Konfiguration des Werkzeugs. Unter dem „Monitoring“ werden die Ergebnisse der Überwachung im Tagesbetrieb, dem Operating, eingeblendet. „Authoring” dient der Erstellung der Regeln und Monitore. “My Workspace” erlaubt die Definition einer eigenen angepassten Verwaltungskonsole.
Interaktion zwischen dem Operations Manager und SAP
Das Management Pack interagiert mit vorbereiteten Schnittstellen in den jeweils überwachten Bausteinen. Microsoft hat diese Schnittstellen offen gelegt. Eines dieser Management Packs ist Horizon for SAP von Tidal Software. Es dient zur Überwachung von SAP-Systemen. Zwar hat SAP mit dem Solution Manager ein eigenes Management-Tool für SAP-Umgebungen, doch dabei handelt es sich aber um eine dedizierte SAP-Verwaltungssoftware mit einem anderen Fokus. Der SAP Solution Manager stellt ein Portal für den SAP-Support dar.
Er umfasst technischen Support und Funktionen für das Applikations-Management wie etwa einem Support Desk, dem Message Handling und dem Message-Posting, Hilfen zur Fehlersuche und Behebung, Hilfen für das Upgrade-Management, ein Trouble-Ticketing, sowie Analyse-Funktionen. Der Solution Manager zielt damit in erster Linie auf das Monitoring der aktuellen Situation und der Aktionen im Problemfall. Im Gegensatz dazu versucht Tidal Horizon for SAP durch eine vorausschauende Überwachung und „proaktivem Tracking und Analyse“ Engpässe erst gar nicht aufkommen zu lassen. Tidal Horizon for SAP ermöglicht somit die Verwaltung eines SAP-Systems aus den Microsoft-Tools heraus. Dies schließt auch die weitere Bearbeitung von SAP-Meldungen ein. Dazu gehört auch die Weiterleitung von Alarmen durch den Operations Manager via Email oder weiteren Techniken.
Um an die Statusdaten von SAP heranzukommen, interagiert Tidal Horizon mit den vorbereiteten SAP-Schnittstellen und auch dem Central Computer Management System (CCMS) von SAP. Über CCMS können Drittsysteme, wie beispielsweise der Operations-Manager, an die SAP-Statuswerte gelangen. Durch die Horizon-Erweiterungen ist der Administrator somit in der Lage, das Performance Monitoring und die Verwaltung von SAP R/3, SAP Advanced Planning & Optimization (SAP APO), SAP Business Information Warehouse (SAP BW) und SAP NetWeaver-Eigenschaften zu automatisieren. Analog zur SAP-Implementierung zielt die Verwaltungssoftware folglich vor allem auf große und Enterprise-Umgebungen, wenngleich der Hersteller betont, dass es sich auch für Mittelstandskunden eigne. Doch das ist mehr eine Frage der SAP-Nutzung.
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