Mit „Greenlake Intelligence“ transformiert HPE die „Greenlake Cloud“ in eine von KI-Agenten betriebene hybride Cloud, die lernt, handelt und die IT in Echtzeit optimiert. Und es gibt neue, modular gestaltete Rechnermodelle, die für KI-Arbeitslasten gedacht und mit „Nividia Blackwell“ und „HPE Alletra Storage MP“ ausgestattet sind.
Zur Eröffnungs-Keynote hatte HPE die Besucher der „HPE Discover“ ind die „Las Vegas Sphere“ eingeladen.
(Bild: HPE)
Auf seiner Kundenkonferenz „HPE Discover“ vergangene Woche in Las Vegas hat HPE ein System von KI-Agenten mit der Bezeichnung „Green Lake Intelligence“ angekündigt, das den Betrieb hybrider IT-Umgebungen drastisch vereinfachen soll. Es besteht aus einem Netz von eng integrierten KI-Agenten, die auf einzelne Domänen hybrider IT-Umgebungen spezialisiert sind, im jeweiligen Kontext in Echtzeit kommunizieren und Schlussfolgerungen ziehen.
Multimedia versezt die Besucher der HPE-Konferenz „HPE Discover“ an die Ufer eines 'grünen Sees'; multiple KI-Agenten sollen aus „HPE Greenlake“ eine KI-Agenten betriebene hybride Cloud machen, die lernt, handelt und die IT in Echtzeit optimiert.
(Bild: HPE)
Der Zugang zu den Agenten erfolgt über den multimodalen KI-Assistenten „Greenlake Copilot“. Mithilfe der Technik soll die Greenlake Cloud zu einem einheitlichen, KI-betriebenen Betriebsmodell für hybride Umgebungen avancieren.
Antonio Neri, President und CEO von HPE, kommentiert: „HPE katapultiert Unternehmen aus der Ära der Hybrid-Komplexität in die Ära des KI-agentischen Cloud-Betriebs. HPEs Vision für hybride IT beruht auf agentischer Intelligenz in jeder Infrastrukturschicht, so dass Firmen und Verwaltungen ein vorher nicht mögliches Leistungs- und Effizienzniveau beim IT-Betrieb erreichen können.“
Antonio Neri, President und CEO von HPE, erläutert, das KI-Agenten, die Komplexität von hybriden Cloud-Umgebungen deutlich reduzieren können.
(Bild: HPE)
Die Grundlage für Green Lake Intelligence sind Domänen-spezifische große Sprachmodelle (LLM), die HPE mit seinen über die Jahre gesammelten Telemetrie-, Log-, Konfigurations- und Support-Daten trainiert hat. Die spezialisierten KI-Agenten bilden ein integriertes Netz, das über das Model Context Protocol (MCP) kommuniziert.
Die Agenten erhalten Zugang zu den Kontextinformationen, die sie benötigen, um Schlussfolgerungen zu ziehen und gemeinsam koordiniert zu handeln. Damit können ganze Prozessketten autonom ablaufen – etwa die Identifikation von Performance-Problemen einer Anwendung, die Ursachenanalyse und die daraus abgeleitete Generierung einer Problemlösung, die entweder von einem Menschen final bestätigt oder ebenfalls autonom durchgeführt wird.
In einem ersten Schritt wird HPE die folgenden Greenlake-Intelligence-Lösungen bereitstellen:
Das „Agentic AI Mesh“ funktioniert mithilfe eines zentralen „Supervisor“-Agent (Multi‑Agent Orchestrator, MAO), der spezialisierte Sub‑Agenten koordiniert, zum Beispiel fürr Telemetrie‑Analysen, Sicherheitsüberwachungen oder Konfigurations-Management. Anders als einfache generative KI, die nur Handlungsempfehlungen liefert, kann das Agentic Mesh selbstständig Ursachen identifizieren, Maßnahmen einleiten, Ergebnisse bewerten und Empfehlungen abgeben - inklusive vollständiger Kette der Überlegungen („chain‑of‑thought“).
(Bild: HPE)
Das Netzwerk-Management-System „HPE Aruba Networking Central“ wird mit Green Lake Intelligence Ursachen-Analysen ausführen und Probleme entweder automatisiert lösen oder Anleitungen dazu generieren können. Die Funktion soll im dritten Quartal 2025 zur Verfügung stehen. Die Grundlage dafür sind eine Reihe von Netzwerk-spezifischen Agenten und verschiedene KI-Modelle.
Der „HPE OpsRamp Operations Copilot“ nutzt KI-Agenten, um den IT-Betrieb über alle Schichten der IT-Infrastruktur hinweg zu automatisieren, Probleme schneller zu finden und zu lösen; er soll im vierten Quartal 2025 verfügbar sein und durch Agenten etwa für Kapazitätsplanung, Incident Management und Problemanalyse unterstützt werden.
Über MCP-Server wird Greenlake Intelligence auch in das Speichersystem „HPE Alletra Storage MP X10000“ integriert. Mit der Verfügbarkeit ist i, der zweiten Jahreshälfte 2025 zu rechnen. Die Funktionen unterstützn Entwickler und Administratoren beim Daten-Management und dem Storage-Betrieb. Außerdem steuern KI-Agenten das Streaming von unstrukturierten Daten und Metadaten aus der X10000 in KI-Modelle zwecks Trainings oder Inferenz.
HPE wird zudem Greenlake-Cloud-Dienste für FinOps, Nachhaltigkeit sowie Workload-Planung und Kapazitäts-Management integrieren, so dass agentische Workflows auch diese zusammenhänge für die Entscheidungsfindung nutzen können.
KI-Agenten sollen alles Bereiche eines Hybriden Cloud-Betriebs adressieren können.
(Bild: HPE)
Greenlake Intelligence wird kontinuierlich erweitert. Neue KI-Agenten werden nicht nur für IT-Infrastruktur und IT-Betrieb, sondern auch für spezifische Business-Anwendungen bereitgestellt, um Probleme auf Anwendungsebene auf ihre Ursachen in der IT-Infrastruktur zurückführen und schnell beheben zu können. Eine Beta-Version des Greenlake Copilot wird im dritten Quartal dieses Jahres verfügbar sein.
AI-Factory-Systeme Nvidia-Technik
Es sind nicht die ersten HPE-Systeme mit Nvidia-Technik inside. Auf seiner Kundenkonferenz hat der Hardwarehersteller aber die Erweiterung seines Portfolios „AI Computing by HPE“ angekündigt, etwa mit „Blackwell“-GPUs des Branchenführers, optimiert für Service Provider, Modellentwickler und staatliche Einrichtungen.
Außerdem hat HPE die jüngste Generation von „HPE Private Cloud AI“, ein schlüsselfertiges KI-Angebot für Firmen und Verwaltungen vorgestellt. HPE Private Cloud AI unterstützt jetzt Blackwell-GPUs mit Servern der Baureihe „HPE Proliant Compute Gen12“. Neu ist auch eine „air-gapped“ Version für Kunden mit strikten Souveränitäts- und Sicherheits-Anforderungen.
So genannte AI Factories sind der Hit für Anwender, die schnell und unkomlpiziert auf cloud-fähige AI-Anwendungen im eigenen Unternehmen oder bei Co-Location Providern setzen wollen. Anbieter wie HPE und Dell Technologies provieteren in diesem Segment von den Souveränitäts- und Repatriaion-Bestrebungen ihrer Kunden.
(Bild: HPE)
HPE Private Cloud AI wurde zudem mit Multi-Mandantenfähigkeit ausgestattet. Somit können Service Provider oder Konzern-IT-Abteilungen damit ihre Kunden mit getrennten Partitionen des Systems unterstützen.
Schließlich unterstützt HPE die jüngsten „Nvidia AI Blueprints“, einschließlich des „AI-Q“- Blueprint für die Erstellung von KI-Agenten und Agenten-Workflows. Neu ist schließlich auch ein „Try-and-Buy“-Programm, mit dem Kunden HPE Private Cloud AI in Rechenzentren von Equinix testen können.
Validierte Anwendungen für das AI-Factory-Portfolio
Durch den Einsatz von die „Validated Design für AI Factories“ von Nvidia können die Systeme von HPE mit den Nvidia-GPUs in „Spectrum-X“-Netzen, mit „Bluefield3“-DPUs und „AI Enterprise Software“ von Nvidia genutzt werden. Der neue Server „HPE Compute XD690“ unterstützt etwa acht „Blackwell Ultra“-GPUs. Mit dem „HPE Performance Cluster Manager“ verfügt das System über ein vollständig integriertes System-Management und Monitoring für große, komplexe KI-Umgebungen, die bis zu vielen Tausend Knoten skalieren.
Die schon erwähnten Systeme HPE Alletra Storage MP X10000 wird Model-Context-Protocol-Server unterstützen, so dass AI Factories und Anwendungen kontinuierlich mit unstrukturierten Daten und Metadaten versorgt werden. Zusätzlich unterstützt der X10000 das Referenz-Design „Nvidia AI Data Platform“ und bietet ein SDK zur Optimierung von Daten-Pipelines etwa für Inferenz, Training und kontinuierlichem Lernen.
Stand: 08.12.2025
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HPE hat zudem das Partnerprogramm„Unleash AI“ um 26 neue Partner erweitert und bietet damit 75 KI-Anwendungen. Unleash AI umfasst jetzt Anwendungen unter anderem für agentische KI, souveräne KI, Smart City, Fertigung, Datenschutz und -Governance, Responsible AI, Video-Analyse und Security.
Zu den neuen oder erweiterten Partnerschaften gehören Commvault & Zerto beziehungsweise die Integration von Zerto in die „CloudOps Suite“ für Datenmobilität und Wiederherstellung, sowie Crowdstrike - OpsRamp erhält API-basierte Integration für erweiterte Endpoint-Security-Transparenz, Infosys - etwa für ein Co-Creation via „Infosys Cobalt“ IBM Red Hat und Suse. Zu den hinzugefügten Funktionen gehören ein euer Workload- und Capacity-Optimizer, Consumption Analytics und Nachhaltigkeitsprognosen im „Sustainability Insight Center“.
(Bild: HPE)
HPE und Accenture bringen gemeinsam agentische KI-Lösungen für Finanzdienstleistungen und Einkauf auf den Markt. Grundlage dafür ist Accentures Plattform „AI Refinery„, die auf Nvidia AI Enterprise aufsetzt und auf HPE Private Cloud AI läuft.
HPE Services bietet neue Dienstleistungen für AI Factories an. Sie decken Design, Finanzierung, Implementierung und Security ab, zudem Modell-Entwicklung, Migration, Nutzenanalyse, Mitarbeiterschulung, laufenden Support und Updates.
HPE Financial Services bringt ein neues Finanzierungsprogramm für HPE Private Cloud AI – es bietet niedrigere Raten für die ersten sechs Monate, so dass Kunden ihre KI-Projekte schneller starten können.