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Deployment
Funktionen vom Setup eines Einzelsystems bis zur Zuweisung einer Installation an eine Vielzahl von Servern gehören zum Depoyment und zu den Basisfunktionen automatische Hardware-Erkennung, automatisches Einspielen der Software, Flashing (Löschen und Überschreiben) der Systemeinstellungen, das „Klonen“ einzelner Images sowie das Kopieren von Installationen.
Die Serverview-Suite bietet hier zwei Werkzeuge: Den Einstieg übernimmt „Serverview Installation Manager“: Gängige Konfigurationsparameter werden vorgegeben und Hardware automatisch erkannt und Basiskomponenten installiert.
Das Tool „Deployment Manager“ hingegen, ist für die klassische Softwareverteilung zuständig. Es wird dort eingesetzt, wo es um die Massen-Installation oder Kloning von Betriebssystemen und Anwendungssoftware geht, etwa bei Server-Frmen mit mehreren Hundert oder Tausend Rechnern, die identische Qualitätskriterien erfüllen müssen.
Operation
Der Teilbereich Operation umfasst etwa die Überwachung von Server-Systemen und anderer Hardware-Komponenten wie Prozessoren und Arbeitsspeicher beziehungsweise deren Leistung, das Handling von Leistungseinbrüchen und Ausfällen (etwa durch Überlast), die Zuteilung von Speicherressourcen (Provisioning/Storage Management) sowie die Aktualisierung der Server-Konfiguration.
Die hierfür notwendigen Arbeitsschritte steuert zentral die Komponente „Serverview Operations Manager“ (SV OM). Erweitert wird diese Palette durch Funktionen zur Verwaltung von RAID- und Blade-Systemen, zur Einbindung virtueller Infrastrukturen und zur Durchführung von Wartungsarbeiten sowie Updates.
Auch dieses Tool erkennt und integriert neue Maschinen automatisch. Ein besonderer Vorteil besteht laut Anbieter in der einheitlichen Verwaltung der in den Primenergy-Systemen eingesetzten RAID-Lösungen, die einen Rückgriff auf Zusatzsoftware sowie lösungsspezifisches Know-how überflüssig macht.
Gleichzeitig integriert sich das Tool in die Dynamic Infrastructure-Produkte von Fujitsu, zum Beispiel „FlexFrame for SAP“ und „x10sure“. Außerdem bietet Fujitsu die Erweiterungen „Serverview Virtual-IO Manager “(SV VIOM) und “Resource Coordinator Virtual Edition“ (SV RCVE). Diese vereinfachen etwa die Verwaltung von Blade-Servern.
Analysis
Die Serverview-Suite umfasst ein Set an Analyse-Werkzeugen. Zu den Kernelementen zählt zunächst die „Pre-Failure Detection and Analysis“ (PDA): Sie dient zur Überwachung von Server - Bauteilen mit begrenzter Lebensdauer wie etwa Lüftern, CMOS-Batterien, CPUs, Speichermodulen und Festplatten.
Die proaktive Diagnose weist den Administrator darauf hin, wenn deren Leistung nachlässt, und ermöglicht so einen frühzeitigen Austausch der kritischen Komponente noch bevor der betroffene Server den Dienst verweigert.
Jedoch kann auch die beste Vorsorge diese nicht vollständig verhindern; das gilt insbesondere mit Blick auf unvorhersehbare externe Ereignisse wie Stromausfälle, aber auch, wenn Kabelbrüche infolge Materialermüdung die Ursache sind.
Fallen Prozessoren oder Teile des Arbeitsspeichers unerwartet aus, tritt die Funktion „Automatic Server Reconfiguration & Restart“ (ASR&R) in Aktion. Diese entfernt das defekte Bauteil umgehend aus der Konfiguration, und leitet einen Neustart des Server ein.
Das Managment-Modul bietet aber auch Funktionen und Bedienelemente für den Service vor Ort: Anschlüsse für Monitor, Tastatur und Maus sowie weitere Ein-/Ausgabegeräte an der Frontseite einen schnellen Austausch schadhafter oder überalterter Komponenten. Lokale Zugriffe auf Rack-Server werden zudem von einer integrierten Konsole bzw. KVM unterstützt. Dazu kommen Fernwartungsfunktionen.
Integration
Beim Funktionsbereich Integration geht es um Überschneidungen, Widersprüche, Fehler bei einzelnen Arbeitsschritten oder gar Systemausfällen, die heterogene IT-Landschaften verursachen.
Bisher haben zumeist einzelne Administratoren oder Teams die jeweiligen Plattformen in zeitaufwändiger Handarbeit mittels eigens erstellter Programme oder Skripte aufeinander abgestimmt. Die Serverview Suite verfügt über „Integration Packs“ und lässt sich so in vorhandene Management-Umgebungen integrieren.
Solche Pakete existieren zurzeit für die Management-Systeme: „Altiris Deployment Solution“ (DS), „BMC Performance Manager“ (früher PATROL), „CA Unicenter“, „Fujitsu Systemwalker“, „HP Network Node Manager“ und „HP Operations Manager „(früher OpenView), „IBM Tivoli Management Environment 10“ (TME 10), „IBM Tivoli NetView“, „Microsofts System-Center“-Produktfamilie und deren Vorgänger sowie die Open-Source-Lösung „Nagios“. Weitere Module und Routinen ermöglichen das Andocken an hardwarespezifische Management-Plattformen wie „HP Systems Insight Manager“ (SIM) und „IBM Director“.
Preise

Die Preise für die Suite lassen sich nach drei Produktgruppen unterscheiden: Foundation, Integration Packs und Substantials. Während die Bestandteile der beiden ersten weitgehend kostenfrei verfügbar sind oder – wie Serverview Suite Package – zum Lieferumfang von Primenergy-Servern zählen, sind für die in den Substantials zusammengefassten Add-ons Lizenzgebühren zu entrichten.
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