Systemverwaltung der einfachen Art

Enterprise Manager bügelt Microsoft-SCCM-Falten aus

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Die Kernbereiche von SCCM

Bereits mit dem „Microsoft Systems Management Server 2003“ (SMS) hatten die Entwickler aus Redmond eine umfangreiche Lösung anzubieten, mit deren Hilfe diese weitergehenden Anforderungen an das Systems-Management bewältig werden konnten. Der Nachfolger dieser Software kam im Jahr 2007 auf den Markt, nennt sich System Center Configuration Manager 2007 (SCCM) und steht derzeit in der Version R3 zur Verfügung. Für den designierten Nachfolger System Center Configuration Manager v.Next bzw. 2012, stellt Microsoft bereits Beta-Versionen zum Download bereit.

Genau wie anderen Softwarelösungen, die sich mit der komplexen Materie des Systems-Management befassen, sind es eine Reihe von Funktionsbereichen, die den Kern dieser Lösung ausmachen:

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  • Inventarisierung
  • Softwareverteilung
  • Betriebssystem-Installation
  • Reporting
  • Fernwartung (Remote Control)
  • Lizenzüberwachung
  • Patching

Im direkten Vergleich zum SMS 2003 wurde SCCM erweitert: Laut Microsoft war es ein Anwenderwunsch, die Verwaltbarkeit und Sicherheit von Computern im Unternehmensnetzwerk weiter zu erhöhen.

Ein Beispiel dafür ist die Fähigkeit von SCCM, „gewünschte“ Konfigurationen zu verwalten: Dadurch sind die Systemverwalter in der Lage, genau spezifizierte Computer-Konfigurationen innerhalb der Organisation zu definieren. Zudem können sie sich auf diese Weise mittels SCCM auch etwaige Kompatibilitätsprobleme anzeigen lassen.

SCCM bietet außerdem eine Wake-On-LAN-Unterstützung an, mit deren Hilfe einige Management-Aufgaben auch an Computer im Ruhezustand versendet werden können: Eine solche Aktivierungsanforderung startet dann das spezifizierte System und die ausgewählten Aufgaben werden vom SCCM-Client durchgeführt.

Der Zugriffschutz

Moderne Windows-Server-Systeme wie der Windows Server 2008 warten mit einem Netzwerkzugriffsschutz auf, der ebenfalls von der Software SCCM unterstützt wird. Durch SCCM sollen Administratoren diese Schutzfunktion effektiver nutzen können, wobei auch die so verwalteten Client-Systeme mithilfe der Funktion für die Konfigurationsverwaltung erkannt werden können. Das System wird so in die Lage versetzt, beispielsweise auch Probleme wie ausstehende Software-Updates entsprechend zu korrigieren.

Eine weitere Funktion im SCCM ist die Internet-basierte Computerverwaltung: Darunter versteht Microsoft die Möglichkeit, auch solche Configuration Manager 2007-Clients zu verwalten, die sich nicht direkt im Firmennetzwerk befinden, sondern mittels einer Standardverbindung über das Internet mit dem eigenen Netzwerk verbunden sind.

Probleme und Hindernisse beim Einsatz von SCCM

SCCM erscheint als Lösung, die den Anforderungen an ein modernes Systems-Management sehr gut gewachsen ist. Doch wer einmal einen näheren Blick auf den praktischen Einsatz wirft, wird schnell einige Bereiche finden, die durchaus verbesserungswürdig sind:

  • Delegationen und Sicherheit
  • Anwenderfreundlichkeit
  • Geschwindigkeit
  • Flexibilität
  • Rollout-Management und –Planung
  • aktive Einbindung der Anwender

Wer heute in seinem Unternehmensnetzwerk SCCM einsetzen will, benötigt dafür sehr gut ausgebildete und trainierte Spezialisten: Das bedeutet aber gerade für große Unternehmen, dass entsprechend viele dieser Spezialisten notwendig sind, da eine Delegation der Aufgaben in SCCM an weniger geschultes oder gar IT-unerfahrenes Personal nicht möglich ist.

weiter mit: Ungeschultes Personal ist ein „No-go“

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