All in One bei Datenbank-Management-Systemen

DBMS à la Open Source mischen den Markt auf

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Die Zukunft von DBMS: Chancenausgleich durch „One-for-All“-Ansatz

Mittlerweile sind auch diese innovativen, jungen und dynamischen Anbieter zu ausgereiften Playern herangewachsen, weil sie oft besser in der Lage sind, auf Kundenwünsche und Marktanforderungen direkt zu reagieren. Gerade Anbieter, die ihre Lösung auf Open Source-Software stützen, profitieren dabei von ihrer aktiven und lebendigen Community aus Mitentwicklern. Sie können das Fundament ihrer Lösungen so unabhängig von starren Produkt-Roadmaps schnell und im Einklang mit direkten Anforderungen der Endanwenderseite ändern und erweitern.

Wer den Blick auf die Trends gerichtet hat, kann den zunehmenden Einfluß von Open Source im Datenbank-Markt nicht übersehen.
Wer den Blick auf die Trends gerichtet hat, kann den zunehmenden Einfluß von Open Source im Datenbank-Markt nicht übersehen.
(Bild: denismagilov/ Fotolia.com)

In Kombination mit einer relativen Kosteneffizienz erzeugt dieses offene Konzept eine beträchtliche Hebelwirkung auf den Markt, die auch in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Wir werden in Zukunft daher auf jeden Fall noch weitere junge Anbieter sehen, die ihren Weg aus der ‚Visionary‘- oder ‚Challenger‘-Platzierung hin in Richtung ‚Leaders Quadrant‘-Positionierung finden, wenn sie einige Trends im Auge behalten. Aber auch einige der großen Markt-Player könnten ihren Einfluss verlieren, wenn sie kommende Trends nicht beachten.

Da sich bei Unternehmen mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Datentypen ansammeln, nutzen viele IT-Abteilungen nicht nur unterschiedlichste Datenbanksysteme, sondern weichen vermehrt auch auf nicht Compliance-konforme „Schatten-IT“ aus, um die Menge und Vielfalt ihrer Daten verwalten. Ein umfassendes Daten-Management wird damit nicht nur immer zeit- und ressourcenaufwändiger, auch das Risiko von Datenverlusten steigt. DBMS-Anbieter zielen mittlerweile daher darauf, ihre Lösung als eher universelles Tool aufzustellen.

NoSQL alleine bringt´s nicht

Ohne Zweifel werden NoSQL-Funktionen bestehen bleiben und in Zukunft sogar noch wichtiger werden, denn Big Data- und Web-Applikationen verändern schon das Daten-Management von Unternehmen. Allerdings fehlt NoSQL-„Only“-Lösungen die ACID-Konformität, die insbesondere für den sicheren Umgang mit geschäftskritischen Daten von entscheidender Bedeutung ist.

Und bei den relationalen Datenbanken, die zwar ACID-Konformität besitzen, verfügen viele nicht über die erforderliche Performance, um auch unstrukturierte Daten effizient zu verarbeiten. Da Datensicherheit aber nicht Gegenstand von Kompromissen sein darf, müssen relationale DBMSe heute in der Lage sein, ein Maximum unterschiedlichster Datentypen zu verarbeiten und NoSQL-Lösungen müssen sowohl Sicherheits- als auch Compliance-Funktionen integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bis 2017 werden daher wohl alle führenden DBMS auf einer einzigen Plattform multiple Datenmodelle anbieten, ob relational oder NoSQL. Im Rahmen dieser Entwicklung wird dann auch das Label ‚NoSQL‘ nicht nur aufhören, DBMS zu unterscheiden, sondern auch als Label langsam ganz verschwinden. Denn eines ist sicher: In den nächsten Jahren werden sich Unternehmen bei der Auswahl ihres DBMS nicht von einer „Entweder-oder“-Entscheidung leiten lassen, sondern von einem „One-for-All“-Ansatz.

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