All in One bei Datenbank-Management-Systemen

DBMS à la Open Source mischen den Markt auf

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Daten werden gewickelt

Schon jetzt die Zukunft: Foreign Data Wrappers als Tools der Stunde

Foreign Data Wrappers (FDWs) stellen ein perfektes Mittel der Wahl für die Entwicklung dieser „One-for-All“-DBMSe dar. Sie sind nicht nur extrem nützlich, um spezielle NoSQL-Fähigkeiten im Hinblick auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit von relationalen DBMSen zu unterstützen.

Heute steht die Entscheidung im Raum: Wohin mit den Daten? In welche Datenbank? Doch bald schon könnten solche Fragen obsolet sein.
Heute steht die Entscheidung im Raum: Wohin mit den Daten? In welche Datenbank? Doch bald schon könnten solche Fragen obsolet sein.
(Bild: denismagilov/ Fotolia.com)

Anwender können mit ihnen auch sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten in ihre relationale Datenbank integrieren, wo sie SQL-Abfragen für externe Datenquellen lesen und schreiben können. Durch die Bereitstellung einer einzigen Datenansicht über unterschiedlichste Datenquellen hinweg lassen sich traditionelle Grenzen zwischen den Datensilos von Big-Data- und NoSQL-only-Lösungen aufbrechen, so dass Endanwendern ein viel besserer Einblick in ihre Daten gewährt wird. EDB hat beispielsweise erst kürzlich FDWs für MongoDB, MySQL und Hadoop für die Community zur Verfügung gestellt.

Entwickler-Umgebungen – gerade Entwickler von Open Source-basierten DBMS sind besonders darum bemüht, ihre Community bei der Optimierung der Lösungsgrundlage zu unterstützen. Das ist auch der Grund, warum einige kostenlose ‚Ready-to-Code‘-Entwicklungsumgebungen auf Public Cloud-Servern wie AWS bereitstellen, die für die Nutzung von NoSQL-Fähigkeiten ihres relationalen DBMSs optimiert sind.

Fortschritt im RDBMS

EDBs kostenloses ´Postgres Extended Datatype Developer Kit` (PGXDK) unterstützt zum Beispiel speziell den Aufbau von Web 2.0-Applikationen. Solche Umgebungen erleichtern es Entwicklern jedes Niveaus, das DBMS für Applikationstypen, die bis vor kurzem noch eine spezielle NoSQL-only-Lösung erforderten, einzusetzen.

Diese kostenlosen NoSQL-optimierten Instanzen versetzen Entwickler in die Lage, das Potenzial relationaler Technologien für sich zu erschließen und Anwendungen in einem iterativen, agilen Entwicklungs-Framework zu kreieren. In PostgreSQL wurden zum Beispiel die Fähigkeiten für das Verarbeiten von Dokumentendatenbanken durch die JSON-Unterstützung in der Version 9.2 fortentwickelt und mit JSONB in der letzten Community-Version 9.4 ausgeweitet.

Der Wandel ist schon im Gang

Betrachtet man die Ergebnisse des Magic Quadrant von Gartner, die Entwicklungen in den verschiedenen DBMS-Produkten sowie die vielen Tools, die deren Fähigkeiten ausbauen, genauer, zeigt sich, dass der Wandel in der Branche bereits eingeläutet ist. Unternehmen suchen gezielt nach Innovationen, die ihre individuellen Bedürfnisse im Hinblick auf Kosteneffizienz, Performance und vor allem Flexibilität erfüllen.

Sie werden diese Suche in den kommenden Jahren noch verstärken; denn die IT-Budgets werden trotz weiter steigender Anforderungen an DBMS durch wachsende Datenmenge und -vielfalt auch in Zukunft unter Druck bleiben.

* Sascha Scholing ist beim Datenbankspezialisten EnterpriseDB (EDB) für die Vertriebsregionen Zentral- und Osteuropa verantwortlich. Als ausgewiesener Software-Experte ist er bereits seit über 22 Jahren in der IT-Branche unterwegs und war u. a. auch schon für bekannte Branchengrößen wie Siemens Nixdorf, Siebel, Oracle, Infor, Salesforce, Compuware und Tibco tätig.

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