Ralf Sürken, Syntax, zu S/4-HANA-Migration Cloud und KI starten neue Automatisierungs-Welle

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Der Europachef von Syntax Ralf Sürken sieht die deutsche Industrie stark aufgestellt, um die jüngste Industrialisierungswelle nicht zu meistern, sondern auch anzuführen. Dafür müssten nur sämtliche Daten durch KI sinnvoll genutzt werden.

Cloud- und KI treiben die Modernisierung, etwa von SAP-Sysstemen. Doch ohne externe Hilfe drohen angedachte Automatismen zu scheitern. (Bild:  frei lizenziert: Gerd Altmann /  Pixabay)
Cloud- und KI treiben die Modernisierung, etwa von SAP-Sysstemen. Doch ohne externe Hilfe drohen angedachte Automatismen zu scheitern.
(Bild: frei lizenziert: Gerd Altmann / Pixabay)

Ralf Sürken ist Europachef des IT-Dienstleisters Syntax. Der Spezialist für SAP- und Cloud-Services erläutert die digitalen Herausforderungen für Deutschlands Schlüsselbranche: „ Ein großer Teil davon liegt in ERP-Systemen, und davon die allermeisten in SAP. Cloud-getriebene Modernisierungsinitiativen wie aktuell „RIse with SAP“ und „Grow with SAP“ haben deshalb einen großen Einfluss auf die Dynamik und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, so Sürken.

Eine Migration hin zu „S/4 HANA“ sei für viele Unternehmen auf eigene Faust aber eine Nummer zu groß. An dem Umstieg bis zum Jahr 2027 komme jedoch kein Unternehmen vorbei, es sei denn, es plane enorme Zusatzkosten ein.

Ralf Sürken
ist Europachef des IT-Dienstleisters Syntax. Er sagt: „Rise- und Grow-Pakete sind in gewisser Weise schlüsselfertig, nicht aber für jede Firma passend.“

Bildquelle: Syntax/LinkedIn

„Wenn es dann noch darum geht - und jetzt kommt der Knackpunkt -, im Rahmen der ohnehin anstehenden Veränderung auch noch Geschäftsmodell-relevante Modernisierungen vorzunehmen“, so Sürken, „also die Nutzung von Daten zum Kern des Unternehmens zu machen, dann geht das nicht ohne Hilfe. Es läuft nicht ohne externe Perspektiven, ohne Erfahrungen aus zig ähnlichen Projekten und ohne Experten, die sich von morgens bis abends mit nichts anderem beschäftigen.“

Automatisierung ist der Schlüssel

Zwar seien die Rise- und Grow-Pakete in gewisser Weise schlüsselfertig, nicht aber für jede Firma passend: „Mehr denn je lebt die deutsche Industrie von ihrer Spezialisierung, von dem Knowhow, das es nirgendwo anders auf der Welt gibt. Und diese Spezialisierung, diese intellektuellen Geheimzutaten, die müssen in Prozessen abgebildet sein. Deshalb brauchen sie - neben sinnvollen Standards - auch sinnvolle Individualisierung.“

Und Automatisierung. Sie sei der Schlüssel für die Zukunft der deutschen Industrie - und zwar auf allen Ebenen: „Wir müssen die Daten nutzen, um Maschinen für uns arbeiten zu lassen. Mit Maschinen meine ich hier nicht physische Roboter, sondern Server, auf denen Apps, Bots und andere Helferprogramme laufen, und zwar auf Basis von Künstlicher Intelligenz.“

Deutschland muss sich nicht klein machen

Automatisierung und Künstliche Intelligenz gehörten zusammen. „Wir hatten ja bereits eine Automatisierungswelle, die vor allem mechanisch geprägt war. Jetzt treiben zwei Faktoren die Digitale voran: die Cloud und KI. Die Cloud ist dafür das ideale Betriebsmodell, weil sie beliebig skalierbar ist.“

Außerdem gehöre die Standardisierung zum Grundgedanken der Cloud. Sie fördere das Baukastenprinzip, nach dem alles oder zumindest vieles einfach so zusammenpasst. Und Standardisierung spiele auch rund um Automatisierung eine große Rolle; denn je standardisierter verschiedene Prozesse designt sind, desto leichter ließen sie sich miteinander verknüpfen.

„Ich muss an der Stelle mal eine Lanze für die deutschen Unternehmen brechen, denen gern mal nachgesagt wird, sie hätten die Digitalisierung verpasst. Ich kenne Produktionsanlagen auf der ganzen Welt - und nirgends ist Digital Manufacturing so weit und vor allem so professionell fortgeschritten wie hierzulande. Insofern ist die Ausgangsposition hervorragend - jetzt kommt es darauf an, den vorhandenen Vorsprung zu nutzen und schnell loszulegen.“

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