SAP vereinfacht ERP-Transformation mit Cloud-Strategie Business Suite vereint SAP-Anwendungen, Datenplattform und Künstliche Intelligenz

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mit der „Business Suite“ stellt die SAP AG ihr Lösungsportfolio neu auf. Im Zentrum stehen Daten, Integration, Geschwindigkeit und KI. Der Fokus: Transformation beschleunigen, Silos abbauen und Innovationen konsistent nutzbar machen.

„S4/ HANA“ wird durch „SAP Cloud ERP“ ersetzt. Was genau dahinter steckt und wie SAP versucht sich neu aufzustellen, findet sich im Arrtikel. (Bild: ©  Chanelle M/peopleimages.com - stock.adobe.com)
„S4/ HANA“ wird durch „SAP Cloud ERP“ ersetzt. Was genau dahinter steckt und wie SAP versucht sich neu aufzustellen, findet sich im Arrtikel.
(Bild: © Chanelle M/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Zehn Jahre nach Einführung von „S/4 HANA“ zieht SAP die Konsequenzen aus der Cloud-Transformation und strukturiert das ERP-Portfolio neu. Mit der „Business Suite“ führt SAP die ehemals getrennt angebotenen ERP-Kernsysteme, Fachbereichslösungen (Line-of-Business, kurz LOB) und Transformations-Tools wieder zu einem integrierten Lösungsbündel zusammen.

Die Begrifflichkeit „S/4 HANA“ tritt in den Hintergrund, stattdessen steht nun „SAP Cloud ERP“ als zentraler Bestandteil der Suite in Public oder Private Edition.

Die SAP Cloud ERP-Architektur im Überblick

Kern der neuen SAP-Architektur ist ein Dreiklang aus Applikationen, strukturierter Datenhaltung und darauf aufsetzender Künstlicher Intelligenz (KI). Daten, die aus standardisierten Geschäftsprozessen generiert werden, bilden die Grundlage für KI-Agenten, die wiederum Entscheidungsprozesse unterstützen. Alle Komponenten basieren auf der „Business Technology Platform“ (BTP), die zugleich das Fundament für künftige Innovationen liefern soll.

Mit der neuen Business Suite verfolgt SAP ein „Flywheel“-Modell: Bessere Prozesse generieren bessere Daten, diese verbessern die KI-Fähigkeiten, was wiederum zu besseren Anwendungen führen soll.

Zwei Pfade führen in die Business Suite: Für bestehende Kunden bietet „RISE with SAP“ ein klar umrissenes Migrationsprogramm, das bestehende Lizenzen, Konfigurationen und Systeme berücksichtigt. Neukunden steigen über „Grow with SAP“ direkt in die Public Cloud ein, in der Regel im Greenfield-Ansatz. In beiden Fällen setzt SAP auf konfigurierte Pakete. Cloud ERP Private Package oder als fachbereichsorientierte Business Suite Packages, beispielsweise für Finance, Supply Chain oder Customer Experience.

Tools für die Transformation sind im Paket enthalten

Im Gegensatz zur vorherigen Paketstruktur integriert SAP nun auch wieder Transformationsfunktionen wie „Signavio“ und „LeanIX“ in die Pakete. Damit sollen nicht nur Prozesse modelliert und analysiert, sondern auch Schwachstellen identifiziert und standardisierte Zielprozesse definiert werden.

Die Kombination aus Prozessanalyse, IT-Landschaftsbewertung und technischer Migration erlaube es Unternehmen, die Komplexität zu reduzieren und den so genannten Clean-Core-Ansatz umzusetzen, also: eine individuelle Anpassungen in separate Schichten auszulagern oder zu vermeiden.

SAP übernimmt Verantwortung für Integration

Ein wesentlicher Fortschritt liegt in der SAP-eigenen Integration der Suite-Komponenten. Die Integration Suite bleibt bestehen, doch innerhalb der Business Suite stellt SAP selbst die Datenflüsse sicher. Das betrifft insbesondere die Synchronisation zwischen CRM, Einkauf, Finanzen und Analytics.

Bisher liefen die Software häufig über separate Systeme mit eigenen Zugängen und Logiken. Die Integration auf Daten- und Bedienebene erfolgt im Übergang über „Fiori“-basierte Web-Frontends.

Die Business Suite wird nicht mehr als Kombination aus Einzellösungen angeboten, sondern als Pakete mit klar definierten Inhalten und Lizenzen. Unternehmen erhalten Zugang zu Anwendungen, Reporting-Tools, Datenplattform und KI-Szenarien über Nutzungsrechte pro Benutzer. Ziel sei es, eine schnellere Einführung, einheitlichere Benutzererfahrung und geringerer Aufwand für Auswahl und Implementierung zu ermöglichen.

Im Public-Cloud-Umfeld bringt SAP zwei Releases pro Jahr. Damit hält die Suite Schritt mit regulatorischen Anforderungen, branchenspezifischen Szenarien und technologischen Fortschritten. Auch in der Private Cloud lassen sich Innovationen adaptieren, etwa durch einen Two-Tier-Ansatz mit Tochtergesellschaften auf der Public Cloud oder gezielter Migration in Einzelschritten.

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