File Services for Flasharray von Pure Storage Block und File vereint mit granularem Zugriff auf VMs

Von Dr. Dietmar Müller 3 min Lesedauer

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Pure Storage präsentiert mit den „File Services for Flasharray“ eine Plattform, die sowohl Blöcke als auch Dateien aufnehmen kann und granularen Zugriff auf einzelne Virtuelle Maschinen (VMs) bietet. Der Principal Systems Engineer Markus Grau von Pure Storage erläutert das Konzept.

Mit „File Services for Flasharray“ will Pure den Storage-Alltag vereinfachen: Die neue Plattform vereint Blocks, Files und VMs. Dazu verspricht der Hersteller ein einfaches Speicher-Management.(Bild:  monsitj - stock.adobe.com)
Mit „File Services for Flasharray“ will Pure den Storage-Alltag vereinfachen: Die neue Plattform vereint Blocks, Files und VMs. Dazu verspricht der Hersteller ein einfaches Speicher-Management.
(Bild: monsitj - stock.adobe.com)

Lassen Sie uns eingangs uns selbst zitieren: „In einem Block-Storage, auch Blockspeicher oder Block-Level-Speicher genannt, sind die Daten Block-basiert organisiert und gespeichert. Diese Speicherart grenzt sich vom File-Speicher (Dateispeicher) ab, der die Daten in Form von einzelnen Dateien in einer hierarchischen Verzeichnisstruktur ablegt.“

Wäre es nicht schön, wenn wir diese beiden Welten vereinen könnten, und zwar ohne Komplikationen und ohne Limitierungen beim Zugriff? Denn herkömmliche Multiprotokoll-Block-und-File-Storage-Lösungen gibt es zwar schon seit Jahrzehnten, sie wurden jedoch ganz ursprünglich entweder für die eine oder die andere Speicherwelt konzipiert – inklusive so mancher damit einhergehender Probleme, etwa bei hochskalierenden Projekten. Man könnte gar sagen, dass der Unified-Storage-Markt durch die jahrzehntealten Architekturen und die damit einhergehende Inflexibilität gebremst worden ist.

Das nennt Pure Storage zumindest als Motivation, eine einheitliche Plattform komplett neu zu entwickeln, genannt die „File Services for Flasharray“. Der Zugriff auf native Block- und Dateidienste erfolgt damit aus einem einzigen, globalen Pool von Speicherressourcen heraus. „Es gab die getrennten Welten ‚Block/SAN‘ einerseits und ‚Files/NAS‘ andererseits, Multiprotokoll-Architekturen sollten beide vereinen.

Neues Konzept

Das Management gestaltete sich aber mit zunehmender Größe zunehmend schwierig. Das hat uns dazu gebracht, nicht einfach nur neue Protokolle für File-Services auf den Block-Layer draufzulegen, sondern eine ganzheitliche Plattform von Grund auf neu zu konzipieren“, erklärte Markus Grau, Principal Systems Engineer im EMEA CTO Office von Pure Storage gegenüber Storage-Insider.

„Herausgekommen ist eine Plattform, die eine einheitliche Erfahrung für Blocks, Files und Virtual Machines (VMs) bietet. Anwender müssen nicht mehr überlegen, ob sie mehr die eine oder andere Sache betreiben wollen – der gemeinsame Speicherpool erlaubt maximale Flexibilität und Effizienz, der Zugriff erfolgt ‚generisch‘ und ohne Limitierungen.“

VMs lassen sich granular ansprechen

Markus Grau ist bei Pure Storage als Principal Systems Engineer im EMEA CTO Office tätig.(Bild:  Pure Storage)
Markus Grau ist bei Pure Storage als Principal Systems Engineer im EMEA CTO Office tätig.
(Bild: Pure Storage)

Auch ließen sich VMs mit den neuen File Services for Flasharray auch auf granularer Ebene betrachten. Es würden beispielsweise gezielte Snapshots, Quotas und Richtlinien für nur eine einzige VM möglich, während früher alle anderen VMs mit aufgenommen werden mussten. „Aber nicht nur beim Monitoring bietet unsere neue Plattform Vorteile, sondern auch bezüglich zum Beispiel der Data-Protection. Einzelne VMs lassen sich nun gezielt schützen“, so Grau.

Pure nennt das Verfahren „VM-aware Storage“. Grau räumte ein, dass dies vorher auch schon per Hand möglich gewesen sei, allerdings hätten viele Anwender die gebotenen Verfahren ungern genutzt, aus diversen Gründen.

Einheitliches Richtlinien-Management macht flexibel

Die gepoolten Speicherressourcen machten zudem eine Vorausplanung des Speicherwachstums überflüssig. Bisher hätten sich Administratoren gezwungen gesehen, Speicheraktualisierung und -anforderung zu prognostizieren. Jetzt könnten sie „einfach das verwenden, was sie brauchen, sowohl für Block- als auch für Dateispeicher, mit unterbrechungsfreier Erweiterung im laufenden Betrieb und unbegrenzten Dateisystemgrößen“.

Das damit verbundene einheitliches Richtlinien-Management verkürze darüber hinaus den Verwaltungsaufwand deutlich, so der Ingenieur. Eine mehrschichtige Verwaltung, die bei älteren Speicherplattformen erforderlich ist, sei nicht mehr nötig.

Die Vereinheitlichung der Richtlinienverwaltung erlaube es Administratoren, Speicherdienste spezifisch zu verwalten. Vorgänge könnten schnell erlernt und sowohl auf Blöcke als auch auf Dateien angewendet werden.

Analysten stellen Kosteneinsparungen in Aussicht

Die Analysten der Enterprise Strategy Group (ESG) haben sich die Entwicklung angesehen und stellen Anwendern eine Reduktion des Management-Aufwands um bis zu 62 Prozent und eine Verbesserung der Gesamtbetriebskosten um bis zu 58 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren in Aussicht: „Da die Datenmenge wächst, müssen Unternehmen, die sich bei ihrer Arbeit auf diese Daten stützen, ständig Innovationen entwickeln, um mehr aus diesen Daten herauszuholen. Gleichzeitig sollen sie die Managementkosten senken“, erläutert Aviv Kaufmann, Practice Director und Principal Economic Validation Analyst bei der Enterprise Strategy Group die Situation vieler Anwender.

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„Die Reduzierung von Verwaltungspunkten vereinfacht den Speicherbetrieb und steigert gleichzeitig den Wert der Investition. Der wahre Wert entsteht jedoch, wenn Block- und File-Storage-Ressourcen auf einer nativen Plattform vereinheitlicht werden, ohne einen Service für den anderen aufgeben zu müssen“, bestätigt Kaufmann das Konzept der File Services for Flasharray.

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