Um Hyper-V zu verwalten, stellt Microsoft in den Bordmitteln und mit dem Windows Admin Center verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. In diesem Beitrag zeigen wir einige Tipps zur Verwaltung von Hyper-V mit diesen Tools.
Hyper-V lässt sich sehr gut mit Bordmitteln wie der PowerShell administrieren. Wir geben Tipps.
(Bild: Microsoft / Joos)
Mit der Installation von Hyper-V und den zugehörigen Verwaltungstools wird auch das Modul für die PowerShell installiert. Auch der standardmäßige Hyper-V-Manager ist Bestandteil des Tool-Sets. Die Installation kann auch auf Arbeitsplatzrechnern erfolgen; auf den zu verwaltenden Servern muss nichts installiert werden. Wer das Windows Admin Center bis jetzt noch nicht nutzt, sollte sich den Einsatz unbedingt überlegen.
Über den Webbrowser steht dann der Netzwerk-Zugriff auf die Verwaltungstools für Hyper-V zur Verfügung, aber auch die Möglichkeit über einen Browser RDP- oder PowerShell-Sitzungen zu öffnen.
Die PowerShell bietet nach der Installation des Moduls zur Verwaltung mit der PowerShell zahlreiche Befehle. Nachfolgend listen wir vier wichtige Befehle auf:
Der folgende Befehl installiert Hyper-V und die Verwaltungstools auf Servern:
Die Verwaltungstools alleine werden mit dem folgenden CMDlet installiert:
Install-WindowsFeature Hyper-V-Tools
2. CPU-Last überwachen und Daten zu VMs anzeigen
Windows Server 2019 kann VMs darauf hin überwachen, ob diese zu viel CPU-Last verursachen. Um diese Funktion für eine VM zu aktivieren, wird in der PowerShell der folgende Befehl eingegeben:
Eine Liste aller erstellten virtuellen Server eines Hyper-V-Hosts werden mit „Get-VM“ abgerufen. Mit der Option |fl erhalten Administratoren weiterführende Informationen. Dadurch werden auch Echtzeitdaten wie der zugewiesene Arbeitsspeicher angezeigt.
3. CPU-Last und Speicherverbrauch für Host und VMs im Windows Admin Center überprüfen
Wer einen Hyper-V-Host im Windows Admin Center öffnet, findet den Bereich „Virtuelle Computer“ im Menü. Nach einem Klick darauf, werden Informationen zum Host und auch die Auslastung von CPU und der Speicherverbrauch angezeigt. Bei „Ereignisse“ sind die letzten Aktionen des Hyper-V-Hosts zu sehen.
Über den Menüpunkt „Inventar“ sind alle VMs auf dem Server zu sehen. Durch einen Klick auf eine VM werden auch hier allgemeine Informationen und die Auslastung von CPU und Speicherverbrauch angezeigt.
4. Mit der PowerShell auf virtuelle Betriebssysteme zugreifen
PowerShell Direct ermöglicht das Öffnen einer PowerShell-Sitzung auf dem Host, die die Betriebssystemeinstellungen der VM steuert. Dadurch lässt sich in einer Sitzung auch auf Funktionen von Gastbetriebssystemen zugreifen. Um eine Sitzung zu starten, wird in der PowerShell-Sitzung auf dem Host einer der folgenden Befehle eingegeben:
Enter-PSSession -VMName <Name der VM im Hyper-V-Manager>Invoke-Command -VMName <Name der VM im Hyper-V-Manager> -ScriptBlock { Commands }
Alle Befehle, die für Hyper-V in der PowerShell zur Verfügung stehen, werden mit dem folgenden Befehl angezeigt:
Get-Command -Module Hyper-V
5. Server mit unterschiedlichen Benutzern am Hyper-V-Manager anbinden
Wird über das Kontextmenü von „Hyper-V-Manager“ ein neuer Server angebunden, kann für jeden Server über die Schaltfläche „Benutzer einstellen“ ein anderes Benutzerkonto zur Verwaltung angebunden werden. Es ist also nicht unbedingt System Center Virtual Machine Manager für die Verwaltung mehrerer Hyper-V-Hosts notwendig.
6. Tastenkombinationen auf dem Host oder der VM starten
Wenn ein Konsolenfenster im Hyper-V-Manager für eine VM geöffnet wird, führt Windows Tastenkombinationen innerhalb des Konsolenfensters durch. In den Hyper-V-Einstellungen auf einem Host kann das im Bereich „Benutzer\Tastatur“ konfiguriert werden. So lassen sich zum Beispiel Tastenkombinationen auch auf dem Host ausführen. Die Freigabetaste für die Maus kann ebenfalls in diesem Bereich gesteuert werden.
7. Snapshot/Prüfpunkte von virtuellen Servern in der PowerShell anzeigen und erstellen
Nicht mehr benötigte Prüfpunkte sollten gelöscht werden, da diese die VMs und auch den Host unnötig belasten. Das wird zum Beispiel dadurch verursacht, dass Schreib- und Lesezugriff auf die verschiedenen, virtuellen Festplatten aufgeteilt werden müssen, die durch Snapshots erstellt werden. Um sich alle Snapshots von allen VMs anzuzeigen, wir der folgende Befehl verwendet:
Get-VM | Get-VMSnapshot
Snapshots von einzelnen VMs werden mit dem folgenden Befehl erstellt:
Get-VMSnapShot -VMName <Name der Vm>
Natürlich lassen sich auch Snapshots in der PowerShell erstellen:
CheckPoint-VM -VMName <Name der VM> -SnapShotName <Bezeichnung des Snapshots>
8. Hyper-V-Verwaltung deaktivieren
Über das Beenden des Systemdienstes „Hyper-V-Verwaltung für virtuelle“-Computer in der Steuerung der Systemdienste, oder über das Kontextmenü des Hyper-V-Hosts im Hyper-V-Manager, kann die Verwaltung von VMs beendet werden. Nach der Beendung dürfen Administratoren weder eine Verbindung zum Hyper-V-Host herstellen, noch VMs starten oder herunterfahren.
Stand: 08.12.2025
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Der Befehl zum Beenden der VM-Veraltung kann auch in der Eingabeaufforderung mit „net stop vmms“ oder in der PowerShell mit „Stop-Service vmms“ durchgeführt werden. Mit „net start vmms“ oder „Start-Service vmms“ wird der Dienst wieder gestartet und VMs können wieder verwaltet werden.
9. VMs mit der PowerShell, dem Hyper-V-Manager und dem Windows Admin Center exportieren und importieren
VMs lassen sich zwischen VMs auch durch Export und Import übertragen. Das Exportieren einer VM ist im Hyper-V-Manager über das Kontextmenü durch Auswahl von „Exportieren“ möglich. Importieren lassen sich VMs über den Menüpunkt „Virtuellen Computer importieren“.
Im Windows Admin Center können VMs im Bereich „Virtuelle Computer\Inventar“ exportiert werden, nachdem die VM angeklickt wurde. Der Befehl steht über „Mehr“ zur Verfügung. Importieren lassen sich VMs über „Mehr\Importieren“, wenn auf „Virtuelle Computer“ geklickt wird.
In der PowerShell werden CMDlets mit dem folgenden Befehl exportiert: